Gestrandet mit T-Rex

"Robinson: The Journey" im Test für PlayStaiton VR

Gestrandet mit T-Rex: "Robinson: The Journey" im Test für PlayStaiton VR Gestrandet mit T-Rex: "Robinson: The Journey" im Test für PlayStaiton VR Foto: Crytek
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Bisher blieb die viel beschriebene “Killer-App” für Sonys Virtual Reality-Brille aus. "Robinson: The Journey" scheint jedoch ein vielsprechender Kandidat zu sein: Das ambitionierte Projekt des deutschen Studios Crytek lässt euch gestrandet auf einen fremden Planeten zurück. In unserem Test verraten wir, ob sich die virtuelle Reise lohnt.

Eigentlich ist das Frankfurter Unternehmen Crytek eher für Shooter-Einlagen und Action (Crysis, Ryse) bekannt. In "Robinson: The Journey" ist das etwas anders. Held Robin hat den Absturz seines Raumschiffes auf einem fremden Planeten nur knapp überlebt - in seiner Haut erkundet ihr nun die nicht immer friedvolle Welt.

Dabei durchstreift ihr dichte Wälder und erfreut euch an umwerfenden Panoramen - für Kopfzerbrechen sorgen einige knifflige Rätsel und die Tierwelt, welche primär aus Dinosauriern besteht. Wie bereits erwähnt muss Robin beim Aufeinandertreffen mit den teils Hochhaus-hohen Dinos auf Waffen verzichten, dafür greift er zum praktischen "Muli-Tool". Mit diesem lassen sich die Urzeitriesen scannen und nachfolgend als 3D-Diorama betrachten. Auch die Interaktion mit der Umgebung läuft meist über das Multi-Tool.

Mit T-Rex und KI auf Tour

Ganz auf euch allein gestellt seid ihr bei euren Wanderungen nicht. Stets an eurer Seite sind Baby T-Rex "Laika" und eure treue KI-Einheit "Higs", die euch gerne mit Tipps zur Seite steht.

Spielerisch ist "Robinson: The Journey" eine Art Walking Simulator mit kniffligen Rätseln. Knifflig leider oft nur, weil die Steuerung des Spiels nicht perfekt ausgereift scheint. Ihr spielt den Titel ausschließlich mit dem PS4 Controller, obwohl der Move-Controller eine Wohltat gewesen wäre. Durch die teils ungenaue und hakelige Steuerung kann es während des Spieldurchgangs hier und da zu einigen unangenehmen Trial and Error Passagen kommen.

Ansonsten ist das Spiel, Crytek typisch, technisch das Non plus ultra aller bislang veröffentlicher VR-Titel - kein anderes Spiel kann es audiovisuell mit "Robinson: The Journey" aufnehmen. Besonders mit der zusätzlichen Power der PS4 Pro erstrahl das Spiel in all seiner Blüte. Die Bewegungen der Dinosaurier sind ebenfalls mit sehr viel Liebe zum Detail animiert.

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Kurzes Abenteuer

Je nachdem wie viele Probleme ihr mit der Steuerung des Spiels haben werdet, variiert die Spielzeit bis zum Epilog: Mit Sicherheit ist das Spiel nicht länger als 7 Stunden, geübte VR-Daddler komplettieren alles in 4 bis 5 Stunden, bis der Abspann über den Bilschirm flimmert. Einen hohen Wiederspielwert bietet der Titel leider nicht.

Klar, so ein Spiel in dieser Detailfülle zu programmieren ist aufwendig, doch über ein bisschen mehr Spielzeit hätten wir uns dann doch gefreut. Besonders weil "Robinson: The Journey" sehr immersiv ist. Die gute Grafik, die unterhaltsamen Begleiter und die spannenden Begegnungen mit anderen Dinosauriern ergeben ein wirklich gutes Gesamtbild.

Fazit

Alleine die technische Umsetzung macht "Robinson: The Journey" zu einem echten VR-Highlight. Auch die Begleiter und die Atmosphäre des Spiels haben uns voll und ganz überzeugen können.

Doch einen Haken hat das Ganze: den Preis. Crytek verlangt für die kurze Reise stolze 60 Euro. VR Enthusiasten können dennoch getrost zugreifen, denn das Spiel entführt den Spieler in eine wunderbare und aufregende Welt. Wenn ihr hingegen erst einmal einen Blick in die virtuellen Welten werfen wollt, liegt die Hemmschwelle möglicherweise etwas höher. Wartet in dem Fall einfach noch etwas ab, bis der Titel günstiger zu haben ist.

"Robinson: The Journey" bekommt von uns 4 von 5 erfolgreiche Erkundungen, 7 von 10 Multi-Tool-Batterien und 74 von 100 Prozent Immersion.

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