Oscar für Leonardo DiCaprio

Endlich!

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Fünf Mal war er für den begehrtesten Filmpreis der Welt nominiert, fünf Mal ist er leer ausgegangen. Als großer Favorit war er nun aufgrund seiner Rolle in "The Revenant" ins Oscar-Rennen gegangen – und holte sich endlich das Ding, auf das er so lange warten musste.

Es war im März 1994, als Leonardo DiCaprio zum ersten Mal bei den Oscars dabei war. Für seine Rolle als behinderter Junge in "Gilbert Grape – Irgendwo in Iowa" war er als bester Nebendarsteller nominiert, der Preis aber ging an Tommy Lee Jones, der in "Auf der Flucht" Harrison Ford hinterherjagte.

Für "Titanic" war DiCaprio nicht einmal nominiert

Kaum einer hatte ob des so verheißungsvollen Beginns einer Weltkarriere damit gerechnet, dass DiCaprio mehr als 20 Jahre auf seinen ersten Oscar warten muss. Doch für einige seiner bekanntesten Rollen wurde er gar nicht erst nominiert, etwa für die in "Titanic", "Catch Me If You Can" oder "Inception". Als er dann ausgewählt wurde, entschied die "Academy of Motion Picture Arts and Sciences" immer, dass ein anderer den Preis doch mehr verdient hatte.

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Dabei hatte sich DiCaprio längst als einer der besten Schauspieler Hollywoods etabliert. In "Blood Diamond" sprach er mit einem solch krassen Akzent, dass man meinen mochte, Afrikaans sei seine Muttersprache. Und in "The Wolf of Wall Street", für den er auch als Produzent nominiert war, stellte er den Börsenmakler Jordan Belfort so intensiv und glaubwürdig dar, dass man hätte glauben können, dass seine anschließende Schaffenspause der Rolle geschuldet war.

Leonardo DiCaprio scheiterte immer an noch Besseren

Doch die Academy hatte immer gute Gründe, doch einen anderen Schauspieler zu ehren. Ja, 2007, als DiCaprio mit "Blood Diamond" ins Rennen ging, war Forest Whitaker ("Der letzte König von Schottland") noch überzeugender. Ja, 2014, als er für "The Wolf of Wall Street" nominiert war, führte kein Weg an Matthew McConaughey ("Dallas Buyers Club") vorbei. Aber genau so: Ja, in diesem Jahr konnte der Sieger nur Leonardo DiCaprio heißen.

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Den Oscar hat er auch Alejandro González Iñárritu zu verdanken. Der Regisseur setzte im Vorjahr bereits Michael Keaton in "Birdman" so in Szene, dass ein Oscar für den fast schon vergessenen Darsteller obligatorisch war. Und auch DiCaprio inszenierte er so, dass nach etlichen Auszeichnungen wie dem Golden Globe oder dem Bafta-Award auch ein Oscar eigentlich nur Formsache war. Selten hat ein Oscar-Gewinner den Preis mehr verdient als einer der größten Stars unserer Zeit.

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Quelle: RPO