"This must be just like Racing in Paradise!"

Burnout Paradise Remastered im Test

"This must be just like Racing in Paradise!": Burnout Paradise Remastered im Test "This must be just like Racing in Paradise!": Burnout Paradise Remastered im Test Foto: EA
Von |

"Burnout" ist für Liebhaber von Arcade-Rennspielen legendär: Die spektakulären Crashes, Stunts und waghalsigen Manöver haben in der Vergangenheit für den einen oder anderen Adrenalinschub gesorgt. Einer der Klassiker der Serie, Burnout Paradise, ist zum zehnten Jubiläum des Spiels für die aktuelle Konsolengeneration technisch aufgewertet worden: Ob die Raserei auch heute noch genauso spektakulär wie früher ist, klären wir im Test.

Oh wie schön ist Paradise City! Zugegeben: Vor zehn Jahren war ein Open-World-Racer noch etwas ganz besonderes. Es war eher üblich, dass bei Rennspielen lediglich ein Event nach dem anderen angewählt werden konnte. Auch für die Burnout-Reihe war das Prinzip der offenen Spielwelt von Paradise ein Schritt ins Unbekannte.

Die heutige Entwicklung (Rennspiele ohne "Open-World" sind mittlerweile eher die Regel, als die Ausnahme) zeigt, dass Entwickler Criterion schon damals ein Händchen dafür hatte, die Zeichen der Zeit zu erkennen.

Wenn ihr schon damals die Straßen von Paradise City unsicher gemacht habt, werdet ihr euch schnell wieder zurechtfinden. Mit einem Unterschied: Die Action auf dem Bildschirm läuft nun mit butterweichen 60 Bildern in der Sekunde und wurde auf eine 4K-Auflösung aufgeblasen. Das hat zur Folge, dass das Remaster gut mit der Konkurrenz von heute mithalten kann. Das Spiel ist enorm gut gealtert und im neuen Glanz von PlayStation 4 und Xbox One sieht man, wie viel Liebe zum Detail im Spiel steckt.

Unendliche Möglichkeiten

Was Burnout schon damals ausgemacht hat, sind die nahezu unzähligen Events: Weit mehr als 100 Stück findet ihr in der Spielwelt verteilt. Zudem gibt es noch allerhand anderes in Paradise City zu tun. Sammelbares, Zerstörbares und Zeitfahr-Challenges warten sprichwörtlich an jeder Straßenecke. Langweilig wird euch sicherlich nie!

Ganz genau solltet ihr ihr die Augen nach sammelbaren Autos aufhalten. Diese schnappt ihr euch, in dem ihr diese kurzerhand gegen den nächsten Straßenpfeiler rammt und dann als Schrottmühle in eurer Werkstatt wieder aufpäppelt. Die Fahrzeuge aus Paradise City haben neben unterschiedlichen Fahrverhalten auch verschiedene Arten des Boosts. Der eine braucht Stunts, um die Nitro-Leiste aufzufüllen, ein anderer wird durch Takedowns anderer Fahrzeuge aufgeladen. Ein bisschen rumprobieren ist ratsam, um herauszufinden, welches Fahrzeug euch besonders liegt.

Burnout Paradise 4K (1) - image/jpeg

Atmosphärische Stadtrundfahrt

Seid ihr nicht gerade in einem aktiven Event unterwegs, könnt ihr die Fahrt durch die Stadt genießen und euch einfach ein bisschen mit der Umgebung vertraut machen - so lässt sich auch die eine oder andere Abkürzung für das nächste Wettrennen verinnerlichen. Der herausragende Soundtrack und der dynamische Tag-Nacht-Wechsel sorgen dabei für die richtige Stimmung. So macht das Cruisen durch Paradise City erst richtig Spaß.

Entscheidend bei einem Racer wie Burnout Paradise ist natürlich das Handling der Fahrzeuge. Das tolle Fahrgefühl der Burnout-Reihe zeigt sich dabei wieder einmal von der besten Seite. In bester Rasermanier heizt ihr durch die engen Gassen und großen Alleen der Stadt und habt stets die volle Kontrolle über euren Boliden. Allerdings solltet ihr stets ein Auge auf den Verkehr haben - einmal nicht aufgepasst ist euer Auto schnell wieder Schrott.

Burnout Paradise 4K (2) - image/jpeg

Außer 4K kaum Neues

Wie bereits erwähnt profitiert das Spiel enorm von der neuen, leistungsstarken Hardware der aktuellen Konsolen. Doch ein Wehrmutstropfen bleibt: Auch wenn Burnout Paradise Remastered nicht aussieht, als wäre es mehr als zehn Jahre alt, fehlen einige Komfortfunktionen, die heutzutage die Norm sind.

Zum Beispiel ist es nicht möglich, Events neu zu starten oder frühzeitig abzubrechen. Ebenso fehlt die Funktion der Schnellreise. Zwar ist Paradise City lange nicht so groß wie moderne Open-World-Spielplätze, dennoch ist man zeitweise sehr lange unterwegs, um zum nächsten Event zu kommen. Hier hätten wir uns gewünscht, dass das Spiel auch in dieser Hinsicht eine Verjüngungskur bekommt.

Burnout Paradise 4K (3) - image/jpeg

Neben der auf 4K getrimmten Optik bietet euch Burnout Paradise Remasted übrigens auch sämtliche DLCs des 2008 veröffentlichten Klassikers: "Big Surf island" beispielsweise bietet euch nochmal eine seperate (und leider vom Hauptspiel getrennte) Insel zum Austoben an, "Cops and Robbers" bringt einen neuen Online-Spielmodus inklusive Polizei-Varianten für 33 Fahrzeugen und "Burnout Bikes" lässt euch sogar auf Motorräder steigen.

Burnout Paradise 4K (4) - image/jpeg

Fazit

Wer Burnout Paradise damals verpasst hat und ein Fan klassischer Arcade-Racer ist, sollte sich das Remaster nicht entgehen lassen. Optisch kann das Spiel selbst mit modernen Rasereien Konkurrenz machen. Die prall gefüllte Spielwelt und die vielen Events in Paradise City fesseln Adrenalinjunkies stundenlang vor dem heimischen Fernseher.

Ehrlich gesagt könnten sich viele aktuelle Racer ein Beispiel am Altmeister nehmen und sich Gedanken darüber machen, was einen Titel wie Burnout Paradise ausgemacht hat und auch heute noch ausmachen kann.

Wer Burnout Paradise bereits ausgiebig gespielt hat, für den lohnt sich der Neukauf leider nur bedingt: Außer "4K" und sämtlichen DLCs, die ihr damals eventuell verpasst habt, gibt es in Paradise City nichts Neues zu entdecken.

Burnout Paradise Remastered bekommt von uns 8 von 10 verbrannte Gummis, 4 von 5 Kopf an Kopf Rennen und 85 Prozent Fahrspaß.

Im Namen des Vaters: Far Cry 5 im Test Im Namen des Vaters Far Cry 5 im Test Zum Artikel »

Rattenscharfe Chaos-Tage bei McHelmgart: "Warhammer: Vermintide 2" im Test Rattenscharfe Chaos-Tage bei McHelmgart "Warhammer: Vermintide 2" im Test Zum Artikel » Auf fantastischer Reise: Fe im Test für PlayStation 4 Auf fantastischer Reise Fe im Test für PlayStation 4 Zum Artikel » Ja so warn's die alten Rittersleut': "Kingdom Come: Deliverance" im Test Ja so warn's die alten Rittersleut' "Kingdom Come: Deliverance" im Test Zum Artikel »