Der Berg ruft

Steep im Test für PlayStation 4

Der Berg ruft: Steep im Test für PlayStation 4 Der Berg ruft: Steep im Test für PlayStation 4 Foto: Ubisoft
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Seit vielen Jahren warten Fans winterlicher Funsportspiele auf frisches Futter. Ubisoft versucht mit dem neuen Titel Steep dieses Genre wiederzubeleben. Das Spiel trumpft mit einem riesigen Umfang und vielen Multiplayerkomponenten auf. Im Test klären wir, ob sich der Ausflug in die Alpen lohnt.

"Have it your way!" – so könnte das Motto von Steep lauten. Schier endlose Pisten, Aufgaben und Individualisierungsmöglichkeiten sind im Spiel integriert. Langeweile kommt dabei sicherlich nie auf.

Starten tut ihr mitten auf einem schneeweißen Berg, auf dem ihr euch die Sporen verdienen müsst. Diese ersten Aufgaben sind die Einleitung in das Spiel und machen euch mit der grundsätzlichen Spielmechanik vertraut. Und den vier unterschiedlichen Sportarten, denen ihr nachgehen könnt. Je nach Lust und Laune könnt ihr entweder euer Snowboard oder die Skier umschnallen, euch an Paragliding versuchen oder euch ins hautenge Wingsuit quetschen.

In den vielen unterschiedlichen Skigebieten könnt ihr an verschiedenen Events teilnehmen. Zum Beispiel Punkte- und Zeit-Challenges. Wer Lust hat, kann sich nahtlos mit anderen Spielern zusammentun und gemeinsam über die Pisten heizen und neue Highscores setzen oder Freunde herausfordern. Besonders stylisch: die Replay-Funktion. Hiermit könnt ihr eure Stunts und Fahrten aus unterschiedlichen Perspektiven neu erleben und teilen. Besonders die Go-Pro-Helmkameraaufnahmen machen dabei einiges her.

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Sail away

Mit der Zeit kristallisiert sich bei euch mit Sicherheit eine Parade-Disziplin heraus. Ich persönlich liebe das Snowboarden und Skifahren, tue mich beim Paragliding dafür schwer. Das hängt aber auch damit zusammen, dass diese Sportart im Spiel einen etwas schwerfälligen Eindruck macht. Die Zeitaufgaben ziehen sich wie Kaugummi, sodass das Erreichen einer Goldmedaille zur Geduldsprobe wird. Die Etappen mit Wingsuit hingegen sind eher etwas für Adrenalinjunkies und verlangen vor allem gutes Timing.

Das Schöne an Steep: die Reisen in die unterschiedlichen Skigebiete funktionieren ohne Ladezeiten und reibungslos. Hierfür ruft ihr einfach die Karte des Spiels aus und wählt eure Dropzone von der ihr starten wollt. Insgesamt gibt es weit über 100 dieser Startzonen, die wiederum unterschiedliche Aufgaben für euch parat haben. Natürlich könnt ihr auch einfach so durch die Natur fahren, die Landschaft genießen und neue Spots suchen. Langweilig und eintönig wird es dadurch nie.

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Winterwonderland

Technisch macht Steep eine gute Figur. Optisch gibt es für die enorm große Spielwelt und die Schnellreise ohne Ladefunktion nichts zu meckern. Die Animationen der Spielfiguren sind gut umgesetzt und selbst spektakuläre Manöver aber auch Stürze sind realistisch eingefangen. Die unterschiedlichen Tageszeiten am Berg sorgen dabei stets für Abwechslung. Als kleinen Bonus könnt ihr die Tageszeit jederzeit stufenlos anpassen.

Zudem präsentiert sich die musikalische Untermalung des Spiels durchgehend stimmig. Ruhigere Töne begleiten euch beim Paragliding, gleichzeitig werden die Beats bei schnellen und rasanten Abfahrten schneller und treibender.

Kritikwürdig: Wie so viele Open-World-Spiele ist auch Steep "always online". Will heißen: Ohne Online-Anbindung könnt ihr das Spiel gar nicht erst starten. Damit seid ihr erstmal auch wieder auf Gedeih und Verderb den Ubisoft-Servern ausgeliefert. Bislang gibt es an dieser Front aber nichts zu mäkeln.

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Get Tricky

Wer sich mit Steep ein neues SSX erhofft, den muss ich leider enttäuschen. Das Spiel hat zwar einige Aufgaben, in denen ihr Trickpunkte sammeln müsst, ausgefallene Stunts wie in EAs Funsportklassiker sind aber leider nicht möglich. Dennoch werden die Touren mitunter sehr spektakulär – natürlich abhängig von der gewählten Abfahrt.

Leider sind die Trick-Moves dagegen nicht so intuitiv und ihr erhaltet nicht das erhoffte Feedback für gelungene und besonders ausgefallene Manöver. Spaß machen die waghalsigen Stunts natürlich trotzdem. Dennoch solltet ihr euch darauf einstellen, dass ihr anfangs etwas Zeit benötigen werdet, um das richtige Timing für Sprünge, Tricks und vor allem für eine saubere Landung zu lernen.

Fazit

Ich habe große Hoffnungen in Steep gesetzt. Grundsätzlich wurden diese auch erfüllt. Die offene Spielwelt ist eine riesige Spielwiese für Schneehasen und Extremsportler. Die unterschiedlichen Aufgaben und Sportarten sind fordernd, aber nie unfair.

Lediglich die Paragliding-Aufgaben konnten mich nicht wirklich überzeugen. Die Möglichkeit, schnell von Event zu Event zu springen dafür umso mehr. Leerlauf gibt es nie und selbst das freie Abfahren und herumfliegen macht eine Menge Spaß. Alles in allem ist Steep endlich mal wieder ein Funsport Spiel, das über einen langen Zeitraum motivieren kann und ausreichend Abwechslung für viele Spielstunden bietet.

Steep bekommt von uns daher 4 von 5 erfolgreiche Abfahrten, 77 von 100 gut gewachste Skier und 8 von 10 verheilte Knochenbrüche.

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