Cøffe am Carlsplatz

Neues Café im skandinavischen Stil

Cøffe am Carlsplatz: Neues Café im skandinavischen Stil Cøffe am Carlsplatz: Neues Café im skandinavischen Stil Foto: Hans-Jürgen Bauer
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Das mit den Latte- Macchiato-Eltern ist nun vorbei. Wer in der Kaffeeszene etwas auf sich hält, der meidet jeden Schnickschnack. Latte-Machiato-Eltern trinken heute Filterkaffee. In Berlin, in Hamburg - und jetzt auch in Düsseldorf. Hier ist das Neuland.

Bei Kaffeekennern- und liebhabern geht es schon länger um mehr Klarheit, um Kaffee in seiner originären Form, um Wertschätzung für das Produkt. Und nirgends wird diese Liebe für das Einfache und Reduzierte mehr gelebt und vorgelebt wie in Skandinavien. Und diese Liebe will Barista Eike Brand nun auch in der Landeshauptstadt etablieren.

Die Frage dabei aber ist: Sind die Düsseldorfer schon bereit dafür? Seit etwas mehr als einer Woche hat das Cøffe (mit skandinavischen ø) am Carlsplatz in den ehemaligen Räumen des Diät- und Reformhauses geöffnet. Ein Teil der alten Einrichtung ist erhalten geblieben. Regale, Holzverkleidung. Dazu ein paar alte Nierentische im Stil der 60er Jahre, eine gläserne Theke, ein moderner Kronleuchter - mehr braucht es nicht. Es geht ja um den Kaffee.

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Und der schmeckt im Cøffe eben ganz anders: "Hier kann man keinen klassisch italienischen Espresso erwarten", sagt Betriebsleiter und Konzeptgeber Eike Brand. Das mögen Liebhaber einer rauchigen Note schade finden, aber das Cøffe, sagt Eike Brand, ist ein Ort, an dem man Neues entdecken kann. Und wer sich darauf einlasse, komme sicherlich schnell auf den Geschmack. Ein Ort für Liebhaber, Kenner und Neugierige also.

Unser Kaffee ist wirklich anders

Aber was ist denn nun so besonders an diesem Kaffee? "Es fängt bei der Röstung an", sagt der 27-Jährige. "Unsere Kaffeebohnen werden heller und schonender geröstet." Das macht die Düsseldorfer Rösterei Schvarz, hundert Prozent Arabica, die Hausmischung besteht aus äthiopischen und brasilianischem Kaffee. "Kann man auch bei uns kaufen", sagt Brand. "Unser Kaffee ist wirklich anders. Fruchtiger, aromatischer - mit Noten von Johannisbeere, Erdbeere, Zitrusfrüchten."

An den heißen Sommertagen gibt es diese Note dann auch in kalt. Auch das so klar wie möglich, versteht sich. Der kalt gebrühte Kaffee - Cold Brew - wird im Cøffe im Kristallglas serviert. Dazu ein süßes Mürbeteigbrötchen mit Mascarpone und Marmelade. Scones, heißt das britische Teegebäck. In der Düsseldorfer Café-Landschaft habe "das gewisse Etwas" gefehlt, sagt der gebürtige Oldenburger, der nun auf die Neugier der Hauptstädter hofft.

Quelle: RP