Wenn das Public Viewing im Hörsturz endet

Die 10 schlechtesten Fußballsongs aller Zeiten

Wenn das Public Viewing im Hörsturz endet: Die 10 schlechtesten Fußballsongs aller Zeiten Wenn das Public Viewing im Hörsturz endet: Die 10 schlechtesten Fußballsongs aller Zeiten Foto: Screenshot Youtube

Fußball-Songs kann jeder – das scheint der allgemeine Konsens der Musikindustrie zu sein. Alle zwei Jahre werden wir deshalb überschwemmt mit EM- und WM-Songs von Popsternchen, Schlagerstars und allen anderen Leuten, die es einfach auch mal versuchen wollten. Was dabei herauskommt ist ein buntes Potpourri der Geschmacklosigkeiten, dessen schlimmste Auswüchse wir in dieser Grusel-Liste für euch zusammengefasst haben.

1. Auf geht’s Deutschland schießt ein Tor – Melanie Müller

Melanie Müller gehört zu diesen Leuten, die irgendwie immer ein kleines bisschen peinlich sind. So wie Sylvie Meis. Oder Homer Simpson. Deshalb ist es eigentlich nicht besonders überraschend, dass auch ihr Song zur WM 2014 mit vielerlei Peinlichkeiten gespickt war. Lahme Stadionparolen mit dünnem Stimmchen neu aufgelegt – da konnten auch ihre zwei Bälle Melanie nicht vor einem Flop bewahren (also ihre zwei Brüste, versteht ihr? Lol).

2. Eier so groß wie Deutschland – Joachim Deutschland

Wer schon Deutschland mit Nachnamen heißt, der kann ja eigentlich gar nicht anders, als einen WM-Hit zu schreiben. Das können wir natürlich nachvollziehen. Die Textzeile „Wir brauchen Eier so groß wie Deutschland“ verstehen wir allerdings trotzdem nicht ganz. Spielt er da auf sich selbst an? Weil er so große Eier hat? Oder geht es um das Land? Aber wer sind dann wir? Ach komm, mach aus die Kacke!

3. Lu-Lu-Lu Lukas Podolski – Jürgen Milski

2006 landete Jürgen Milski mit seiner Poldi-Hymne einen absoluten Hit. Seitdem wird der Song bei jedem Podolski-Treffer angespielt und nervt in unseren Köpfen noch Stunden weiter. Kaum dachte man, es sei nun endlich vorbei mit dem Lululu, wird der Gute dieses Jahr dann doch nochmal für den EM-Kader nominiert. Na dann also auf ein Neues. Sehr clever, Milski, seeeehr clever.

4. Wir kommen um ihn zu holen – Stefan Raab

Stefan Raab, der Scheiße-zu-Gold-Macher der deutschen Unterhaltungsbranche, ist zwar inzwischen in Rente, vor seinem WM-Song von 2014 fürchten wir uns aber trotzdem noch ein bisschen. Vor allem vor den Gartenzwergen.

5. Fackeln im Wind - Bushido feat. Kay One

Dass Bushido und Kay One Fußball-Werte wie Gemeinschaft, Loyalität und Zusammenhalt uneingeschränkt verkörpern, ist allgemein bekannt. Nur logisch also, dass auch die beiden netten Rapper gerne auf den WM-Song-Zug mit aufgesprungen sind. 2010 sorgten sie mit Fackeln im Wind für ein wenig Gangster-Stimmung im Stadion und den wunderbaren Reim „Südafrika wir kommen // und hier gibt’s nichts umsonst“.

6. Weltmeister – Tobee

Weltmeister von Schlager-Lackaffe Tobee (bekannt für poetische Songs wie „Besoffene Deutsche“ und „Du ich trink dich schön“) ist so scheiße, dass selbst die Menschen in dem Musik-Video gequält aussehen, während sie kopfwackelnd in die Kamera singen. Das muss ihm auch erstmal einer nachmachen!

7. Dieser Weg – Xavier Naidoo

Der Weg mag vielleicht steinig und schwer sein, aber bitte, Xavier, geh ihn trotzdem alleine. Wir können nicht mehr. Dieses Leben bietet so viel mehr. Als diesen Song. Also pscht!

8. Oh wie ist das schön – Mickie Krause

Ein weiterer Klassiker, der uns inzwischen mehr als zum Halse raushängt und seinen Titel damit quasi selbst ad absurdum führt. „Oh wie ist das schön“ steht hier stellvertretend für alle anderen Oden an die Stumpfsinnigkeit, mit denen Mickie Krause sich im Laufe der Jahre in unsere Ohren gegrölt hat.

9. Auf uns – Andreas Bourani

Zugegeben, im Freudentaumel nach dem WM-Sieg vor zwei Jahren haben auch wir diesen Song inbrünstig mitgegrölt, während wir schunkelnd und heulend auf Bierbänken standen. Aber langsam ist es auch mal gut mit der ganzen Theatralik. Die Chancen, dass die Nummer zur EM noch mal rausgekramt wird, stehen allerdings leider viel zu gut.

10. Jeder für Jeden – Felix Jaehn, Herbert Grönemeyer

Bevor hier jetzt fälschlicher Weise der Eindruck entsteht, schreckliche Fußballlieder seien Schnee von gestern: Auch dieses Jahr gibt es wieder einen Song mit ganz besonderem Nerv-Potential. DJ Felix Jaehn hat sich tatsächlich mit Herbert Grönemeyer zusammengetan und ein Stück erschaffen, bei dem sich bei uns unweigerlich die Fußnägel aufrollen. Bitte, liebe Public-Viewing-Halbzeitpausen-DJs, verschont uns!