„Alles für die Kunst“ auf Arte

Künstler-Casting: Keine Furcht vor dem Rausschmiss

„Alles für die Kunst“ auf Arte: Künstler-Casting: Keine Furcht vor dem Rausschmiss „Alles für die Kunst“ auf Arte: Künstler-Casting: Keine Furcht vor dem Rausschmiss Foto: arte
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Letzten Sonntag liefen die zwei finalen Folgen der Castingshow „Alles für die Kunst“ auf Arte. Das Konzept dieser Künstlercastingshow ist anders. Die Show ist unaufgeregter: Die sieben Kandidaten der Masterclass dürfen sich bis zum Ende beweisen. Eine Castingshow ohne den sonst zu fürchtenden Rausschmiss. Alle sechs Folgen findet ihr immernoch online – hier erfahrt ihr, warum es sich lohnt, diese noch einmal zu schauen.

„Alles für die Kunst“ begleitete sieben verschiedene Künstler über mehrere Wochen - und das ohne Rausschmiss. Denn aus über 2.000 Bewerbern wurden zwar sieben für die sogenannte Masterclass ausgewählt, aber von diesen wollte man sich dem Konzept nach bis zum Ende nicht trennen. Der Spannungsbogen zum Rausschmiss wird in anderen Castingshows meist bis zur Unerträglichkeit überspannt. In „Alles für die Kunst“ eben nicht. Hier geht es in erster Linie um die Auseinandersetzung mit zeitgenössischer Kunst und um die Arbeit der sieben jungen Künstler der Masterclass.

Die Künstler der Masterclass – darunter auch der in Düsseldorf lebende Künstler Sebastian Mejia

Entschieden hatte sich die Jury für Stephanie Kerckaert, Ismael Dua, Jerome Galvin, Alice Mulliez, Elina Solomonov, Lyes Hammadouche und Sebastian Mejia, der in Düsseldorf lebt und arbeitet. Spannend ist, dass die Künstler alle sehr unterschiedlich arbeiten. So beschränkt sich der Berliner Künstler Ismael Dua auf das DINA4-Format, während die Französin Alice Mulliez vornehmlich mit Lebensmitteln arbeitet.

In jeder Folge warteten unterschiedliche Aufgaben auf die jungen Künstler, vom Selbstporträt in der zweiten Folge bis zur Performance in Folge vier. Die Jury bewertete dann die einzelnen Arbeiten hinter verschlossener Tür, die Künstler bekamen davon also gar nichts mit. Jeder der sieben Künstler, die für die Masterclass auserwählt wurden, durfte bis zum Ende bleiben, wenn er das denn wollte. In der fünften Folge musste sich die Masterclass dann aber leider doch von drei Teilnehmern verabschieden. Diese hatten sich allerdings aus freien Stücken dazu entschieden auszusteigen.

„Alles für die Kunst“ online sehen – eingebettet in ein Gesamtkonzept zum Thema zeitgenössische Kunst

Die Show ist zwar offiziell vorbei, aber auf der Homepage von Arte sind die einzelnen Folgen noch online zu finden - eingehüllt in ein Gesamtkonzept zum Thema zeitgenössische Kunst. Neben allen sechs Folgen findet der Besucher hier auch Workshops und weitergehende Infomationen zu den Künstlern, Mentoren und Juroren. Ein ziemlich interessantes Konzept, das zeitgenössische Kunst und ihre Bewertung in den Vordergrund stellt.

Es gibt keine starren Kriterien, jeder soll selbst dazu angeregt werden, sich mit diesem Thema auseinander zu setzten. Heutzutage werden wir im Alltag mit den verschiedensten Kunstformen konfrontiert. Ein Beispiel ist die Streetart. Ist das Kunst? Vielleicht nicht immer? In welchen Fällen ist sie es? Darüber lohnt es sich einmal nachzudenken – frei nach dem Motto „Ist das Kunst oder kann das weg?“

Wer über den virtuellen Weg hinaus einen Blick auf die Kunstwerke der Masterclass werfen möchte, kann dies noch bis zum 13. Januar 2013 im Zentrum für Kunst und Medientechnologie in Karlsruhe tun.

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