Auf dem Areal Böhler in Düsseldorf

Erfolgreiche Premiere vom "DaWanda"-Designmarkt

Auf dem Areal Böhler in Düsseldorf: Erfolgreiche Premiere vom "DaWanda"-Designmarkt Auf dem Areal Böhler in Düsseldorf: Erfolgreiche Premiere vom "DaWanda"-Designmarkt Foto: RP, Anne Orthen
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Etwa 10.000 Besucher kamen am Wochenende zum "DaWanda"-Designmarkt auf das Areal Böhler in Düsseldorf. Rund 200 Aussteller boten Produkte aus Handarbeit an.

Schon die Namen machen neugierig. "Blumenwiese", "Bauchgefühl" und "Windelpupser" heißen die Designer, andere nennen sich "Lieblingsschnitte", "Meinherzallerliebst" und "Himmelrosa". Viele dieser Label werden von einer Person geführt, nur selten gibt es noch Mitarbeiter. Rund 200 dieser Designer haben sich am Wochenende in der Alten Schmiedehalle auf dem Areal Böhler an der Hansaallee vorgestellt. "Alles, was hier angeboten wird, ist durch Handarbeit produziert", sagt Daniel Kreter. Er ist Mitarbeiter der Berliner Online-Plattform "DaWanda", die den Markt organisiert hat. Bei DaWanda - so sagt Kreter - haben sich mehr als 380.000 Verkäufer, Designer und Produzenten organisiert und bieten ihre per Hand herstellten Produkte an.

Auch die Düsseldorferin Annika Kelm stellt beim DaWanda-Markt ihre Tücher und Kissenbezüge aus selbst entworfenen Stoffen vor. "Ich erstelle alle Muster am Computer, lasse sie auf Stoffe drucken und setze mich selbst an meine Nähmaschine", sagt sie. Vor vier Jahren hat die 31-Jährige das Label "Unter Pinien" in Flingern gegründet und hat Erfolg. "Mein Geschäft wächst von Jahr zu Jahr."

Eine weite Anreise nach Düsseldorf hatte Ewa Styszko. "Hier zu sein, ist mein erster Auslandstermin", sagt die junge Polin, die auf zwei Quadratmetern ihre selbst genähten Handtaschen verkauft. Reich werde sie so bald wohl nicht, aber: "Indem ich allein arbeite, kann ich alles kontrollieren - vom ersten Entwurf bis zum Verkauf."

Upcycling ist das Geschäft von Thomas Herr und seinem Label "Fawwi". Der Erfurter näht gebrauchte Teile von Turnmatten, Bierzeltplanen und Luftmatratzen zu Taschen und Gürteln. Diese Handarbeit hat seinen Preis. Mehr als 200 Euro kann ein Produkt kosten. "Ich finde spannend, was man aus ausgedienten Materialien noch herausholen kann", sagt er.

Die Düsseldorfer Premiere vom "DaWanda Designmarkt" kam bei den Besuchern gut an. "Ich habe heute alle Weihnachtsgeschenke für meine Familie gekauft", sagt Annemarie Mars. Die 28-Jährige aus Pempelfort findet gut, hochwertige Artikel aus Handarbeit gekauft zu haben. "Die Massenprodukte aus Fernost lehne ich ab und zahle lieber etwas mehr. Dann kann ich mich über gute Qualität und Einzelstücke freuen."

An den beiden Verkaufstagen kamen etwa 10.000 Besucher zum DaWanda-Designmarkt. "Unser Ziel ist, den Wert handgemachte Produkte mehr Wertschätzung zukommen zu lassen", sagt Daniel Kreter.

Quelle: RP