Fußball EM 2021 Italien Jubel
Foto: Alessandra Tarantino/AP Pool/dpa

Mit einem Jahr Verspätung findet die Europameisterschaft im Sommer 2021 statt. Das Turnier wird über ganz Europa ausgetragen. Wir geben euch alle Infos zu Austragungsorten, dem Spielplan und der Übertragung im TV und im Stream.

Eine der großen Sportveranstaltungen, die dem Corona-Jahr 2020 zum Opfer gefallen ist, ist die Fußball-Europameisterschaft. Dadurch sind es fünf Jahre seit der letzten EM 2016, die in Frankreich ausgetragen wurde.

Die EM in ganz Europa – eine Idee von Michel Platini

2020 wären es 60 Jahre seit der ersten Europameisterschaft 1960 gewesen. Um dieses Jubiläum zu feiern, schlug der damalige UEFA-Präsident Michel Platini 2012 vor, das Turnier in ganz Europa auszutragen. Dann kam eine Pandemie, die für die Verschiebung sorgte.

Das wird als Hauptgrund genannt, wieso die UEFA auch das Turnier, das 2021 ausgetragen wird, als „EURO 2020“ bezeichnet. So bleibt das 60-jährige Jubiläum (1960 – 2020). Zugegebenermaßen hat es aber auch Marketinggründe.

>> EM 2021: Der deutsche Kader – diese Mannschaft will die EURO 2020 holen <<

Denn das Turnier wurde 2020 drei Monate im Voraus verschoben – offizielle Fanartikel waren da schon längst hergestellt. So kann auch das ursprüngliche Logo einfach weitergenutzt werden.

EM 2020: Verschiebung wegen Corona um ein Jahr

Als die Corona-Pandemie im vergangenen Jahr ausbrach, war schnell klar, dass eine EM im Sommer 2020 nicht darstellbar sei. Folglich gab es die Verschiebung um ein Jahr – andere Fußball-Turniere der Männer wie die WM 2022 oder die EM 2024 in Deutschland sind davon nicht betroffen.

Lange sah es danach aus, als müssten sich die Zuschauer auf das erste große internationale Turnier ohne Fans im Stadion einstellen. Die UEFA hat sich aber inzwischen die Zustimmung der einzelnen Austragungsorte eingeholt, zumindest einen Teil der Stadion-Kapazität nutzen zu können.

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Auch die Reisen innerhalb Europas sollen während des Turniers offenbar nicht zum Problem werden – das Stichwort ist dabei „Quarantäne“. Die Bundesregierung plant dabei für die EM-Teilnehmer besondere Einreisebestimmungen. Besonders wird darauf auf das Virusvariantengebiet Großbritannien gesucht. „Derzeit wird innerhalb der Bundesregierung an einer Anpassung der Einreisebestimmungen gearbeitet“, sagte der Sprecher des Bundesinnenministeriums, Steve Alter.

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In diesen Städten wird die Europameisterschaft ausgetragen

  • London (England) – Wembley Stadium
  • München (Deutschland) – Allianz Arena
  • Rom (Italien) – Stadio Olimpico
  • Baku (Aserbaidschan) – Nationalstadion Baku
  • Sankt-Petersburg (Russland) – Gazprom-Arena
  • Budapest (Ungarn) – Puskas-Arena
  • Sevilla (Spanien) – Olympiastadion Sevilla
  • Bukarest (Rumänien) – Arena Nationala
  • Amsterdam (Niederlande) – Johan-Cruyff-Stadion
  • Glasgow (Schottland) – Hampden Park
  • Kopenhagen (Dänemark) – Parken

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Bereits im September 2014 wurden die Spielstätten für die Europameisterschaft bestimmt. Auswahl hatte die UEFA reichlich. Fast jedes Land hat sich mit einem Stadion/einer Stadt beworben. Unter anderem gingen Lissabon, Warschau und Athen leer aus.

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In drei Spielstätten, die ursprünglich ausgewählt wurden, werden aber keine EM-Spiele stattfinden. Bereits 2017 wurden Belgien die Spiele entzogen. Es war geplant, ein neues Nationalstadion zu bauen. Aufgrund von fehlender Zusagen, was den Bau betrifft, hat die UEFA so entschieden. Daraufhin wurde der Bau gleich komplett zu den Akten gelegt.

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Im April 2021 gab es noch zwei Veränderungen. Weil die lokalen Regierungen keine Zusage geben wollten, Zuschauer zur EM zuzulassen, wurden Bilbao (Spanien) und Dublin (Irland) die Spiele entzogen.

Der deutsche Kader bei der Europameisterschaft

Am 19. Mai hat Joachim Löw seinen Kader für die Europameisterschaft bekanntgegeben. Aufgrund der Corona-Situation hat die UEFA eine Veränderung vorgenommen. Bei diesem Turnier dürfen die Trainer 26 Spieler, nicht wie gewöhnlich 23 Spieler mitnehmen.

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In erster Linie dürfte es darum gehen, dass die einzelnen Nationen im Falle von einzelnen Corona-Fällen oder etwaiger Quarantäne einiger noch mehr Personal in der Hinterhand haben.

Allerdings bleibt es dabei, dass im Spieltagsaufgebot nur 23 Spieler stehen dürfen. Somit sieht die Aufteilung so aus: Elf Spieler stehen in der Startelf, dazu kommen zwölf Einwechselspieler. Drei Spieler müssen auf die Tribüne.

Im deutschen Kader fehlt unter anderem Marc-André ter Stegen, der verletzungsbedingt absagen musste. Zudem hat Marco Reus bereits vor der Nominierung angekündigt, dass er freiwillig auf das Turnier verzichtet, um seinem Körper die Möglichkeit einer Pause zu geben.

Das deutsche Aufgebot für die EM 2020:

Tor:
Manuel Neuer (FC Bayern München)
Bernd Leno (FC Arsenal)
Kevin Trapp (Eintracht Frankfurt)

Verteidigung:
Mats Hummels (Borussia Dortmund)
Antonio Rüdiger (FC Chelsea)
Niklas Süle (FC Bayern München)
Matthias Ginter (Borussia Mönchengladbach)
Robin Koch (Leeds United)
Lukas Klostermann (RB Leipzig)
Marcel Halstenberg (RB Leipzig)
Robin Gosens (Atalanta Bergamo)
Christian Günter (SC Freiburg)

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Mittelfeld/Angriff:
Joshua Kimmich (FC Bayern München)
Leon Goretzka (FC Bayern München)
Toni Kroos (Real Madrid)
Ilkay Gündogan (Manchester City)
Emre Can (Borussia Dortmund)
Florian Neuhaus (Borussia Mönchengladbach)
Jonas Hofmann (Borussia Mönchengladbach)
Jamal Musiala (FC Bayern München)
Thomas Müller (FC Bayern München)
Leroy Sané (FC Bayern München)
Serge Gnabry (FC Bayern München)
Kai Havertz (FC Chelsea)
Timo Werner (FC Chelsea)
Kevin Volland (AS Monaco)

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Die Teilnehmer der EM 2020

55 Länder sind zur Qualifikation der Europameisterschaft angetreten. In elf Gruppen sind die Teams angetreten – 20 Teilnehmer wurden durch die klassische Qualifikation ermittelt. Darüber hinaus wurden die letzten vier Plätzen durch die Nations League ermittelt.

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Da es keinen klassischen bzw. zu viele Gastgeber für das Turnier gibt, entfällt auch das Prinzip, dass der Teilnehmer automatisch für die Europameisterschaft qualifiziert ist. Alle 24 Teilnehmer mussten sich ihren Platz erspielen.

Europameisterschaft 2020: Das sind die Gruppen und der Spielplan

Gruppe A

Türkei
Italien
Wales
Schweiz

1. Spieltag
11. Juni: Türkei gegen Spanien (21 Uhr/Rom) – 0:3
12. Juni: Wales gegen Schweiz (15 Uhr/Baku) – 1:1

2. Spieltag
16. Juni: Türkei gegen Wales (18 Uhr/Baku) – 0:2
16. Juni: Italien gegen Schweiz (21 Uhr/Rom) – 3:0

3. Spieltag
20. Juni: Schweiz gegen Türkei (18 Uhr/Baku)
20. Juni: Italien gegen Wales (18 Uhr/Rom)

Gruppe B

Dänemark
Finnland
Belgien
Russland

1. Spieltag 
12. Juni: Dänemark gegen Finnland (18 Uhr/Kopenhagen) – 0:1
12. Juni: Belgien gegen Russland (21 Uhr/St. Petersburg) – 3:0

2. Spieltag
16. Juni: Finnland gegen Russland (15 Uhr/St. Petersburg) – 0:1
17. Juni: Dänemark gegen Belgien (18 Uhr/Kopenhagen)

3. Spieltag
21. Juni: Russland gegen Dänemark (21 Uhr/Kopenhagen)
21. Juni: Finnland gegen Belgien (21 Uhr/St. Petersburg)

Gruppe C

Niederlande
Ukraine
Österreich
Nordmazedonien

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1. Spieltag
13. Juni: Österreich gegen Nordmazedonien (18 Uhr/Bukarest) – 3:1
13. Juni: Niederlande gegen Ukraine (21 Uhr/Amsterdam) – 3:2

2. Spieltag
17. Juni: Ukraine gegen Nordmazedonien (15 Uhr/Bukarest)
17. Juni: Niederlande gegen Österreich (21 Uhr/Amsterdam)

3. Spieltag
21. Juni: Nordmazedonien gegen Niederlande (18 Uhr/Amsterdam)
21. Juni: Ukraine gegen Österreich (18 Uhr/Bukarest)

Gruppe D

England
Kroatien
Schottland
Tschechien

1. Spieltag 
13. Juni: England gegen Kroatien (15 Uhr/London) – 1:0
14. Juni: Schottland gegen Tschechien (15 Uhr/Glasgow) – 0:2

2. Spieltag
18. Juni: Kroatien gegen Tschechien (18 Uhr/Glasgow)
18. Juni: England gegen Schottland (21 Uhr/London)

3. Spieltag
22. Juni: Kroatien gegen Schottland (21 Uhr/Glasgow)
22. Juni: Tschechien gegen England (21 Uhr/London)

Gruppe E

Spanien
Schweden
Polen
Slowakei

1. Spieltag
14. Juni: Polen gegen Slowakei (18 Uhr/St. Petersburg) – 1:2
14. Juni: Spanien gegen Schweden (21 Uhr/Sevilla) – 0:0

2. Spieltag
18. Juni: Schweden gegen Slowakei (15 Uhr/St. Petersburg)
19. Juni: Spanien gegen Polen (21 Uhr/Sevilla)

3. Spieltag
23. Juni: Slowakei gegen Spanien (18 Uhr/Sevilla)
23. Juni: Schweden gegen Polen (18 Uhr/St. Petersburg)

Gruppe F

Ungarn
Portugal
Frankreich
Deutschland

1. Spieltag
15. Juni: Ungarn gegen Portugal (18 Uhr/Budapest) – 0:3
15. Juni: Frankreich gegen Deutschland (21 Uhr/München) – 1:0

2. Spieltag
19. Juni: Ungarn gegen Frankreich (15 Uhr/Budapest)
19. Juni: Portugal gegen Deutschland (18 Uhr/München)

3. Spieltag
23. Juni: Portugal gegen Frankreich (21 Uhr/Budapest)
23. Juni: Deutschland gegen Ungarn (21 Uhr/München)

So läuft die K.o.-Runde bei der Europameisterschaft

Achtelfinale

26. Juni: Zweiter Gruppe A gegen Zweiter Gruppe B (18 Uhr/Amsterdam)
26. Juni: Sieger Gruppe A gegen Zweiter Gruppe C (21 Uhr/London)

27. Juni: Sieger Gruppe C gegen einen Gruppendritten (18 Uhr/Budapest)
27. Juni: Sieger Gruppe B gegen einen Gruppendritten (21 Uhr/Sevilla)

28. Juni: Zweiter Gruppe D gegen Zweiter Gruppe E (18 Uhr/Kopenhagen)
28. Juni: Sieger Gruppe F gegen einen Gruppendritten (21 Uhr/Bukarest)

29. Juni: Sieger Gruppe D gegen Zweiter Gruppe F (18 Uhr/London)
29. Juni: Sieger Gruppe E gegen einen Gruppendritten (21 Uhr/Glasgow)

Viertelfinale

2. Juli: Sieger Achtelfinale Bukarest gegen Sieger Achtelfinale Kopenhagen (18 Uhr/St. Petersburg)
2. Juli: Sieger Achtelfinale Sevilla gegen Sieger Achtelfinale London am 26.6. (21 Uhr/München)
3. Juli: Sieger Achtelfinale Budapest gegen Sieger Achtelfinale Amsterdam (18 Uhr/Baku)
3. Juli: Sieger Achtelfinale Glasgow gegen Sieger Achtelfinale London 29.6. (21 Uhr/Rom)

Halbfinale

6. Juli: Sieger Viertelfinale München gegen Sieger Viertelfinale St. Petersburg (21 Uhr/London)
7. Juli: Sieger Viertelfinale Rom gegen Sieger Viertelfinale Baku (21 Uhr/London)

Finale 

11. Juli: Sieger Halbfinale 1 gegen Sieger Halbfinale 2 (21 Uhr/London)

Das ist der Modus der Europameisterschaft

Der Modus bei Europameisterschaften hat sich im Laufe der vergangenen 60 Jahre einige Male geändert. Angefangen haben die Turniere mit nur vier Teilnehmern. Dann wurde auf acht Länder aufgestockt, von 1996 bis 2012 waren es 16 Teams.

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Seit der EM 2016 in Frankreich gibt den umstrittenen Modus mit inzwischen 24 Teams. Diese Teams haben allesamt die Chance, sich für die K.o.-Runde zu qualifizieren. Darauf folgt dann das Achtelfinale mit noch 16 Teilnehmern.

Daran merkt ihr schon, dass sich also sogar noch die vier besten Gruppendritten für das Achtelfinale qualifizieren. Davon, dass sich da die Spreu vom Weizen trennt, kann man getrost nicht sprechen. Die deutsche Mannschaft könnte, je nach Abschneiden in der Gruppe, entweder auf einen Gruppensieger oder einen Gruppendritten treffen.

In einem ziemlich undurchsichtigen Turnierbaum wird dann weitergespielt. Die Halbfinals finden am 6. und 7. Juli statt, das große Finale folgt am 11. Juli. Diese drei Spiele werden im Wembley Stadium ausgetragen.

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Wo wird die EM im TV und im Stream übertragen?

Wo wir bei unübersichtlich sind – das kann man getrost auch über die Übertragung der EM sagen. In den vergangenen Turnieren waren alle Spiele in der ARD und im ZDF zu sehen, bei der EM 2020 spielt auch Magenta TV, ein kostenpflichtiges Angebot der Telekom, mit. Alle drei übertragenden Sender bieten die Spiele als TV-Angebot und im Stream an.

Dort sind alle 51 Spiele des Turniers zu sehen – zehn davon exklusiv. Das heißt, es gibt zehn Spiele des Turniers, die nicht im Free-TV zu sehen sein werden.

Welche Spiele zeigt Magenta TV exklusiv? Wie teuer ist ein Abo bei Magenta TV? Was muss ich beachten? Alle Infos dazu gibt es hier.

Wer berichtet für ARD, ZDF und Magenta TV über die EM 2021?

Hier zeigen wir euch die Teams an Moderatoren, Experten und Reportern der drei übertragenden Sender:

ARD

Alexander Bommes und Jessy Welmer übernehmen die Moderation für das Erste aus Köln. Neben Bastian Schweinsteiger und Thomas Broich, die ja regelmäßig bei „Sportschau“-Übertragungen als Experten zu sehen sind, zählen auch U21-Nationaltrainer Stefan Kuntz, Olympiasiegerin Almuth Schult und Kevin-Prince Boateng zum Expertenteam der ARD. Die Moderation des „Sportschau Club“ übernehmen Micky Beisenherz und Esther Sedlaczek, die damit bei der EM ihre ersten Einsätze für die ARD nach ihrem Wechsel von Sky haben wird.

Allerdings wird die ARD – wie vermutlich auch das ZDF – Spiele aus Großbritannien offenbar nicht aus dem Stadion, sondern aus dem Studio in Deutschland kommentieren. Grund dafür sind die aktuellen Quarantäne-Bestimmungen in Großbritannien.

>> EM 2021 im TV und Stream: Welcher Sender zeigt welches Spiel? <<

ZDF

Das Moderations-Duo für das ZDF besteht aus zwei „Sportstudio“-Gastgebern – Kathrin Müller-Hohenstein und Jochen Breyer werden durch die EM führen. Als Hauptexperte hat Per Mertesacker nach dem Ausscheiden von Oliver Kahn übernommen. Unterstützt wird Mertesacker unter anderem von Christoph Kramer und Sandro Wagner, die ebenfalls zum Einsatz kommen werden. Die weiteren Experten sind die ehemalige Profis Hanno Balitsch und Ariane Hingst sowie Trainer Peter Hyballa. Als Schiedsrichter-Experte agiert Manuel Gräfe.

Auch beim ZDF ist geplant, dass die Kommentatoren nicht in Großbritannien vor Ort sein werden. Auch den Reportern, die beim Mainzer Sender im Einsatz sind, könnte die Quarantäne-Bestimmung vor Ort einem Einsatz im Stadion im Wege stehen.

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Magenta TV

Drei Namen stechen im Aufgebot von Magenta TV heraus. Als Moderator feiert Johannes B. Kerner sein Sport-Comeback, zudem konnte die Telekom Michael Ballack als Experten und Wolff Fuss als Hauptkommentator gewinnen.

>> Wolff Fuss kommentiert die deutschen EM-Spiele bei Magenta TV <<

Als zweiter Experte wird Fredi Bobic agieren. Für die Taktikanalyse sind Jan Henkel und Manuel Baum zuständig. Ebenfalls zum Team von Magenta TV zählen Thomas Wagner, Anett Sattler und Amelie Stiefvatter. Dazu kommt die Kommentatoren-Riege bestehend aus Marco Hagemann, Jan Platte, Markus Höhner, Benni Zander und Christian Straßburger. Schiedsrichter-Experte für Magenta TV ist Bundesliga-Schiedsrichter Patrich Ittrich.

>> So sieht es in Sachen TV-Übertragung bei der Heim-EM 2024 aus <<

Sind bei der Europameisterschaft Fans im Stadion dabei?

Davon ist auszugehen! Gerade in den vergangenen 18 Monaten haben wir gelernt, dass sich Pläne schnell ändern können. Allerdings war es ein großes Anliegen der UEFA, dass die EM vor Zuschauer in den Stadien stattfindet. Die fehlende Bereitschaft dazu hat Bilbao und Dublin immerhin den Platz als Austragungsort gekostet.

>> EM 2021: Spiele in München vor jeweils rund 14.000 Zuschauern <<

Bei den Spielen in München ist geplant, dass 14.000 Zuschauer zugelassen werden. In etwa soll es in allen Spielstätten eine Auslastung von 20 bis 25 Prozent der Kapazität geben. Im Wembley Stadium gab es bereits im April und im Mai Spiele vor mehreren Tausend Zuschauern – etwa das Finale des FA Cup vor 22.500 Zuschauern.

>> EM 2021: Public Viewing trotz Corona? So läuft das Rudelgucken <<

Diese Anzahl an Fans soll es dann im Finalstadion in den entscheidenden Spielen mindestens geben. Offenbar hofft die UEFA allerdings noch, das Stadion für die Spiele im Halbfinale und im Finale zumindest zur Hälfte vollmachen zu können. Dann würden 45.000 Zuschauer Platz finden. Aber auch da kann es noch kurzfristig zu Veränderungen mit Blick auf die Inzidenzen geben.

Wie stehen die Chancen der deutschen Nationalmannschaft?

Joachim Löw geht in sein siebtes Turnier als Bundestrainer, für ihn ist es das letzte. Nach der EM tritt „Jogi“ da bekanntermaßen zurück. Für ihn geht es darum, einen möglichst guten Abschluss zu schaffen. Dafür hat Löw auch die zwischenzeitlich ausgebooteten Thomas Müller und Mats Hummels zurück ins DFB-Team geholt.

>> DFB gibt bekannt: Joachim Löw hört nach der EM 2021 als Bundestrainer auf <<

Bereits in der Gruppenphase steht Deutschland schon vor zwei Härtetests. Es geht gegen Europameister Portugal und Weltmeister Frankreich. Ein Vorteil für die deutsche Mannschaft ist dabei aber, dass sie alle drei Gruppenspiele in München austragen. Da das Stadion nicht voll sein wird, dürfte der atmosphärische Vorteil der Heimmannschaft zwar nicht so groß ausfallen. Zumindest muss das Team nicht reisen.

Auf welchen Gegner die deutsche Mannschaft dann in der K.o.-Runde treffen könnte, ist aufgrund des komplizierten Modus, weil sich auch einige Tabellendritte qualifizieren kaum vorherzusagen. Mehrere Nationen aus verschiedenen Gruppen könnten auf das DFB-Team treffen. Allerdings dürfte gerade der starke Bayern-Block – acht Spieler des Rekordmeisters sind dabei – dem DFB-Team Stabilität verleihen.

Das sind die Schiedsrichter bei der EM

Apropos DFB: Der Deutsche Fußball-Bund stellt bei der Europameisterschaft gleich zwei Schiedsrichter. Dr. Felix Brych und Daniel Siebert haben das Vertrauen der UEFA erhalten. Insgesamt nehmen aber gleich zehn deutsche Unparteiische am Turnier teil.

Brych wird von seinen Assistenten Mark Borsch und Stefan Lupp unterstützt. Zu Sieberts Team zählen noch die Assistenten Jan Seidel und Rafael Foltyn. Die vier Video-Schiedsrichter aus der Bundesliga sind Bastian Dankert, Christian Dingert, Marco Fritz und Christian Gittelmann.

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Insgesamt gibt es 19 Hauptschiedsrichter bei dem Turnier. Neben den beiden deutschen Referees hat es auch der 48-jährige Björn Kuipers aus den Niederlanden geschafft, obwohl er die eigentliche UEFA-Altersgrenze von 45 schon überschritten hat. Ebenfalls bei der EM dabei ist übrigens der Argentinier Fernando Rapallini als einziger Schiedsrichter, der nicht aus einem UEFA-Land kommt.

Die 19 EM-Schiedsrichter im Überblick:

  • Dr. Felix Brych (Deutschland)
  • Daniel Siebert (Deutschland)
  • Björn Kuipers (Niederlande)
  • Danny Makkelie (Niederlande)
  • Michael Oliver (England)
  • Anthony Taylor (England)
  • Daniele Orsato (Italien)
  • Clement Turpin (Frankreich)
  • Cüneyt Cakir (Türkei)
  • Antonio Lahoz (Spanien)
  • Carlos Del Cerro Grande (Spanien)
  • Ovidiu Hategan (Rumänien)
  • Sergei Karasev (Russland)
  • Artur Soares Dias (Portugal)
  • Orel Grinfeeld (Israel)
  • Istvan Kovacs (Rumänien)
  • Slavko Vincic (Slowenien)
  • Andreas Ekberg (Schweden)
  • Fernando Rapallini (Argentinien)

Titelverteidiger: Das ist der amtierende Europameister

Nur einer Nation ist es gelungen, länger amtierender Europameister zu sein als der aktuelle Titelträger Portugal. Es handelt sich um Spanien, die Spanier konnten ihren Titelgewinn von 2008 ja 2012 wiederholen.

Bei Portugal steht die lange Zeit als Titelträger aber nicht in Verbindung mit sportlichem Erfolg, sondern mit der Pandemie. Durch die Verschiebung findet das Turnier erstmals nicht im Vier-Jahres-Rhythmus statt. Umso mehr lohnt es sich noch kurz auf das Turnier 2016 zurückzublicken. Immerhin ist es schon fünf Jahre her.

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Die deutsche Mannschaft kam eigentlich gut in das Turnier und besiegte auf dem Weg ins Halbfinale unter anderem Italien und die Slowakei. Im Halbfinale gab es dann das bittere Aus gegen Frankreich (0:2). Beide Treffer für die Equipe Tricolore erzielte Antoine Griezmann.

Portugal als Sieger mit dem umjubelten Helden Eder

Im Finale trafen die Franzosen dann auf Portugal. Das Team um Superstar Cristiano Ronaldo schaltete zuvor Polen und Wales aus. Nach 90 Minuten stand es beim Finale in Paris noch 0:0. Dann kam Portugals eingewechselter Stürmer Eder zu seinem großen Moment.

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Sein Distanzschuss in der 109. Minute sorgte letztlich für den 1:0-Endstand und Riesenjubel bei den Portugiesen. Eder spielt übrigens mittlerweile in der russischen Liga bei Lokomotive Moskau – einen großen Karriere-Boost hat er nach der EM nicht bekommen.