"Monster Hunter 4: Ultimate" im Test für Nintendo 3DS

Mit Dungbomben zum Sieg

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Monster Hunter 4: Ultimate im Test | Nintendo 3DS Mit Dungbomben zum Sieg 16 Fotos

Karawane sucht Monsterjäger in Ausbildung! Wir nehmen jeden Lappen! Diesen Eindruck bekommt man zumindest zu Beginn von Monster Hunter 4: Ultimate. Ob sich die Zeit als Lehrling lohnt erfahrt Ihr hier!

Der Zyklus an 3DS-Software im Jahr 2015 beginnt mit einem Knall: Eine neue Produktreihe von 3DS-Konsolen erscheint zusammen mit zwei absoluten Blockbuster-Titeln an ein und demselben Tag. Während das Remake von The Legend of Zelda: Majoras Mask sowieso als Selbstläufer gelten dürfte, wagen es Nintendo und Capcom erneut und geben der im Westen bislang eher als "nischig" geltenden Monster Hunter-Reihe eine weitere Chance.

Während sich Monster Hunter 4: Ultimate in Japan wie bescheuert verkauft und damit fast schon als Haupteinnahmequelle für Capcom gilt, konnten sich bisherige Teile der Reihe hierzulande nie vollends durchsetzen. Als Grund dafür wird oft die hohe Einstiegshürde herangezogen, die uns daran hindert, dem Charme und dem Suchtfaktor von Monster Hunter zu erliegen.

In Monster Hunter 4: Ultimate gibt es diese immer noch, aber immerhin ist sie nicht mehr ganz so hoch, wie in den Vorgängern. Ihr schließt Euch mit Eurem selbst erstellten Avatar einer Karawane an und dient ihr als Waffenarm, um durch das Erlegen und Fangen von umtriebigen Monstern Geld, Karawanenpunkte und seltene Materialien ranzuschaffen. Nach einem sehr cineastischen Einstieg, der Euch sofort vor Augen führt, mit welch gigantischem Getier Ihr Euch im Verlauf Eurer Reise einserseits konfrontiert sehen werdet und wie dünn doch andererseits die Geschichte dieses Spiels ist, enthüllt Monster Hunter 4: Ultimate sein wahres Gesicht: Es simuliert knallhart den Beruf des Monsterjägers.

10201_545e2e48f4bc205783183ea2c0e4af4a_800x600r - image/jpeg Dazu werdet Ihr zunächst Euren Kollegen vorgestellt, Euch werden Eure Kabine samt Inventar (darunter mehrere Katzendiener) und die wichtigsten Orte in der Stadt beschrieben. Textbox reiht sich an Textbox, die dabei durch nur halbwegs lustiges Gesabbel noch weiter aufgepumpt werden. Nach einer gefühlten Ewigkeit dürft Ihr Euch aber Eurer ersten Quest widmen, in der Ihr rohes Fleisch besorgen müsst. Ihr fühlt Euch wie ein Praktikant, der zum Kaffeekochen verdonnert wurde.

Doch all das ist nötig, um ein Gespür für diese Welt und deren Regeln zu entwickeln. Denn Monster Hunter war und ist auch heute noch hochkomplex und nach all dem Gemoser verwirrt es vielleicht, wenn ich jetzt sage: So gut hat noch kein Monster Hunter in das Spiel eingeführt. Es führt kein Weg dran vorbei, dass die Entwickler Euch alles lang und breit erklären, sonst würden viele Zusammenhänge auf der Strecke bleiben, da dieses Spiel nicht immer hochrealistisch aufgebaut ist. Die Umständlichkeit von Monster Hunter ist Teil der Herausforderung.

Trotz des führenden Hand der Entwickler bietet Euch "MH4U" auch viele Freiheiten: Auf Euren Ausflügen in die landschaftlich unterschiedlichen Gebiete (Ebene, erloschener Vulkan, Gletscher, Dschungel) findet Ihr an jeder Ecke neue Items und Gegenstände, die Ihr verwenden könnt. Manchmal ist klar, wofür das Zeug gedacht ist, manchmal könnt Ihr es erst durch das Kombinieren mit einem anderen Item nutzen. Um Euch elendig langes Herumprobieren zu ersparen gibt es eine Kombi-Liste, die sich nach und nach mit Rezepten füllt, sobald ihr die dafür nötigen Materialien besitzt. Wieso man aber den Dung von Monstern brauchen könnte, bleibt anfangs ein Rätsel.



Analog zur Kombi-Liste funktioniert auch das Angebot des Schmieds: Sobald Ihr einen Teil der Items für neue Rüstungsteile oder Waffen beisammen habt, werden diese schon angezeigt und ihr könnt Euch dran machen, die restlichen Dinge zu sammeln. Für jedes Monster gibt es eine passende Rüstung und da Ihr relativ schnell relativ viele verschiedene Monster erlegt, habt ihr auch fix ein Riesenangebot an Rüstungen zur Auswahl.