One Last Big Roadtrip – Teil 1

Mit dem Wohnmobil für 1 Dollar pro Tag unterwegs in Kalifornien

One Last Big Roadtrip – Teil 1: Mit dem Wohnmobil für 1 Dollar pro Tag unterwegs in Kalifornien One Last Big Roadtrip – Teil 1: Mit dem Wohnmobil für 1 Dollar pro Tag unterwegs in Kalifornien Foto: Lisa Harings

Study at the Beach 2016: Wer bloggt hier? Study at the Beach 2016 Wer bloggt hier? Zum Artikel » Unsere Kollegin Lisa Harings (24) hat ein halbes Jahr in Long Beach (Kalifornien) studiert und hat nun zwei Monate Zeit, die USA zu bereisen. In ihren letzten Wochen ist sie nicht nur in Florida, New York und Chicago gewesen, sondern auch 15 Tage lang mit ihren Freunden von Long Beach nach Seattle gereist. Heute erzählt sie vom ersten Teil ihrer Reise und wie man ein Wohnmobil für einen Dollar pro Tag mietet.

Während meines Auslandssemesters habe ich einige deutsche Freunde kennengelernt, von denen ein paar noch bis Ende Juni in den Staaten sind. Da wir alle seit Semesterende keine Wohnungen mehr haben, entschließen wir uns gemeinsam zu reisen.

Wir sind sechs Leute aus Deutschland, davon drei Jungs und drei Mädels: Victor, Philipp, Stefan, Anne, Maxi und ich. In den ersten paar Tagen werde ich erst einmal nur mit Victor und Stefan reisen, da Anne mit zwei Freundinnen unterwegs ist, Philipp mit seinen Jungs in San Francisco ist und Maxi eine Freundin in Minnesota besucht. Wir haben die Reise in Abschnitte eingeteilt, nach und nach werden alle zum Roadtrip dazustoßen und wir sie einsammeln.

One Last Big Roadtrip – Teil 1 Mit dem Wohnmobil für einen Dollar pro Tag durch Kalifornien 19 Fotos

Tag 1: Dinner am Meer und Camping in Pismo Beach

Zu Beginn sind es also nur Stefan, Victor und ich. Die beiden haben einen ziemlich cleveren Deal im Internet gefunden: Wir mieten ein Wohnmobil für nur einen Dollar pro Tag! Es handelt sich um eine Überführung, das heißt wir bringen das Wohnmobil wieder an den Ort zurück, wo es vom Vormieter abgeholt wurde. Solche Deals findet man immer wieder, wenn man nur nach "RV relocation" bei Google sucht.

In unserem Fall bringen wir das Wohnmobil innerhalb von drei Tagen von Long Beach zurück nach Oakland. Stefan, Victor und ich starten montags gegen 16 Uhr und nehmen unsere Freundin Maxi mit, die wir unterwegs am Flughafen rauslassen, von wo aus sie zu ihrer Freundin nach Minnesota fliegt.

Wir kaufen ein paar Kleinigkeiten fürs Abendessen und Frühstück ein und machen es uns gemütlich. Hier ist ganz schön viel Platz für drei Leute! Jeder hat ein eigenes Doppelbett. Unseren erster Stopp legen wir kurz vor Ventura ein, wo wir direkt am Meer parken, um dort Abendessen zu kochen und den Sonnenuntergang zu schauen. Es fühlt sich so gut an, nochmal hier zu sein. Bereits nach dem letzten Roadtrip entlang der Westküste wusste ich, dass ich nochmal zurückkommen werde. Und nun bin ich plötzlich hier. Ohne den Sightseeing-Stress fühlt es sich ganz anders an. Man kann sich ganz auf den Moment einlassen und die atemberaubende Kulisse auf sich wirken lassen.

Der große Roadtrip Part 1 - image/jpeg

Nach unserer kleinen Stärkung fahren wir weiter nach Pismo Beach, wo wir spätabends auf dem Campingplatz gleich hinter der großen Düne ankommen. Wir parken das Wohnmobil, bauen alle Betten auf und machen alles fertig für die Nacht. Total erschöpft von diesem aufregenden Tag fällt jeder in sein eigenes Bett.

Tag 2: Dünenwanderung in Pismo Beach und Stadttour in Carmel-by-the-Sea

Am nächsten Morgen stehen wir auf, frühstücken und gehen duschen. Da die Düne gleich am Campingplatz liegt, machen wir eine kleine Wanderung dorthin und genießen die atemberaubende Aussicht auf das Meer. Es handelt sich um gleichen den Strand, den Maxi und ich bei unserem Spring Break-Roadtrip in Pismo Beach besucht haben: Hier dürfen Wohnmobile und Autos auf den Sand fahren und können somit gleich am Wasser parken. Die beiden Jungs und ich hingegen befinden uns auf dem riesigen Sandhügel und können auf das Meer hinunterschauen, ohne mit dem Wohnmobil dorthinzufahren.

Der große Roadtrip Part 1 - image/jpeg

Später machen wir uns auf den Weg und fahren nach Carmel-by-the-Sea. Das war ein kleiner Wunsch von mir, da wir es beim letzten Mal nicht dorthin geschafft hatten und uns von so vielen erzählt wurde, wie schön es dort sein soll. Wir fahren mit dem Wohnmobil durch die kleinen, verwinkelten Gassen und bleiben plötzlich stecken. Sackgasse! Ich kann nur davon abraten, die Stadt per Wohnmobil zu erkunden. Die beiden Jungs kommen richtig ins Schwitzen, als sie das riesige Gefährt aus den steilen Sackgassen wieder rauslotsen ;-)

Nachdem wir einen sicheren Parkplatz bei einem Supermarkt gefunden haben, wandern wir zum Strand. Uns erwartet ein wunderschöner Ausblick am Meer. Carmel ist einer der schönsten Orte, die ich an der kalifornischen Küste gesehen habe. Mir gefällt der Strand dort sogar mit am besten von allen, die ich in Kalifornien kenne. Die Architektur der Stadt ist total süß, überall stehen kleine, verwinkelte Häuschen, so dass man meinen könnte, hier wohnen Zwerge. Auf der Ocean Avenue und in den Seitenstraßen gibt es wundervolle Galerien, Restaurants, Gourmetboutiquen und Cafés. Wenn ich später mal alt und schrumpelig bin, ziehe ich hierhin!

Der große Roadtrip Part 1 - image/jpeg

Nach Sonnenuntergang fahren wir per Uber wieder zurück zum Wohnmobil. Nun geht es weiter nach Oakland, wo wir auf einem Walmart-Parkplatz übernachten werden. Das ist den Staaten ziemlich üblich, da Walmart auf den meisten Parkplätzen ausdrücklick Overnight-Parking erlaubt. Gegen halb eins nachts kommen wir dort an und fallen auch gleich ins Bett.

Am nächsten Morgen stehen wir auf, gehen im Wohnmobil duschen, frühstücken zusammen und packen alle Sachen zusammen, um das Wohnmobil abzugeben und den Mietwagen für die nächsten Tag abzuholen. Bei der Mietwagen-Station bekommen wir einen weißen Familien-Van, der uns in den nächsten beiden Wochen zum Lake Tahoe, nach Oregon und schließlich Seattle bringen wird. Unser nächster Halt ist der Flughafen, wo wir unsere Freundin Anne abholen und mit ihr zum Lake Tahoe fahren. Nächste Woche lest ihr, wie es dort weitergeht!

Lisa Harings (24) schreibt auf TONIGHT.de darüber, wie sie es geschafft hat, ihr Auslandssemester komplett alleine auf die Beine zu stellen und teilt all die Momente, Eindrücke und verrückten Erlebnisse, die ihr in ihrem Auslandssemester und auf dem Weg dorthin begegnen werden. Alle Texte von Lisa findet ihr auf TONIGHT.de/travel!

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