"Bat Boys, Bat Boys, whatcha gonna do!"

"Batman: Arkham Knight" im Test für PlayStation 4

"Bat Boys, Bat Boys, whatcha gonna do!": "Batman: Arkham Knight" im Test für PlayStation 4 "Bat Boys, Bat Boys, whatcha gonna do!": "Batman: Arkham Knight" im Test für PlayStation 4 Foto: Warner Bros. Interactive

Mit "Arkham Knight" bringt uns Entwickler "Rocksteady" den finalen Teil der Arkham-Saga: Wir schauen, wie sich der dunkle Rächer im Test schlägt.

Eine wichtige Info gleich vorab: Während sich "Bats" auf PlayStation 4 und Xbox One von seiner besten Seite zeigt, ist die PC-Fassung zur mittelschweren Katastrophe ausgeartet. Die miese Anpassung heimste Warner Bros. so viel Kritik seitens der Spieler ein (die natürlich auch eifrig vom Steam-Umtausch Gebrauch machten), dass der Publisher den Titel mittlerweile aus dem Handel genommen hat.

Die PC-Version soll nach unseren Informationen erst dann wieder veröffentlicht werden, wenn sie rund läuft... und das kann bei der gezeigten Version wohl noch etwas auf sich warten lassen. Aber wenden wir uns lieber dem Spiel zu, wie es auch auf PC hätte sein sollen!

Nervengift für alle!

Gotham City in düsterer Nacht, Regen prescht auf den schmutzigen Asphalt, grelle Neonreklamen schreien ihre Botschaft visuell aufdringlich in die Nacht hinaus. Nach dem Tod des Jokers herrscht Friede, Freude, Eierkuchen in der Stadt, eine Situation, der selbst die naivsten Einwohner noch nicht so recht über den Weg trauen wollen.

"It's raining Batman, Hallelujah!" Batman: Arkham Knight - Screenshots 35 Fotos

Und so dauert es auch nicht lange, bis sich der erste Bösewicht wieder zu Wort meldet: Scarecrow droht damit einen Anschlag auf die gesamte Stadt auszuführen, der sein selbst entwickeltes Nervengas freisetzt und die Betroffenen unter psychedelischen Halluzinationen leiden lässt. Nach einer ersten Kostprobe flieht der Großteil der Einwohner mit Bussen aus der Stadt, die Straßen werden nun gesäumt von Verbrechern, Chaoten und einigen der populärsten Finsterlingen aus dem Batman-Universum.

Kurz: Es wird Zeit aufzuräumen! Es dauert nicht lange, bis das Spiel voll durchstartet und mit der Kamera auf Batman schwenkt, der hoch über den Dächern der Stadt bis zum düsteren Horizont blickt und den Kampf gegen Scarecrow gerne aufnimmt – immerhin hatte er in den letzten Monaten eher weniger zu tun.

MacGyver wäre stolz auf Batman

Mit einem Knopfdruck schwinge ich mich mit Batman in die Lüfte und breite die schwarzen Schwingen aus: Regen prescht mir ins Gesicht, während mich die extreme Weitsicht und Detailliebe verzückt vorm Bildschirm grinsen lassen. Bereits in "Arkham City" ist es Rocksteady gelungen eine fabulöse Stadtkulisse zu zaubern, aber diesmal schaffen es die Entwickler noch einen draufzusetzen.

Toll: Alte Batman-Recken müssen sich nicht erst mit ellenlangen Tutorials aufhalten, die nötigsten Infos werden direkt in die laufende Geschichte eingebettet. Weiterführende Tutorials sind in bestimmten "Simulationen" vom eigentlichen Spiel getrennt: Immerhin lockt die Belohnung durch zusätzliche Talentpunkte, wenn ihr die Simulationen erfolgreich absolvieren könnt. Was im übrigen selbst für alle, die bereits Teil 1 und Teil 2 im Schlaf durchzocken können, nicht immer ein Zuckerschlecken ist und durchaus neue Fertigkeiten-Repertoires von Batman aufdeckt.

Um es kurz zu machen: Batman ist auch diesmal wandelndes Gadget-Arsenal, eine "One Man Army". Das Problem daran ist leider ebenfalls aus den Vorgängern bekannt: Die Steuerung ist überladen und passt sich ständig den neuen Gegebenheiten an. In der Luft zieht ihr euch mit dem Greifhaken an Gebäuden empor, aktiviert einen Boost um noch schneller in den Himmel empor zu preschen, oder ihr rast im Sturzflug hinab auf die Gegner um den Überraschungsmoment auszunutzen – selbst in Dachfenster und Lüftungsschächte könnt ihr diesmal flüssig hineingleiten.

Am Boden vollführt ihr ellenlange Kombos, kontert eure Gegner mit Gegenangriffen oder greift später sogar auf einen Tag-Team-Partner zurück: Robin, Catwoman und Nightwing stehen euch im Kampf gerne zur Seite. Weitere Fertigkeiten werden per Talentbaum freigeschaltet oder aufgewertet. Wem der pure Nahkampf nicht ausreicht, greift zu den (ferngesteuerten) Baterangs, um Gegner aus der Entfernung auszuschalten, alternativ zielt ihr mit dem "Disruptor Rifle" auf die Schusswaffen der Gegner, um diese nutzlos zu machen.

Die "Detektiv"-Sicht kehrt natürlich ebenfalls zurück: Mauern werden mit blauen Umrissen skizziert, Gegner leuchten orange-rot auf. So lässt sich aus höherer Position jeder Kampf im Voraus planen. Praktisch: Mit dem "Multi-Fear-Takedown" lassen sich ganze Gegnerhorden aufmischen, wenn ihr euch vorher ungesehen nähern könnt. Alternativ täuscht ihr mit dem "Voice Recorder" einfach die Stimmen der verrückten Bösewichte vor, um Wachen an der Nase herumzuführen.