Genial: Der erste Stop-Motion-Shooter!

Superhot im Test für PC

Genial: Der erste Stop-Motion-Shooter!: Superhot im Test für PC Genial: Der erste Stop-Motion-Shooter!: Superhot im Test für PC Foto: SUPERHOT Team

Auf diese Prämisse hätte man auch früher kommen können: Im visuell spartanischen Ego-Shooter bewegen sich eure Feinde nur, wenn ihr euch bewegt. So lassen sich selbst schwierigste Situationen dank andauernder Zeitlupe hervorragend meistern.

Doch das ist leichter als gesagt: Obwohl die Zeit beim Stillstand tatsächlich "fast" anhält (in Wahrheit bewegen sich die Gegner in Schneckengeschwindigkeit weiter auf euch zu), sind die gegnerischen Geschosse dann doch schneller bei euch, als ihr "In Deckung!" rufen könnt. Demzufolge entpuppen sich viele Situationen mehr als Rätsel, denn als Reaktionstest: Welchen Gegner schalte ich WANN und WOMIT aus, um lebend aus der Sache herauszukommen?

Eingebettet ist die stark stilisierte Ballerei in einen abstrusen Ausflug in alte Computerzeiten, inklusive flackerndem Monitor, aufpoppenden Nachrichten eines virtuellen Kollegen und jeder Menge ".exe"-Dateien, die ihr per Klick aktivieren müsst. Selbst eine Handlung ist in die aufeinanderfolgenden Challenges eingebettet.

Letztere bedienen sich derweil munter beim Action-Kino: Einmal werdet ihr in einer Knastzelle angegriffen, ein anderes Mal metzelt ihr euch durch ein Restaurant, oder eine einsame Gasse. Per Fausthieb oder Flaschenwurf lasst ihr bewaffnete Gegner nach hinten taumeln und sammelt wiederum ihre Waffe aus der Luft ein, um die nachrückenden Gesellen in Rot vom Bildschirm zu fegen.

Erledigte Gegner zerspringen dabei laut klirrend in einem roten Scherbenhaufen. Kopfschüsse sehen übrigens nur cool aus: Wo ihr die Gegner trefft ist vollkommen wumpe, denn ein Treffer mit einer Knarre (sei es Pistole, Schrotflinte oder automatisches Gewehr) sorgt bereits für den Instant-Kill.

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Dasselbe gilt leider auch für euch selbst: Ein Treffer und alles wird zurück auf "Los!" gesetzt. Dank der praktisch nicht vorhandenen Ladezeiten kommt dabei nur dann Frust auf, wenn man sich keine Zeit lassen will. Wer blindlings durch die Level spurtet sollte ein Reaktionsvermögen jenseits der Matrix haben, um zu überleben.

Schräg: Im späteren Spielverlauf könnt ihr Gegner per Knopfdruck "übernehmen" und wechselt daraufhin mit ihnen die Position. Ein weiterer Garant für clevere Puzzle-Spielchen.

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Fazit

Superhot bietet eine der interessantesten Spielmechaniken der letzten Jahre und verbindet diese mit einer äußerst schrillen, anfangs eventuell sogar abstoßenden, visuellen Hülle. Unser Tipp: Lasst euch nicht abschrecken, denn hinter dem Titel steckt tatsächlich eines der cleversten Spiele, die uns zuletzt über den Weg gelaufen sind.

Einen Malus gibt es für den Indie-Hit dann leider doch: Die Spielzeit für die gesamte Handlung kommt auf kaum mehr als 3 bis 4 Stunden. Immerhin wartet danach ein "Endlos-Modus" auf euch, der aufgrund des doch sehr puristischen Grafikstils leider nicht allzu lange fesseln kann.

Superhot erhält von uns 8 von 10 stylishen Kopfschüssen, 4 von 5 per Katana zerteilten, roten Personen und 81 Prozent Innovationsbonus. Daumen hoch!

Übrigens findet ihr Superhot nicht nur digital auf Steam, sondern tatsächlich auch als physische Collector's Edition im Handel (beispielsweise über amazon.de).

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