Heroes of the Storm | Eindrücke aus der Closed Beta

Ein Sturm zieht auf

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Mit dem Start der Closed Beta von "Heroes of the Storm" rückt Blizzard einen weiteren, großen Schritt näher zur Konkurrenz. Wir haben einen ausführlichen Blick auf das Spiel geworfen.

Warcraft III: Reign of Chaos ist nun schon zwölf Jahre alt. Doch irgendwie ist es heutzutage immer noch allgegenwärtig. Denn die Welle, die der Spieler "IceFrog" mit seiner für das Strategiespiel selbst entwickelten Karte "Defense oft he Ancients" (DotA) losgetreten hat, nimmt auch nach elf Jahren nach Erscheinen der ersten Version immer weiter an Fahrt auf.

Längst gibt es neue populäre Titel wie Dota 2 oder League of Legends, um nur die beiden erfolgreichsten zu nennen. Mit Heroes of the Storm (2010 noch als "Blizzard DOTA" angekündigt, später als "Blizzard All-Stars" weiterentwickelt) wagt sich nun auch der Schöpfer des Warcraft-Universums an seinen ganz eigenen MOBA-Titel.

Mein persönlicher Einblick in die Closed-Beta

Zugegeben, ich bin kein Experte, zumindest was League of Legends und DotA 2 angeht. Zwar habe ich schon viele Erfahrungen in der eigentlichen Warcraft 3 Mod sammeln können, doch so richtig hat mich das Spielprinzip der "MOBAs" nie gepackt. Zu viele Items, zu viele Helden und eine, aus meiner Sicht, etwas zu ehrgeizige Community. Fehler oder Unkonzentriertheit werden hier nur bedingt geduldet. Auch wenn ich es viele Stunden probiert habe, der Funken der Begeisterung konnte nie so recht überspringen.

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Ein weiteres Geständnis: Ich habe Vertrauen in die Warcraft-Entwickler und bin mit den Charakteren der Spieleschmiede groß geworden. Daher gebe ich Heroes of the Storm eine faire Chance mich vom DotA-Spielprinzip zu überzeugen. Nicht zuletzt weil es zugänglicher und simpler sein soll, als die bereits etablierte Konkurrenz von Valve und Riot Games.

Willkommen im Nexus

Beginnt man mit dem Tutorial, lernen wir als James E. Raynor, Held aus der Starcraft-Serie, die Grundlagen des Spiels. Das man dabei von Uther Lichtbringer eingewiesen wird, weckt Erinnerungen an die Warcraft 3 Kampagne und Prinz Arthas Menethils Odyssee durch Lordaeron. Sind die ersten Stehversuche geglückt, geht’s schon in die erste Partie gegen den Computer. Eine große Herausforderung stellt diese aber ebenso wenig dar. Problemlos könnt Ihr Euch die ersten Sporen und Level-Ups in den Probe-Matches verdienen. Zudem bieten sich diese Schlachten dazu an, den einen oder anderen Helden besser kennenzulernen.

Natürlich ist das Herzstück von Heroes of the Storm der Kampf gegen andere Spieler. Das Leistungsniveau der Spieler ist hierbei enorm unterschiedlich. Während ich mich am Ende des Spiels meist im Mittelfeld des Scoreboards wiederfinde, gibt es aber auch einige Spieler, die noch recht grün hinter den Ohren sind, oder scheinbar seit Jahren LoL und Dota zu ihrem Hobby gemacht haben.

Dadurch kommt es nicht selten zu deutlichen Worten gegen Neulinge oder Solisten im In-Game-Chat. Zarten Gemütern lege ich an dieser Stelle den Schimpfwortfilter ans Herz. Klar, ein Teambasiertes Online-Spiel in einem fünf Spieler Team ist von gutem Teamwork abhängig, doch genau dieser Ehrgeiz stößt mir unangenehm auf. Da kommt es gelegen, dass man Spieler im Chat ignorieren kann. Noch besser: Einen "Allgemeinen Chat" für die Kommunikation mit dem Gegner-Team gibt es erst gar nicht. 

Pay-to-Win?

Ein großes Thema rund um Heroes of the Storm ist das Bezahlmodell. Anders als sonst stehen dem Spieler zu Beginn nur eine Hand voll Charaktere zur Verfügung. Gegen In-Game-Gold, aber auch gegen Echtgeld, können Spieler neue Helden, Reittiere und Outfits erwerben. Sehr angenehm dabei ist die Möglichkeit, die Helden vor dem Kauf in der Trainingsarena auszuprobieren. Hier kann man testen, ob die Fähigkeiten der Helden mit Euren eigenen Vorlieben übereinstimmen. Zudem rotieren die kostenlos zugänglichen Helden einmal pro Woche, sodass Ihr auch komplette Spiele mit unterschiedlichen Charakteren bestreiten könnt.

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Nach ein paar Matches finde ich mich also als stolzer Besitzer von Muradin Bronzebart auf dem Schlachtfeld wieder. Nicht nur, weil der starke Zwerg einer der günstigsten Helden ist, sondern weil Zwerge einfach cool sind. Außerdem war der Ärmste der Erste, der dem Wahnsinn zum Opfer gefallen ist, der die Runenklinge Frostmourne in den Schädel des Prinzen von Lordaeron gepflanzt hat.

Stetig mit demselben Charakter zu spielen lohnt sich. Denn neben Level-Ups für den Account, schaltet man neue Talente für den Helden frei. Zwar ist in einer Partie meist nur eine Hand voll Zauber nutzbar, doch durch das simple Talent-System kann ich die Fähigkeiten individuell wählen.