Little Big Planet 3 im Test | PlayStation 4

Kleiner Sackboy wieder ganz groß?

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Little Big Planet 3 im Test | PlayStation 4 Kleiner Sackboy wieder ganz groß? 8 Fotos

Sonys neue Konsolengeneration ist seit genau einem Jahr auf dem Markt. Die exklusiven Titel für die Next-Gen-Daddelmaschine konnten aber bislang nicht gänzlich überzeugen. Mit Little Big Planet 3 steht nun das nächste sehnlichst erwartete Spiel in den Startlöchern. Kann der kleine Sackboy die Weihnachtsverkäufe der Playstation 4 noch einmal ankurbeln?

Nachdem Driveclub trotz Verspätung die Erwartungen der Spieler nicht erfüllen konnte, The Order: 1886 verschoben wurde und ansonsten wenige exklusive Spiele für die Playstation 4 im Umlauf sind, kommt Little Big Planet 3 eigentlich genau richtig. Nicht nur weil der kleine Sackboy mittlerweile zum Maskottchen der Playstation geworden ist, sondern weil PlayStation 4 Besitzer endlich auf Stoff warten, der den Kauf der Konsole rechtfertigt.

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Klar, Spiele wie GTA V, Assassin’s Creed Unity und Mittelerde: Mordors Schatten sind gut, doch diese kann man auch auf der Konkurrenz von Microsoft in nahezu identischer Qualität erleben. Die Erwartungen an den kleinen Sackboy sind nun dementsprechend groß.

Neuer Entwickler, alte Qualität?

Die Schöpfer der Reihe, Media Molecule, die im Moment an einem noch nicht vorgestellten Projekt arbeiten, haben den Staffelstab abgeben und an die ebenfalls britische Spieleschmiede Sumo Digial weitergegeben. Diese haben zwar schon an Little Big Planet 2 mitgearbeitet, dennoch ist es fraglich, ob die Kreativität und Spielfreude der Vorgänger erhalten bleiben kann. Klare Antwort: Jein.

Auf den ersten Blick ist nicht zwingend zu erkennen, dass es sich bei Little Big Planet 3 um ein Next-Gen-Spiel handelt. Die Kulissen sind ähnlich quietschig bunt wie bei den Vorgängern, dafür sind Lichteffekte und Texturen verbessert worden. Bei genauerer Betrachtung sehen die vielen unterschiedlichen Texturen nahezu fotorealistisch aus. Ansonsten ist Little Big Planet 3 technisch durchaus ansehnlich, auch wenn hier und da noch einige kleine Bugs den Spielfluss behindern.

Ein Sackboy auf Reisen

Stilecht wird man in Little Big Planet 3 nicht direkt in die Hauptgeschichte geworfen, sondern erst nach einem kurzen Prolog mit einem - wie immer - wunderbar kauzigen Märchenerzähler auf die kreative Welt losgelassen. Auch diesmal können wir aus unserer Zentrale heraus die bereits beendeten Level frei wählen und unseren Sackboy einkleiden.

Allgemein ist die Individualisierung des Spielgefühls ein zentrales Thema – nicht zuletzt wegen des mächtigen Editors. Aber dazu später mehr. Dennoch hat man den Eindruck, dass Sumo Digital nicht ganz mit der Kreativität der Schöpfer des Sackboys mithalten können. Zwar harmoniert die Musik wieder ausgezeichnet mit der Dramaturgie der Level, doch die Begeisterung und die Faszination können nicht mit der der beiden Vorgänger mithalten. Dafür wissen aber andere, neue Spielelemente durchaus zu überzeugen.

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Die haben doch 'nen Vogel

Während die Spielmechanik in weiten Teilen aus den Vorgängern bekannt ist, bekommt Sackboy in Little Big Planet 3 zusätzliche Unterstützung. Zum einen durch Toggle: Wie sein Name verrät kann er die Gestalt ändern. Je nach dem was ein Rätsel verlangt, können wir ihn größer (schwerer) oder kleiner (leichter) machen, um im Spiel voranschreiten zu können.