Ab Valentinstag im Kino

Darum freuen sich alle auf "Fifty Shades of Grey"

Ab Valentinstag im Kino: Darum freuen sich alle auf "Fifty Shades of Grey" Ab Valentinstag im Kino: Darum freuen sich alle auf "Fifty Shades of Grey" Foto: UPI Media

Warum ist "Fifty Shades of Grey" so erfolgreich? Nein, nicht wegen der Gummipeitschen - hat schließlich auch zuvor kein Sadomaso-Porno die Hitliste der beliebtesten Frauenfilme angeführt. Sondern weil die Geschichte von Mr. Grey und Anastasia Steele Millionen Frauenherzen an die wahre Liebe glauben lässt - kein Zufall also, dass die langersehnte Verfilmung des Bestseller-Romans am Valentinstag (12. Februar) Premiere in den deutschen Kinosälen feiert. Unsere Kollegin Jana Frey hat alle drei Bücher in drei Tagen gelesen und versucht zu ergründen, warum fast alle Vorstellungen ausgebucht sind.

Was ist dran am Hype um "Fifty Shades of Grey"?

Personal für 50 Shades of Grey: "Naturgewalt" Dakota Johnson wird Sex-Sklavin Personal für 50 Shades of Grey "Naturgewalt" Dakota Johnson wird Sex-Sklavin Zum Artikel » Ich kaufe mir eigentlich jedes Buch, das alle lesen. Muss ja wissen, was dran ist am Hype. So auch bei "Fifty Shades of Grey", dem Buch, das jede zweite Frau mit eingeschlagenem Buchdeckel in der Bahn las. Es sollte ja keiner sehen, dass Ursula aus Bad Langweilingen so kecke Literatur auf dem Weg zur Arbeit liest. Schon nach 50 Seiten war ich Fan vom super reichen, attraktiven Mr. Grey und seiner naiven, zerbrechlichen Studentin Anastasia Steele. Das Prinzip funktioniert ähnlich wie bei "Twilight" (Kein Wunder, denn "Fifty Shades" war ursprünglich auch nur Fanfiction zu "Twilight") - unfassbar heißer Typ wird von allen Frauen angehimmelt, begehrt aber selbst nur die brünette Maus, die sich selbst doch seiner gar nicht würdig sieht. Danach kleben sie wie Pech und Schwefel aneinander und beweisen der Welt, dass es sie noch gibt: Die unendliche, bedingungslose Liebe.

50 shades of grey - image/jpeg Sie: Süße Studentin ohne Selbstbewusstein. Er: Stinkreicher Selfmade-Millionär, der auf SM steht. Klingt nach einem plumpen Plot, bietet aber mehr.

50 shades - image/jpeg Autorin E.L. James schafft es jedoch, die Magie zwischen den beiden Hauptdarstellern aufs Papier zu zaubern, ohne dass es albern wird. Das Begehren zwischen Mr. Grey und Anastasia lädt sich Seite für Seite auf, wenn sich Anastasia die Härchen aufstellen, dann auch der Leserin und sowieso hat man das Gefühl nur einen Finger breit hinter den Personen zu stehen. Das macht das Buch so faszinierend - diese intensive emotionale Achterbahnfahrt beim Lesen, die Nähe zu den Charakteren. Ein Buch ist immer nur dann gut, wenn beim Zuschlagen das Gefühl hat, gute Freunde zu verlieren.

Ab dem 12. Februar wissen wir, ob den Machern die Verfilmung gelungen ist. "Twilight"-Beau Edward war auf der Leinwand immerhin nicht annhähernd so anziehend wie im Buch beschrieben. Wie macht sich wohl Jamie Dornan als Mr. Grey? Und schaffen er uns Dakota Johnson es, diese explosive Anziehungskraft vom Buch ins Kino zu holen oder haben sich die Macher auf wilde Sadomaso-Szenen und unbegreiflichen Reichtum beschränkt?