Die Rattenfänger

"Warhammer: End Times - Vermintide" - Preview

Die Rattenfänger: "Warhammer: End Times - Vermintide" - Preview Die Rattenfänger: "Warhammer: End Times - Vermintide" - Preview Foto: Fatshark

Die Orks machen eine Pause: Wir ziehen zusammen mit vier Mann in den Krieg gegen die fiesen "Skaven". Die Rattenmenschen legen eine ganze Stadt in Schutt und Asche, jetzt wird es Zeit für den Gegenschlag!

Warhammer-Fans haben aktuell allen Grund zur Freude: "Warhammer 40.000: Regicide" ist ein hervorragendes Strategie-Spiel, "Mordheim: City of the Damned" bereits als "Early Access" spielbar, "Blood Bowl 2" eine sportliche Alternative und für 2016 steht bereits das Triple-A-Strategievergnügen "Total War: Warhammer" auf dem Plan.

"Warhammer: End Times - Vermintide" komplettiert das dicke Warhammer-Paket mit einem Koop-Spiel aus der Ego-Perspektive, welches euch gegen Horden an wilden "Skaven" antreten lässt. Dabei ist der Titel weniger "Ego-Shooter", als "Ego-Fighter": Anstelle nur auf Schusswaffen zu setzen, erwehrt ihr euch der anrückenden Rattenhorden auch mit Degen, Axt und Schwert.

Aktuelle und äußerst ausführliche Spieleindrücke zur Closed-Beta liefert euch der zynische Brite in seinem neuesten Video:

Es ist eine knifflige Aufgabe Spiele aufzulisten, die Ego-Nahkampf gut umgesetzt haben: "Chivalry" ist sicher eines, "Dishonored" ein weiteres. Nach unseren Eindrücken von der Gamescom kann "Vermintide" hervorragend mit der Konkurrenz mithalten: Die Spielmechanik flutscht locker vom Finger, ist gleichzeitig aber komplex genug um nicht zu langweilen.

Hervorragend gefallen hat uns die Block-Mechanik: Schilder lassen euch nicht unendlich lange blocken, anstelle schrumpfen mit jedem blockierten Schlag oder Geschoss die fünf Schildsymbole - wer alle verliert, lässt die Deckung zwangsweise zu Boden sinken. Aufladbare "Charge"-Attacken und spezielle Tricks, sowie in den Leveln versteckte "Bomben" werten die Kämpfe weiter auf.

Wie ihr sicher schon an den Bildern gesehen habt, findet "Vermintide" im Fantasy-Kosmos von Warhammer sein Zuhause: 40k-Fans werden hier nicht bedient. Ausgangspunkt des finsteren Abenteuers ist die Stadt "Ubersreik" und deren nähere Umgebung: Das Imperium ist von dem Einmarsch wilder Nordmänner abgelenkt und erkennt zu spät, dass sich in den Tiefen unter der Stadt noch eine ganz andere Bedrohung angebahnt hat.

In den Krieg gegen die Ratten ziehen nun vier Helden: "Vermintide" ist ein reiner Koop-Titel und bietet im Gegensatz zu vielen anderen Horde-Titeln keinen PvP-Modus. Die Grundmechanik ist derweil sicher am besten mit dem Valve-Klassiker "Left 4 Dead" vergleichbar: Metzelt euch durch diverse Level, vollführt hier und da ein spezielles Event und erreicht heil das Ende. Zu den Events gehört beispielsweise die Aufgabe explosive Fässer von A nach B zu bringen - einfacher gesagt, als getan, wenn hunderte Ratten die düsteren Straßen und Hinterhöfe fluten.

Ebenfalls ähnlich wie in "Left 4 Dead" kommt die Auswahl der Gegner daher: Hundertschaften an Rattenmenschen werden meist zufällig ergänzt durch spezielle Einheiten wie "Gatling-Gun"- und "Gift"-Ratten, während schwer gepanzerte Patrouillen und Bossgegner wie der "Ratogre" schnell kurzen Prozess mit eurer Truppe machen können. 

Für den Kampf zur Wahl stehen fünf einzigartige Charakterklassen, wobei die schwedischen Entwickler von "Fatshark" bereits angekündigt haben, dass nach der Veröffentlichung noch weitere Helden folgen werden - "DLC" liegt in der Luft, sozusagen.

Die akutelle Auswahl beinhaltet den kräftigen Dwarf Ranger, inlusive Axt, Schild und Armbrust, den Langschwert-tragenden Empire Soldier "Markus Kruber", den mit Feurbällen um sich schmeißenden Bright Wizard, den cleveren, auf Dolche und Bogen setzenden Waywatcher, und den "Witch Hunter", einen düsteren Helden mit Dual-Pistolen und Degen. 

Es ist eine hohe Kunst einen Titel wie "Vermintide" auch auf längere Zeit spannend zu halten: Wer sich durch alle Level gekämpft hat, würde ansonsten schnell die Kimme ins Korn werfen. Für Langzeitmotivation soll unter anderem das clevere "Loot"-System sorgen, welches euch nach jedem Level - je nachdem, wieviele Ziele ihr erreicht habt - Würfel zuweist, mit denen ihr wiederum spezielle Ausrüstung erwürfeln könnt.

Das spornt die Motivation beinahe ebenso an, wie das Öffnen eines Kartenpakets in "Hearthstone": Die zusätzlichen Gegenstände kommen mit verschiedenen Eigenschaften und Effekten daher und rangieren bis hin zum sagenumwobenen "Legendary". Hinzukommt natürlich das Interesse auch die anderen Charakterklassen auszuprobieren und dem eigenen Spielstil anzupassen - da muss man sich um Langzeitmotivation eigentlich keine Sorgen machen.

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Audiovisuell ist "Warhammer: End Times - Vermintide" übrigens stets auf "Tripe A"-Niveau: Hervorragende Animationen, toll gestaltete Level mit viel optischer Abwechslung, starke Licht-, Wind- und Wetter-Effekte, sowie das hervorragende Design der Ratten lassen abseits von einigen Clipping-Fehlern im Gewusel eigentlich kaum Platz für Kritik. Zudem stammt der Soundtrack zum Spiel aus der Feder von Jesper Kyd - der populäre Sound Designer und Komponist ist seit 1990 in der Spiele-Szene verwurzelt und war schon musikalisch federführend in Spielen wie Assassin's Creed, Hitman, Borderlands und Darksiders II.

Kurz: Mit "Vermintide" kommt ein extrem starkes Koop-Abenteuer auf uns zu, dass ihr euch unbedingt vormerken solltet!

Erscheinen soll "Warhammer: End Times - Vermintide" am 23. Oktober über Steam. Im ersten Quartal 2016 soll der Titel dann für PlayStation 4 und Xbox One folgen.

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