Frische Drinks vom Carlsplatz

Was für ein Saftladen!

Frische Drinks vom Carlsplatz: Was für ein Saftladen! Frische Drinks vom Carlsplatz: Was für ein Saftladen! Foto: Shutterstock.com
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Vor 25 Jahren gab es nur Orangensaft auf dem Carlsplatz. Heute kommen bei Eva Adamidou auch Kurkuma und Fenchel in den Mixer.

Den Scherz, dass sie ja in einem richtigen Saftladen arbeitet, hat Eva Adamidou natürlich schon oft gehört. Das Lachen darüber ist der Markthändlerin aber noch nicht vergangen - sie ist ein fröhlicher Mensch, der viel und gerne lacht. Vor 15 Jahren hatte sie damit begonnen, ein paar Stunden auf dem Marktstand auszuhelfen. "Das war nur so nebenbei", erinnert sie sich. Der damalige Besitzer, ein eingefleischter Düsseldorfer, hatte den Namen des Saftladens mit einem Augenzwinkern gewählt. Als dieser vor zehn Jahren starb und seine Partnerin das Geschäft nicht fortführen wollte, übernahm Adamidou kurzentschlossen den Stand.

Der besondere Wochenmarkt Tour über den Carlsplatz 52 Fotos

"Ich habe den Laden geliebt und wollte nicht, dass er geschlossen wird", sagt die gebürtige Griechin, die im Alter von 15 Jahren nach Deutschland kam. Ständig neue Menschen treffen, mit frischen Lebensmitteln arbeiten und die besondere Atmosphäre auf dem Marktplatz - das war von Anfang an ihr Ding. Und schließlich war Adamidou das Dasein als Selbstständige schon vertraut. Auf der Tussmannstraße in Pempelfort hatte sie längere Zeit eine Trinkhalle betrieben, bevor diese zu einem Café umgebaut wurde. Ihre Präsenz ist auch auf dem Carlsplatz gefragt: Sechs Tage die Woche von 8 bis 18 Uhr steht die Händlerin mit einem oder zwei Kollegen hinter der Theke des Saftladens - im Sommer kommen noch ihre Tochter und ihr Neffe als Aushilfen dazu.

Beliebte Mischung: Apfel und Kurkuma

Den Smoothie-Trend hat Adamidou vor vier Jahren im Saftladen aufgegriffen. "Damals waren die Kunden noch skeptisch und kauften grüne Säfte nur zögerlich", erinnert sie sich. Heute sind sie nicht mehr wegzudenken. Mittlerweile bietet der Marktstand an die 70 Säfte an. Bei den Fans der gesunden Getränke gerade angesagt sind solche mit Kurkuma. "Die meisten kennen das Gewürz nur als Pulver, wir verarbeiten es aber als Wurzel, so wie auch beim Ingwer", sagt die Händlerin, bricht ein Stück der kleinen Wurzel ab und zeigt das orangefarbene Innere. "Es riecht nach Curry, ist aber nicht so scharf."

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Beliebt ist zurzeit die Mischung von Kurkuma-Möhre-Apfel, vor allem für diejenigen, die gerne etwas Neues ausprobieren, aber dabei nicht zu viel wagen möchten. Unerschrockenere wählen Spinat-Mango-Minze-Apfel und nehmen das Getränk als eine kleine Mahlzeit. Auch Fenchel, der manch einem als Tee in unguter Erinnerung ist, erlebt im Smoothie ein Comeback. Die Anhänger der grünen Säfte haben das gute Gefühl, mit dem vitaminreichen Getränk etwas für ihre Gesundheit zu tun.

Adamidou schwört auf Orange-Ingwer-Apfel

Adamidou selbst, die Tag für Tag draußen arbeitet, schwört auf Orange-Ingwer-Apfel und sieht durchaus einen Zusammenhang mit ihrer robusten Gesundheit: "Ich war seit Jahren nicht krank, eine Erkältung kenne ich gar nicht." Wegen des Gesundheitsaspekts sind Smoothies wohl auch bei den Jüngeren beliebt, glaubt Adamidou. Allerdings hat sie bei den jüngeren Frauen schon häufiger beobachtet, dass sie zwar gerne gesunde Getränke kaufen, aber auf die Zigarette nicht verzichten wollen. Am Schluss stellt die Händlerin dann noch ein Getränk auf den Tisch und lässt die Besucherin raten, was es ist. Es schmeckt scharf, fruchtig, aber nicht zu süß. Ananas mit Ingwer? Von wegen. Fenchel, Ingwer und Apfel. Wirklich Fenchel? "Frisch schmeckt er ganz anders."

Quelle: RP