Zelda's kleiner Bruder auf großem Abenteuer

"Oceanhorn: Monster of Uncharted Seas" im Test für PC

Zelda's kleiner Bruder auf großem Abenteuer: "Oceanhorn: Monster of Uncharted Seas" im Test für PC Zelda's kleiner Bruder auf großem Abenteuer: "Oceanhorn: Monster of Uncharted Seas" im Test für PC Foto: Screenshot

Oceanhorn gehört bereits seit Ende 2013 zur Pflichtlektüre für alle mobilen Action-Adventure-Fans: Gestartet auf iOS erscheint der Titel nun auch über Steam auf PC. Wir liefern den Test.

Knuffig, bunt und mit viel Liebe zum Detail: In Sachen visueller Aufbereitung und Spielablauf bedient sich Oceanhorn recht schamlos beim augenscheinlichen Vorbild „The Legend of Zelda: The Wind Waker“ und tritt damit in große Fußstapfen, die es erst einmal auszufüllen gilt. Entwickelt vom finnischen Indie-Studio Cornfox & Brothers (Death Rally) scheint zumindest die spielbestimmende Segel-Mechanik auch auf eine durchaus reale Inspiration schließen zu lassen.

Anmerkung der Redaktion: Alle "tl;dr"-Leser (too long, didn't read) finden unsere brandneue Knappfo-Box nach dem Fazit auf Seite 3!

Die Handlung ist fix erklärt: Als kleiner, namenloser Lulatsch lebt ihr zusammen mit eurem Vater auf einer kleinen Insel in einem Zelt und trauert noch immer um den Verlust der werten Mutter. Um die Sache noch schlimmer zu machen, versucht sich eines Tages auch Herr Papa als Held, um das namensgebende Monster „Oceanhorn“ zu Fischstäbchen zu verarbeiten.

Screenshots und 'ne Buddel voll Rum Oceanhorn: Monster of Uncharted Seas 32 Fotos

Das Ende der Geschichte: Papa weg, Mama weg und Sohnemann allein zu Haus. Anstelle aus den Fehlern der Eltern zu lernen, dürft ihr jetzt selbst die sieben Sachen packen. Irgendwie muss man das fiese Vieh ja zur Strecke bringen können!
Wirklichen Tiefgang bietet die Geschichte an kaum einer Stelle, dafür trefft ihr auf eurem Abenteuer viele schräge Gesellen, faszinierende Fabelwesen und erinnerungswürdige Charaktere. Und wie in jedem guten Abenteuer gilt hier ohnehin das Motto: Der Weg ist das Ziel!

Das „Kiste – Schalter“-Mantra

Im Gegensatz zum „Wind Waker“ spielt ihr Oceanhorn aus einer dreidimensionalen Iso-Perspektive, wobei die Welten recht „blockig“ aufgebaut sind und dezenten Minecraft-Charme versprühen. Dies soll nicht heißen, dass Oceanhorn häßlich ist, ganz im Gegenteil: Insbesondere mit Hinsicht auf die iOS-Herkunft liefern die Entwickler hier einiges an Eye-Candy ab. Das fängt bei den knuffigen Animationen der Helden und Gegner an und hört bei den tollen Wassereffekten noch lange nicht auf. Dennoch solltet ihr natürlich keinen visuellen Überflieger erwarten.

Oceanhorn - image/jpeg

Gegenüber der iOS-Version läuft der Titel nun auch auf höheren Auflösungen reibungslos, was dem Szenario zusätzliches Leben einhaucht und es knackiger auf den Bildschirm pinselt. Nicht ganz überzeugen konnte uns die Bildrate: Zwar läuft Oceanhorn grundsätzlich flüssig, neigt jedoch hier und da zum Grafik-Stottern. Ob dies jetzt an meinem persönlichen PC-Set-up liegt, oder ein generelles Problem darstellt, vermag ich zum Zeitpunkt dieser Zeilen noch nicht endgültig zu sagen. Fakt ist: Der PC-Port kann sich trotz der besagten Schluckäufe mehr als blicken lassen!