King Of The Desert 4 – Zweiter Tag der Gruppenspiele

Das Turnier zur vierten Ausgabe des „King Of The Desert“-Wettbewerbs steht an. Wir zeigen euch, was euch beim Event erwartet.
Foto: Screenshot/Twitter.com/MembTV

Donnerstag, den 18. November, startete das große „Age of Empires“-Event „King Of The Desert 4, präsentiert vom spanischen Streamer Daniel „MembTV“ Molina. Bis zum 12. Dezember kämpfen 32 Spieler um das Preisgeld in Höhe von 75.000 Dollar. Die Qualifikation zum Turnier fand bereits am 30. und 31. Oktober statt.

King Of The Desert 4: Gruppenphase „Swiss Round“

Nach der K.o.-Runde geht es in zwei Gruppen im „Schweizer Modus“ weiter. In jeder Gruppe sind acht Spieler vertreten, jeweils vier von ihnen qualifizieren sich für das Viertelfinale. Los geht es erneut am Donnerstag, den 25. November, wenn Gruppe A vier Duelle austrägt. Am Freitag folgt dann Gruppe B mit ebenfalls vier Duellen. Da im „Schweizer System“ gespielt wird, treten Samstag dann die jeweiligen Gewinner zunächst gegeneinander an, am Sonntag dann die Verlierer.

Wer zu diesem Zeitpunkt bereits zweimal gewonnen hat, ist sicher im Viertelfinale. Wer bereits zweimal verloren hat, ist ausgeschieden. Die acht Spieler aber, die nach beiden Runden mit einem ausgeglichenen Verhältnis dastehen, dürfen sich auf die Entscheidungsrunde am 3. Dezember freuen.

Die Paarungen am Donnerstag und Freitag sehen wie folgt aus:

 

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Gruppe B

Jordan“ – „ACCM

Den zweiten Tag der Gruppenphase starteten der deutsche Spieler „Jordan“ und der vietnamesische Vertreter „ACCM„. Die Meinungen zu Beginn gingen auseinander, wer der Favorit in diesem Aufeinandertreffen werden würde. „Jordan“ startete gut gegen den Qualifikanten „Dark“ in der Runde zuvor, aber auch „ACCM“ ließ gegen Landsmann „Fish“ nichts anbrennen. Daher war es wenig überraschend, wie eng es zwischen den beiden Kontrahenten losging.

Denn im ersten Spiel waren beide lange Zeit gleich auf, niemand konnte sich einen entscheidenden Vorteil holen. „ACCM“ ergriff mehr die Initiative, rieb sich aber oftmals auf mit seiner Armee. „Jordan“ behielt die Ruhe und versuchte seine Angriffe aus einer gewissen Ordnung heraus. Am Ende konzentrierte sich vieles auf eine entscheidende Position auf der Karte. „Jordan“ hatte letztlich den längeren Atem und bessere Timings, sodass das 1:0 verdient war. Auch im zweiten Duell gingen es die beiden Kontrahenten eher ruhig an. Davon zeugte, dass beide zwar in der ersten Spielhälfte viele Einheiten des Gegners eliminieren konnten, aber keine Dorfbewohner unter den Opfern waren. Druck auf die Basis des Gegners konnte als erstes „ACCM“ in der Ritterzeit erzeugen und die Initiative zahlte sich aus. Mit fortschreitender Dauer erarbeitete er sich den Vorteil, um am Ende auszugleichen.

Beiden Spielern war im dritten Spiel die Bedeutung anzumerken. Es wurde noch taktischer und die kleinen Feinheiten wurden noch wichtiger. „Jordan“ eliminierte in einem wichtigen Moment eine ganze Menge Dorfbewohner inklusive einem fast fertigen Dorfzentrum seines Gegners, der wiederum revanchierte sich mit starken militärischen Schlägen. Je weiter das Spiel voranschritt, umso mehr wog es hin und her. Nach 40 Minuten war es aber „Jordan„, der eher in die Imperialzeit aufsteigen konnte und damit den Grundstein legte. Die Vorteile waren damit zu groß und „ACCM“ konnte nur die weiße Flagge schwenken.

Mit dem Sieg des wichtigen dritten Spiels im Rücken ging „Jordan“ nun viel aggressiver vor und überraschte „ACCM“ damit. Der versuchte zu boomen, wurde aber völlig auf dem falschen Fuß erwischt. So blieb „ACCM“ nichts Anderes übrig, als die Segel zu streichen.

Vinchester“ kann „MbL“ nicht stoppen 

Im zweiten Spiel begegneten sich der Norweger „MbL“ und der Russe „Vinchester„. „MbL“ hatte mit seinem Gegner in der ersten Runde wenig Probleme und besiegte den Brasilianer „bruh“ klar. „Vinchester“ wiederum bekam im Match gegen „TheMax“ etwas Gegenwehr, setzte sich aber am Ende verdient durch.

Auf der ersten Map setzten beide auf frühen Druck, beide ließen den Gegner aber ins Leere laufen. So entwickelte sich ein Spiel, bei dem beide Spieler parallel ihre Technologien erforschten und in der Zeit voranschritten. Am Ende aber war „MbL“ mal wieder der Spieler, der das Risiko weniger scheute und so die besseren Momente für Angriffe traf. Damit ging der Norweger 1:0 in Führung. Auch das zweite Spiel begann im typischen „MbL„-Style. Es wurde von Anfang an gelamet und versucht, den Gegner irgendwie ins Hintertreffen zu bringen. Mitte des zweiten Duells aber schien „Vinchester“ die Oberhand zu gewinnen. Doch der Eindruck täuschte. Der Norweger traf erneut die besseren Timings und war einfach in Topform. Das zeigte sich in einem kleinen Kampf, wo er „Vinchester“ regelrecht ausspielte mit seinem Micro Management. Am Ende gab es am 2:0 für „MbL“ keine Zweifel.

Auch das dritte Match schien in Richtung des Norwegers zu laufen. „Vinchester“ aber wollte sich so leicht nicht geschlagen geben und konterte. „MbL“ schien ein wenig nachlässig im Angesicht des sichergeglaubten Sieges. Das gab dem Russen die Möglichkeit, zu verkürzen. „Vinchester“ konnte sich einen großen Technologievorteil erarbeiten, gegen den „MbL“ nicht mehr ankam.

Auf der vierten Karte setzte „Vinchester“ voll auf Tempo und die ökonomischen Vorteile, die ihm sein Pick bot. Der Norweger ließ sich aber nicht so recht abschütteln, weil er die Taktik früh erkannt und seinerseits auf einen Boom setzte. So waren beide früh in der Imperialzeit, das Spiel aber lief immer mehr in Richtung „MbL„. Mit der größeren Übersicht und dem besseren Multitasking überwältigte er „Vinchester“ am Ende und siegte mit 3:1.

TheViper“ mit Formanstieg

Das dritte Duell des Tages bestritten die lebende AoE-Legende „TheViper“ aus Norwegen und „Kasva“ aus der Türkei. Großer Favorit war ohne Frage „TheViper„, der aber in der K.o.-Runde ordentlich schwitzen musste, sich aber letztlich knapp gegen „saymyname“ durchsetzen konnte. „Kasva“ kämpfte sich zuvor durch die Qualifikation, in der K.o-Runde schaltete er sogar „Vivi“ aus. Das Match gegen den Norweger war somit bereits zuvor der größte Karriereerfolg des Türken.

Die Kräfteverhältnisse wurden aber schnell sichtbar. „TheViper“ hatte auf der ersten Map keinerlei Probleme, schnell in die Ritterzeit voranzuschreiten. Von da an lief er dem Außenseiter davon und holte sich souverän das erste Spiel. Am Ende hatte er mehr als doppelt so viele Dorfbewohner wie „Kasva„.

Auch im zweiten Spiel hatte „TheViper“ wenig Probleme, den Anfangsdruck seines Gegners abzufangen, soviel „Kasva“ auch versuchte. Einen Vorwurf konnte man dem Herausforderer wirklich nicht machen. Der Norweger war aber schlicht eine Klasse besser. „TheViper“ provozierte die Fehler von „Kasva“ geradezu, der folgerichtig irgendwann lieferte und ins offene Messer lief. Mit 0:2 aus Sicht des Außenseiters ging es auf die dritte Karte. Hier setzte der Viper ihren Gegner früh unter Druck und sorgte so für einige Verzögerungen bei „Kasva„. Das reichte, um bereits nach wenigen Minuten eine große militärische Übermacht zu erlangen und auch die dritte Map einzufahren.

Hera“ wendet Niederlage gegen „Sitaux“ ab 

Das letzte Gruppenspiel des Tages bestritten „Hera„, der große Favorit aus Kanada, und „Sitaux„, der Qualifikant aus Frankreich. Und der Kanadier schien sehr daran interessiert, seine Favoritenrolle zu unterstreichen. Dabei war das erste Duell gar nicht wirklich aufregend. „Hera“ spielte einfach seine Klasse aus und antizipierte zudem oftmals richtig, was der Franzose vorhatte. Am Ende nahm er die Armee von „Sitaux“ auseinander und entschied die erste Map für sich.

Auch auf der zweiten Karte waren es vor allem die richtigen Entscheidungen von „Hera„, die das Spiel immer wieder beeinflussten und in Richtung des Favoriten schoben. Der Kanadier übte einen unglaublichen Druck auf den Qualifikanten aus, der am Ende darunter zusammenbrach und auch die zweite Map an „Hera“ abgeben musste.

Im dritten Duell wählte „Hera“ dann eine andere Taktik und versuchte seinen Gegner wirtschaftlich zuerst zu überflügeln, um dann eine schlagkräftige Armee aufs Feld zu bekommen. Dieser Schuss aber ging nach hinten los. Denn „Sitaux“ bekam dadurch selbst zu viel Zeit und konnte seinerseits mal in die Offensive gehen. Der Franzose nutzte die Chance und verkürzte auf 1:2.

Der Außenseiter hatte jetzt Lunte gerochen und gestaltete das vierte Spiel absolut ausgeglichen. Lange hatte „Sitaux“ einen wirtschaftlichen Vorteil und setzte auch immer wieder gute Nadelstiche, „Hera“ war aber immer noch „Hera“ und kämpfte sich zurück ins Match. Der Franzose aber hatte den längeren Atem im Lategame und zwang den Favoriten ins Entscheidungsspiel. Dort sah es lange gut aus für den Außenseiter und nicht jeder hätte in dieser Situation den reverse sweep vermieden, am Ende aber setzte sich „Hera“ doch durch und besiegte den Franzosen nach großem Kampf letztlich doch noch.

Gruppe A

DauT“ zu stark für „Nicov“ 

Den Auftakt in die Gruppenphase boten der Serbe Darko „DauT“ Dautovic und der Argentinier Nicolas „Nicov“ Bruno. Während „DauT“ bereits in der K.o.-Runde seine Favoritenrolle unterstrich, wackelte „Nicov“ in seinem Duell zuvor gegen „SongSong„, setzte sich aber letztlich durch. Doch der zuvor gewonnene Eindruck aus der K.o.-Runde verfestigte sich beim Gruppenmatch zwischen dem Südamerikaner und dem Favoriten.

Die erste Map war „DauT“ früh tonangebend und drängte seinen Gegner schnell in die Defensive. „Nicov“ fand keine Antwort und konnte sich nicht mehr von dem Druck befreien, den der Serbe aufbaute. Damit ging das erste Spiel an „DauT„. Auch die zweite Map holte sich der Serbe, erneut musste „DauT“ gar nicht so viel machen, um seinen Gegner zu überwältigen.

Im dritten Spiel schien sich „Nicov“ dann aber doch dazu entschlossen zu haben, am Spiel teilzunehmen. Erstmals übte er so etwas wie frühen Druck auf seinen Gegner aus und konnte damit zumindest die Timings von „DauT“ etwas nach hinten verzögern. Das aber reichte, um sich nach hinten heraus die entscheidenden Zeitvorteile zu sichern. So verkürzte der Argentinier auf 1:2. Es war aber leider nicht mehr als ein Strohfeuer. Denn „DauT“ war am Ende der souveränere Spieler von beiden. Im vierten Match schien er zunächst erneut zurückzufallen. Doch „Nicov“ konnte den Sack nicht zu machen, verpasste es dann, eine Burg an seiner eigenen Basis zu unterbinden, und musste am Ende die 1:3-Niederlage akzeptieren.

Mr_Yo“ siegt weiter

Im zweiten Gruppenspiel trafen „Mr_Yo“ aus China und der Brasilianer „dogao“ aufeinander. Der Chinese besiegte zuvor den Ukrainer „classicpro“ deutlich mit 3:0, konnte sich zuvor ebenfalls mit 3:0 gegen seinen Landsmann „F1re“ durchsetzen. Beide waren also noch ungeschlagen, das sollte sich aber mit diesem Aufeinandertreffen ändern.

Den besseren Start hatte „Mr_Yo“, der sich die erste Map sicherte. Zwar sah es danach zwischenzeitlich nicht wirklich aus, er hatte aber den größeren Tech-Vorteil, was sich am Ende auszahlte. Im zweiten Match war die Überlegenheit des Chinesen aber noch erdrückender, „dogao“ kam gar nicht dazu, ins Spiel einzugreifen. Nach weniger als einer halben Stunde in-Game Spielzeit war die Messe bereits gelesen und der Chinese holte sich bereits den ersten Matchball.

Mit der Führung im Rücken ließ es „Mr_Yo“ etwas ruhiger angehen und geriet gleich ins Hintertreffen. Denn so leicht wollte sich „dogao“ nicht geschlagen geben. Es entwickelte sich das bis dato spannendste Match der Series. Denn in der Ritterzeit waren beide Akteure gleichauf. Es war ein Kopf-an-Kopf-Rennen, mal schlug das Pendel in die eine, mal in die andere Richtung. Am Ende aber war die Armeekomposition von „Mr_Yo“ schlicht die Stärkere und er setzte sich, auch in der Höhe verdient, mit 3:0 durch.

Villese“ hat „TaToH“ nichts entgegen zu setzen

Das Duell zwischen dem Finnen „Villese“ und dem Spanier „TaToH“ versprach auf dem Papier eine ganze Menge. „Villese“ schlug, vielleicht mit etwas mehr Mühe als erwartet, zuvor den Brasilianer „miguel“ mit 3:1. „TaToH“ räumte zu Beginn der K.o.-Phase „BadBoy“ recht eindrucksvoll aus dem Turnier.

Der Spanier machte von Beginn an in dem Aufeinandertreffen klar, wie gut er aktuell Form ist. Trotzdessen, dass er eine fragwürdige Taktik gegen eine der besten Zivilisationen in Spiel Eins wählte, setzte er sich etwas überraschend gegen den Finnen durch und holte sich den ersten Sieg. „Villese“ aber schlug zurück. In Spiel Nummer zwei drehte der Finne den Spieß um, erarbeitete sich früh einen Vorteil und ließ seinen Gegner von da an hinterherlaufen. Zwar konnte „TaToH“ kurzzeitig aufschließen, der Vorteil war am Ende aber zu groß, so dass es nach zwei Maps 1:1 stand.

Auf der dritten Map wählten beide Spieler ein Reitervolk, weshalb es vor allem darauf ankam, wer sich eher die Technologie-Vorteile erarbeitet. Zunächst sah alles danach aus, als sollte das Match in Richtung von „Villese“ laufen, eliminierte er doch vier Dorfbewohner seines Gegners. „TaToH“ ließ sich davon aber nicht aus der Bahn werfen, stürmte in die gegnerische Basis und „Villese“ gab das Spiel etwas überraschend auf.

Nun war der Spanier nicht mehr zu stoppen. Im vierten Spiel hatte er früh einen wirtschaftlichen Vorteil, den er sich nicht mehr nehmen ließ und seinerseits voll ausnutzte, in dem er dem Finnen eine Übermacht gegenüber stellte, die „Villese“ nicht mehr kontern konnte. So setzte sich „TaToH“ eindrucksvoll mit 3:1 durch.

Liereyy“ ohne Probleme gegen „slam

Den ersten Spieltag der Gruppenphase schlossen der Österreicher „Liereyy“ und der Kanadier „slam“ ab. „Liereyy„, einer der Topfavoriten auf den Titel, begann wackelig gegen den Qualifikanten aus Nordamerika. Zwar erlangte der Österreicher im ersten Match einen wirtschaftlichen Vorteil, fiel jedoch militärisch ein ums andere Mal zurück. Je weiter das Spiel aber voranschritt, umso mehr stabilisierte er sich. Am Ende hatte der Außenseiter einige gute Momente, war aber gegen die Timings und wirtschaftliche Stärke von „Liereyy“ machtlos.

Auch im zweiten Duell suchte der Kanadier sein Heil in der Offensive und hatte erneut richtige Ideen, „Liereyy“ war aber nicht umsonst an Platz Eins im Turnier gesetzt und wies seinen Gegner immer wieder in die Schranken. Am Ende war es ein typisches „Liereyy„-Match, in dem der Österreicher erneut zu weit weggezogen war und „slam“ nicht anderes blieb, als seine Niederlage einzugestehen. Damit stand es frühzeitig 2:0 für den Favoriten.

Im dritten Spiel machte „Liereyy“ da weiter, wo er aufgehört hatte. Früh zu Beginn begann er Unruhe bei „slam“ zu erzeugen und versuchte schnell, die Wirtschaft des Kanadiers empfindlich zu stören, indem er ihm eine wichtige Nahrungsquelle verweigerte. Das zeigte Wirkung und der Österreicher setzte seinen Siegeszug von da an ungefährdet fort. Am Ende stand ein souveränes wie verdientes 3:0 für „Liereyy„.

Das sind die Ergebnisse der Gruppenphase im Überblick: 

Gruppe A

  • Darko „DauT“ Dautovic (SRB)          3:1        Nicolás „Nicov“ Bruno (ARG)
  • Guilherme „dogao“ Pippi (BRA)      0:3        Gan „Mr_Yo“ Yangfan (CHI)
  • Ville „Villese“ Jämsä (FIN)                1:3        Roberto „TaToH“ Jiménez (ESP)
  • Kai „Liereyy“ Kallinger (AUT)          3:0        Christopher „slam“ Gregson (CAN)

Gruppe B

  • Marco „JorDan“ Bloch (GER)                 3:1       Huy „ACCM“ Hoang (VIE)
  • Morten „MbL“ Levernes (NOR)              3:1       Dmitriy „Vinchester“ Smirnov (RUS)
  • Ørjan „TheViper“ Larsen (NOR)             3:0       Yunus „Kasva“ Özdemir (TUR)
  • Hamzah „Hera“ El-Baher (CAN)           3:2       Arthur „Sitaux“ Alauzen (FRA)

King Of The Desert 4: K.o.-Runde der letzten 32 

Den Auftakt im Hauptfeld bot eine reine K.o.-Runde. 16 Qualifikanten trafen auf 16 gesetzte Spieler. Es gab einige Überraschungen, viele spannende Partien vielversprechende Paarungen. Hier sind die Paarungen der vier Tage noch mal auf einen Blick:

 

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So liefen die K.o.-Spiele in der Runde der 32:

 

Screenshot: Twitch.tv/Membtv

Vivi“ unterliegt Qualifikant „Kasva

Den Anfang am vierten und letzten Tag der K.o.-Runde machten der Chinese Wang „Vivi“ Long und Yunus „Kasva“ Özdemir aus der Türkei. Und es sollte ein klasse Auftakt werden. Schon die erste Karte war heiß umkämpft. Waren es tags zuvor eher defensive Matches, ging es hier direkt von Beginn an zur Sache. Beide Spieler gingen voll in die Offensive und so entwickelte sich ein wilder Schlagabtausch. „Kasva“ hatte lange die ökonomische Übermacht, ohne Profit draus zu ziehen, „Vivi“ war wiederum militärisch stärker. Je länger das Spiel aber ging, um so mehr wog das Pendel zum Türken hin, der am Ende den ersten Sieg holte.

Im zweiten Match igelte sich der Chinese zunächst ein, ließ seinen Gegner kommen und setzte auf eine frühe Ritterzeit. Fast hätte er den damit errungenen Vorteil weggeworfen, doch zur rechten Zeit ging der Favorit des Duells in die Offensive und glich damit zum 1:1 aus. Im dritten Spiel war es wieder „Kasva„, der mit der frühen Aggression mehr Erfolg hatte und damit seinen Gegner immer weiter ins Hintertreffen brachte. So holte sich der Qualifikant den ersten Matchball.

Je länger die Serie dauerte, umso unterhaltsamer wurde sie. Auf der vierten Karte setzte „Vivi“ voll auf Defensive und mauerte sich nach einigem Anfangsdruck doppelt (!) ein. Er setzte auf den „Boom“, der sich am Ende auszahlte, und erzwang  im ersten Aufeinandertreffen des Tages ein Entscheidungsmatch. „Kasva“ aber hatte die Chance gerochen, erstmals bei einem großen Turnier unter die besten 16 Spieler zu kommen. Im fünften Match hatte er am Ende die bessere Konzentration und das bessere Durchhaltevermögen und besiegte den favorisierte Chinesen mit 3:2.

TheViper“ am Rande der Niederlage

Das zweite Duell des Tages bestritten der zweimalige KOTD-Champion Ørjan „The_Viper“ Larsen aus Norwegen und der Vietnamese Dang „saymyname“ Nhan. Und der Außenseiter schien sich ein Beispiel am zuvor siegreichen „Kasva“ nehmen zu wollen. Denn im ersten Spiel überraschte „saymyname“ den großen Favoriten. Der Vietnamese setzte mit einem Reitervolk voll auf Ritter und überrannte „TheViper“ damit richtiggehend. So stand es nach einem spannenden Match nicht unverdient 1:0 für den Underdog.

TheViper“ schüttelte sich aber nur kurz und rückte im zweiten Spiel die Verhältnisse wieder zurecht. Zu Beginn verweigerte er seinem Gegenüber für eine lange Zeit jeglichen Zugang zu wichtigen Rohstoffen und holte sich damit frühzeitig den Vorteil, den er brauchte, um „saymyname“ schnell zu überwältigen.

Auf der dritten Map wollte der Vietnamese den Favoriten erneut mit einem „Tower Rush“ überraschen, „TheViper“ aber erkannte den Versuch sehr früh, dennoch entwickelte sich ein spannendes Spiel. Der Norweger bot alles auf und wehrte den frühen Druck mit viel Aufwand ab. Danach stabilisierte er sich und gestaltete den Kampf ausgeglichen. Am Ende fiel die Entscheidung tief in der Endphase des Spiels, aber zu Gunsten des Qualifikanten. So hatte „saymyname“ die große Chance, für eine faustdicke Überraschung zu sorgen.

Den ersten Angriff aber wehrte „TheViper“ ab. Erneut versuchte es der Herausforderer mit einem „Tower Rush“, der aber früh erkannt wurde und somit ins Leere lief. Der Norweger gewann schnell die Oberhand und sicherte sich die vierte Karte. Auf der entscheidenden Map spielte der zweimalige König der Wüste dann seine Erfahrung aus und spielte die Karte aus einer gesicherten Defensive routiniert herunter. Am Ende ging „saymyname“ die Luft aus und „TheViper“ zog den Kopf noch mal aus der Schlinge.

MbL“ unterstreicht gute Form

Das vorletzte Spiel des Abends fand zwischen „MbL“ aus Norwegen und dem Brasilianer „bruh“ statt. „MbL“ gehört seit Jahren zur Weltspitze und gilt als großer Favorit, weil kaum jemand besser auf der Karte zurecht kommt, als der Norweger. So dominierte er seinen Gegner gleich von Beginn an und towerte gleich alle Holzressourcen, wovon sich „bruh“ nicht erholte. Damit ging der Favorit früh in Führung.

Auch im zweiten Match ließ „MbL“ seinen Kontrahenten nicht zur Entfaltung kommen. Mit der richtigen Taktik drängte der Favorit den Brasilianer früh in die Defensive und wurde seinem Status als Titelfavorit mit dem bis dahin klaren 2:0 völlig gerecht. Im dritten Spiel konnte „bruh“ etwas mehr dagegen halten und brachte „MbL“ kurzzeitig zum straucheln, am Ende war es aber eine Demonstration der guten Form des Norwegers, der auch in der Höhe verdient mit 3:0 in die Gruppenphase einzog.

Hera“ ungefährdet in der Gruppenphase

Das letzte Duell des Abends bestritten Hamzah „Hera“ El-Baher aus Kanada und der Finne Tuomas „Zuppi“ Törmänen. „Hera“ gilt als Mitfavorit auf den Titel und präsentierte sich am späten Sonntagabend auch so. „Zuppi“ war in allen Belangen auf der ersten Map unterlegen und verlor das erste Spiel, weil er mit dem Kanadier schlicht nicht mithalten konnte.

Auch das zweite Spiel war eine absolut klare Angelegenheit. Früh erarbeitete sich „Hera“ einen militärischen Vorteil, den er in Windeseile ausbauen konnte. Bereits in der Feudalzeit überrannte er „Zuppi“ und das Duell glich einem Klassenunterschied.  Daran änderte sich auch im dritten Spiel nichts mehr, der bemitleidenswerte Finne schwenkte bereits nach wenigen Minuten die weiße Flagge und schied mit 0:3 aus.

Hier seht ihr die Ergebnisse vom 21. November im Überblick:

  • Wang „Vivi“ Long (CHI)                   2:3        Yunus „Kasva“ Özdemir (TUR)
  • Ørjan „TheViper“ Larsen (NOR)       3:2        Dang „saymyname“ Nhan (VIE)
  • Morten „MbL“ Levernes (NOR)      3:0        Bruno „bruh“ (BRA)
  • Hamzah „Hera“ El-Baher (CAN)    3:0        Tuomas „Zuppi“ Törmänen (FIN)

 

Screenshot: Twitch.tv/Membtv

Mr_Yo“ mit routinierter Vorstellung

Der dritte Tag startete mit dem Duell des Chinesen Gan „Mr_Yo“ Yangfan und Viktor „classicpro“ Vitoshko aus der Ukraine. Der Chinese war klarer Favorit, gehört er doch schon seit Jahren zur Weltspitze. Die Erfahrung zeigte sich auch gleich im ersten Match. Zwar war der Ukrainer gut im Spiel, blieb aber trotz einer Masse an Bogenschützen zu defensiv. So gab er „Mr_Yo“ zu viel Zeit, sich mit den mobileren Rittern zu stabilisieren, was sich am Ende für den Favoriten auszahlte.

Auch auf der zweiten Map sah es zunächst so aus, als sollte „classicpro“ die bessere Taktik haben, blieb aber bei aller ökonomischen Stärke erneut zu defensiv. So hatte der chinesische Veteran am Ende wenig Mühe, die Angriffsversuche seines Gegenübers zu unterbinden und seinerseits in den Angriff überzugehen. So stand der Belgier letztlich einer zu großen Übermacht gegenüber und „Mr_Yo“ holte sich auch das zweite Spiel.

Mit dem 0:2 vor Augen versuchte der Ukrainer auch im dritten Spiel noch mal alles, doch „Mr_Yo“ war an diesem Nachmittag eine Nummer zu groß für den Qualifikanten. Letztlich ungefährdet zog der Chinese mit einem klaren 3:0 über seinen Gegner in die Gruppenphase ein.

slam“ zu stark für „BacT

Das zweite Spiel des Tages zwischen dem Kanadier „slam“ und dem Vietnamesen „BacT“ versprach am meisten Spannung. „slam“ drängt seit einiger Zeit nach oben und hatte schon vor dem Spiel das Potenzial, seinem Gegner mehr als nur ein Bein stellen zu können. So begann das Duell im ersten Match schließlich auch. Der Nordamerikaner war risikofreudiger und selbstbewusster in seinen Aktionen, womit er sich letztlich das erste Spiel gegen einen zu zurückhaltenden Gegner sicherte.

Das zweite Spiel war quasi ein Abbild des ersten Matches. Denn „BacT“ schien den Weckruf nicht rechtzeitig gehört zu haben, fiel er doch im zweiten Aufeinandertreffen erneut zurück. Doch als alles schon nach einem Sieg für „slam“ aussah, hatte der Vietnamese offenbar ein Problem mit dem Internet, so dass die Partie unterbrochen werden musste. Aufgrund der langen Unterbrechung wurde das dritte Match des Tages zwischen „DauT“ und „Barles“ vorgezogen. Die Fortsetzung zwischen „BacT“ und „slam“ fand am Sonntag statt.

Kurz nach Wiederaufnahme der zweiten Map gab „BacT“ letztlich auch auf und es ging ins dritte Match. Wer nun hoffte, dass die Unterbrechung dem Vietnamesen gut getan haben könnte, wurde aber enttäuscht. „slam“ macht dort weiter, wo er tags zuvor aufgehört hatte und nahm seinen Gegner nach allen Regeln der AoE-Kunst auseinander. Mit einem klaren wie verdienten 3:0 zog der Kanadier in die Gruppenphase ein.

DauT“ unterstreicht Favoritenrolle

Mit dem Serben Darko „DauT“ Dautovic griff der wohl beliebteste Profi der gesamten Szene ins Turnier ein. Er traf in der K.o.-Runde auf den Polen „Barles„. „DauT“ machte im Aufeinandertreffen von Beginn an klar, warum er einer der Turnierfavoriten ist. Keine Fehler, ein klarer Plan und starkes Micromanagement führten früh zum 1:0 gegen eine überforderten Gegner.

Auch das zweite Spiel war eine Machtdemonstration des Serben, der erneut ein beinahe fehlerfreies Spiel machte. „Barles“ hielt dieses Mal länger dagegen, so gut er konnte, doch gegen einen „DauT“ in dieser Form war es schlicht zu wenig. Der Serbe nutzte jeden sich bietenden Vorteil und dominierte seinen Kontrahenten nach belieben.

Erst im dritten Duell schlichen sich auch beim Serben erste gröbere Schnitzer ein. „Barles“ zeigte, das er nicht zu Unrecht in der Runde der letzten 32 stand und nutzte die Unkonzentriertheiten erstmals aus. Am Ende fiel „DauT“ zu weit zurück, so dass der Pole verkürzen konnte. Nach dem kurzen Durchhänger schien „DauT“ aber wieder in der Spur. Auf der vierten Map schnürte er seinen Gegner früh in dessen Ecke ein und alles deutete auf ein schnelles Ende hin. „Barles“ aber blieb zäh und wehrte sich. Am Ende musste der Qualifikant aber einsehen, das „DauT“ an diesem Abend nicht zu schlagen war.

Daniel“ bietet „Liereyy“ die Stirn

Das letzte Duell des Tages bestritten der Österreicher Kai Kallinger, genannt „Leireyy„, und der US-Amerikaer Tsz „Daniel“ Lam. „Leireyy“ ist aktuell wahrscheinlich der beste Spieler, entsprechend favorisiert war der Österreicher. Aber „Daniel“ bot auf der ersten Map einen großen Kampf. Er konnte den ersten Angriffsschwung abwehren und sich zunächst befreien. Aber „Liereyy“ spielte seine individuelle Klasse gekonnt aus und schickte eine Welle nach der anderen. Dem Druck nicht mehr standhaltend, musste „Daniel“ letztlich aufgeben und das erste Spiel ging an de Favoriten.

Auch das zweite Spiel bot hohes AoE-Entertainment, denn „Daniel“ ließ sich nicht vom großen Namen einschüchtern. Auf der anderen Seite hatte ebenso „Liereyy“ seine Momente, wo er unterstrich, warum er derzeit das wohl beste Micro Management besitzt. Aber der Außenseiter steigerte sich während des Duells immer mehr und hatte mit guten Timings sogar das Glück auf seiner Seite. Der Österreicher aber hatte letztlich immer die richtige Antwort parat und setzte sich schließlich mit 2:0 ab.

Im dritten Duell wurde der US-Amerikaner aber endlich für seine mutige Herangehensweise belohnt und bewies, dass auch „Liereyy“ nur aus Fleisch und Blut ist. Mit guten frühen Picks und vielen erzwungenen Verzögerungen schaffte er den Anschluss und verkürzte auf 1:2. „Liereyy“ ist aber eben immer noch „Liereyy„. Im vierten Spiel drehte der Österreicher den Spieß um und zeigte seinem Gegner, wie man früh Druck erzeugt und danach nicht mehr nachlässt. Trotz einer ganz starken Leistung musste „Daniel“ schlussendlich die Segel streichen und unterlag mit 1:3.

Hier seht ihr die Ergebnisse vom 20. November im Überblick:

  • Gan „Mr_Yo“ Yangfan (CHI)                   3:0        Viktor „classicpro“ Vitoshko (UKR)
  • Biên „BacT“ Ha (VIE)                                0:3        Christopher „slam“ Gregson (CAN)
  • Darko „DauT“ Dautovic (SRB)                3:1         Richard „_Barles_“ (POL)
  • Kai „Liereyy“ Kallinger (AUT)                 3:1         Tsz „Daniel“ Lam (USA)

 

Screenshot: Twitch.tv/Membtv

Fish“ zahlt Lehrgeld

Der Freitag startete mit dem reinvietnamesischen Duell zwischen Favorit „ACCM“ und Underdog „Fish„. Und auch wenn es zu Beginn kurz nach einer Überraschung roch, so machte „ACCM“ doch recht schnell klar, warum er der Favorit war. Mit einem soliden ersten Spiel holte er sich das 1:0.

Aber anders als am Vortag entschieden sich beide Spieler gegen frühe Aggression und setzten mehr auf den einen soliden Aufbau der eigenen Ökonomie. Das verlangsamte das Spiel immens und wurde, je länger das Match dauerte, immer mehr zur Materialschlacht. Aber auch hier hatte „ACCM“ am Ende die Nase wieder vorn und es machte den Eindruck, dass „Fish“ die Nervosität zum Verhängnis wurde.

So stand der Außenseiter bereits im dritten Spiel mit dem Rücken zur Wand und konnte diesen Rückstand nicht mehr aufholen. Denn „ACCM“ machte einfach so weiter, wie die beiden Spiele zuvor. „Fish“ hingegen muss sich vorwerfen, in allen drei Matchups nicht einmal die Initiative ergriffen und stattdessen viel zu passiv agiert zu haben. So aber war es ein klarer 3:0-Sieg für den Favoriten.

JorDan“ untermauert seine starke Form

Das Duell zwischen dem deutschen Spieler „Jordan“ und dem Russen „Dark“ war lange erwartet worden. Vor allem, weil „Dark“ mit gerade mal 17 Jahren als großes Talent gilt. Und die Zuschauer wurden nicht enttäuscht. Bereits im ersten Spiel zeigten beide Spieler, warum sie in dieser K.o.-Runde stehen. „Jordan“ baute großen Druck auf und hatte zwischenzeitlich über 30 Dorfbewohner eliminiert bei gerade mal zwei eigenen Verlusten. „Dark“ aber ließ sich nicht aus der Ruhe bringen und traf seine Timings. Mit einem zweiten großen Push nach knapp 40 in-Game Minuten besiegelte der Deutsche aber das Ende seines Widersachers und holte sich das wichtige erste Spiel.

Das 1:0 hatte aber Wirkung beim jungen Talent hinterlassen. Denn „Jordan“ war im zweiten Spiel in allen Belangen überlegen. Sowohl bei der Ökonomie als auch beim Militär rannte der Favorit seinem Gegner über die gesamte Dauer davon und hatte zum Ende des Matches über 50 Dorfbewohner mehr. „Dark“ versuchte tatsächlich alles, aber auch sein letzter Versuch, seinen Gegner mit einer Burg in exponierter Stellung in die Knie zwingen zu wollen, schlug fehl. Somit zog „Jordan“ mit 2:0 weg.

Das war letztlich zu viel für den jungen Russen, der auch im dritten Spiel kaum einen Stich sah. „Jordan“ war an diesem Tag zu stark für seinen Gegner und ließ ihm keine Luft zum atmen, noch ließ er ihn irgendwie zur Entfaltung kommen. Damit zog der Favorit mit einem klaren 3:0 in die Gruppenphase ein und untermauerte seine aktuelle Form.

Sitaux“ schaltet „Capoch“ aus

Auf dem Papier war der Argentinier „Capoch“ der Favorit, weil er schon zuvor gesetzt war. Aber schon beim Blick auf die Elo beider Spieler war klar, dass es zwischen beiden richtig eng wird – 2508:2499. Und genau so begann dann auch die Serie. Nach und nach erarbeitete sich „Sitaux“ in Spiel Eins aber einen Vorteil. Jedoch drohte er diesen immer mal wieder zu verschenken. Beispielsweise in jenem Moment, wo er mit Mangonel aus Versehen sein eigenes Schloss abriss. Am Ende aber hatte er den längeren Atem und entschied die erste Map für sich.

Capoch“ aber ließ sich von diesem kurzen Rückschlag nicht aus dem Konzept bringen und holte die zweite Map. Im folgenden Match wurde es sehr taktisch. Was vor allem an den ausgewählten Völkern lag. Lange waren beide Spieler gleichauf, bis „Sitaux“ den entscheidenden Fehler machte und sich zu früh für einen Kampf entschied. Das wiederum gab dem Argentinier den entscheidenden Vorteil, sich den ersten Matchball zu holen.

Diesen konnte er allerdings nicht nutzen. Stattdessen blieb der Südamerikaner überraschend passiv, trotz des Vorteils im Rücken. „Sitaux“ hingegen nutzte seine Chance und erzwang mit Geduld und dem Willen den Decider. Beinahe wäre es dem Franzosen aber ebenso ergangen. In einer entscheidenden Schlacht machte „Sitaux“ aber alles richtig und stand plötzlich mit 40 Militäreinheiten gegen null Wiederstand. Das reichte zum 3:2 und die K.o.-Phase hatte ihre erste Überraschung. „Sitaux“ schaffte es als erster Qualifikant in die Gruppenphase!

„Vinchester“ hält dem Druck stand

Das letzte Duell des Tages bestritten der Finne Eerik „TheMax“ Ukkola und der Russe Dmitriy „Vinchester“ Smirnov. Und es sollte noch ein langer Abend werden. Schon das erste Duell war ein langes Match. Nach dem das Spiel hin und her wog, setzte sich zu guter Letzt „Vinchester“ durch und holte sich den ersten Sieg.

Doch der Finne steckte nicht auf und zeigte im zweiten Duell, dass er ebenfalls einen langen Atem hat. Nach über einer Stunde in-Game Spielzeit musste der Russe schließlich das Handtuch werfen und „TheMax“ konnte zum 1:1 ausgleichen. Auch im dritten Aufeinandertreffen mussten beide Kontrahenten einiges an Geduld aufbringen. Über die Dauer des Matches hatte „Vinchester“ aber den besseren Matchplan und konnte seinem Gegner zum Ende eine Übermacht entgegen werfen, auf die der Finne keine Antwort mehr hatte.

Mit der Führung im Rücken suchte „Vinchester“ früh die Entscheidung, rannte aber ins offene Messer. Denn auch „TheMax“ änderte seine Taktik und igelte sich zunächst ein, um früh in die Ritterzeit zu kommen. Spätestens, als der Russe viel zu übermotiviert mit einer Burg in die Offensive ging, wurde es richtig wild. „Daut Castles“ und vermeintlich Solche wechselten sich zwischen beiden Spielern ab. Am Ende aber bewies „Vinchester“ das bessere Multitasking und setzte sich mit 3:1 gegen „TheMax“ durch.

Hier seht ihr die Ergebnisse vom 19. November im Überblick:

  • Huy „ACCM“ Hoang (VIE)                       3:0         „Fish“ (VIE)
  • Marco „JorDan“ Bloch (GER)                 3:0         Sergey „Dark“ Perevertkin (RUS)
  • Patricio „Capoch“ Olmo (ARG)               2:3         Arthur „Sitaux“ Alauzen (FRA)
  • Dmitriy „Vinchester“ Smirnov (RUS)    3:1         Eerik „TheMax“ Ukkola (FIN)

 

Screenshot: Twitch.tv/Membtv

TaToH“ fehlerlos in der Gruppenphase

Los ging es am Donnerstagnachmittag mit dem Duell zwischen Roberto „TaToH“ Jiménez aus Spanien und Bui „BadBoy“ Tu aus Vietnam. „BadBoy“ ging den weiten Weg durch die Qualifikation und erklärte schon im Interview, dass er alles geben werde und einen guten Tag brauche. Denn „TaToH“ war ohne Frage der Favorit.

Und so legte der Spanier auch los. Auf der ersten Map ließ er keinen Zweifel aufkommen, wer der bessere Spieler ist und dominierte seinen Gegner vom Start weg. Das bessere Micromanagement zeigte sich insbesondere bei einem kurzen Zweifrontenscharmützel, wenige Augenblicke später war die erste Karte beendet, zu Gunsten von „TaToH„. Auch die zweite Map ging klar an den Favoriten. Zwar kam „BadBoy“ deutlich besser ins Spiel, doch auch in diesem Duell war „TaToH“ auf den Punkt da. Eine kleine Unaufmerksamkeit des Underdogs in seiner eigenen Base besiegelte letztlich das frühe 2:0 für den Spanier.

Auf Map Nummer Drei ging „TaToH“ mit viel Rückenwind voll ins Risiko, als er zu Beginn mit ein paar Dorfbewohnern tief ins Gegnerterritorium eindrang, dort Kasernen aufbaute und somit viel Druck erzeugte. Den Druck hielt er über eine lange Zeit aufrecht, was immer wieder zu Fehlern auf Seiten von „BadBoy“ führte. Letztlich wurde das Risiko belohnt und nach einer guten Stunde zog „TaToH“ souverän in die Gruppenphase ein.

Nicov“ mit Wackler in der nächsten Runde

Im zweiten Duell des Tages trafen der Argentinier Nicolás „Nicov“ Bruno und Long „SongSong“ aus Vietnam aufeinander. Die erste Map war ein klassisches Auftaktmatch. Beide Kontrahenten tasteten sich zunächst ab und es passierte zunächst wenig. „Nicov“ aber hatte die besseren Timings und setzte auf nur ein Dorfzentrum. Dies gereichte ihm am Ende zum Vorteil und er gewann die erste Karte.

SongSong“ aber ließ sich davon nicht beeindrucken und schlug auf der zweiten Map zurück. Der Vietnamese setzte im zweiten Match voll auf Aggression und überrumpelte „Nicov“ damit ein Stück weit, der mehr und mehr zurückfiel und letztlich keine Antwort mehr fand. Somit war alles wieder auf Null gestellt.

Die große Frage war nun, wer sich den ersten Matchball holt. Und „Nicov“ hatte den besseren Start, seine Timings passten jetzt wieder. Doch die dritte Map war umkämpft. Denn auch der Argentinier machte immer wieder Fehler und verschenkte seine Einheiten zweitweise regelrecht. Am Ende aber war das Micro von „Nicov“ einfach besser und „SongSong“ geriet mehr und mehr in die Defensive. So ging das dritte von fünf möglichen Duellen an wieder an „Nicov„.

Musste man sich nach der zweiten Map noch leichte Sorgen um den Südamerikaner machen, war er nun nach dem Sieg in Spiel drei voll auf Kurs. Nach nicht mal 20 Spielminuten war die vierte Partie bereits entschieden und „Nicov“ zog in die nächste Runde ein.

Villese“ zu stark für „miguel

Im dritten Duell des Tages trafen der Finne Ville „Villese“ Jämsä und der Brasilianer Miguel „miguel“ Dornelles aufeinander. Während sich „Villese“ zu Beginn vor allem auf seine defensiven Fähigkeiten verließ, versuchte „miguel“ es mit frühem Druck. Der aber verpuffte und „Villese“ konnte sich aus der frühen Umklammerung befreien. Doch je länger der Kampf um Map Nummer Eins dauerte, umso stärker kam der Brasilianer auf. Am Ende wurde der Druck zu groß und „miguel“ ging mit 1:0 in Führung.

Auf der zweiten Map drehte der Finne den Spieß dann um und machte seinerseits früh Druck. Doch auch der Brasilianer hielt lange dagegen. Am Ende aber musste auch er sich dem Druck beugen und den frühen Verlusten Tribut zollen, so dass „Villese“ zum 1:1 ausgleichen konnte.

Danach machte „Villese“ kurzen Prozess mit seinem Gegner und überrannte den Südamerikaner auf den nächsten beiden Maps. Beide Auseinandersetzungen dauerten rund 20 in-Game Minuten und waren von viel Druck seitens des Skandinaviers geprägt. „miguel“ versuchte Alles, machte aber zu viele leichte Fehler, weshalb „Villese“ völlig verdient mit 3:1 in die Gruppenphase einzog.

dogao“ entscheidet brasilianisches Duell für sich

Das erste Spiel begann ausgeglichen, ehe ein disconnect die Partie für eine halbe Stunde unterbrach. Nach Wiederaufnahme des Matches aber zog „dogao“ die Zügel kurz an und besiegte seinen Gegner mit einer Übermacht an Reitern.

Die zweite Karte war für beide Spieler sehr offen, was es schwierig machte, die eigene Basis zu verteidigen. So suchten beide Kontrahenten ihr heil in der Offensive und gingen früh auf den Gegner. „F1re“ war erfolgreicher mit dieser Taktik und erarbeitete sich einen großen Vorteil, wusste diesen aber nicht zu nutzen. „dogao“ kam zurück und setzte den finalen Stoß zum 2:0.

Das dritte Spiel war zunächst geprägt von Unterbrechungen und wurde schließlich neu gestartet. Nach einer weiteren längeren Pause versuchte „dogao“ den Schwung zunächst mitzunehmen, wurde aber zunächst ausgekontert. Im Anschlus wog die Partie hin und her. „F1re“ fand immer wieder gute Übergänge in seinen Militäranpassungen. Am Ende aber war „dogao“ zu stark und setzte sich am Ende deutlich mit 3:0 durch.

Hier seht ihr die Ergebnisse vom 18. November im Überblick:

  • Roberto „TaToH“ Jiménez (ESP)       3:0          Bui „BadBoy“ Tu (VIE)
  • Nicolás „Nicov“ Bruno (ARG)              3:1          Long „SongSong“ (VIE)
  • Ville „Villese“ Jämsä (FIN)                   3:1          Miguel „miguel“ Dornelles (BRA)
  • Guilherme „dogao“ Pippi (BRA)         3:0           Helenes „F1Re“ Candido (BRA)

King Of The Desert 4: alle Qualifikanten und gesetzten Spieler auf einen Blick

Damit steht das Hauptfeld für die erste Runde des Mainevents. Die bereits feststehenden Akteure wurden nach einem bestimmten Schlüssel errechnet, anhand dessen, wie viele Turniere sie im abgelaufenen Jahr gespielt und welche Platzierung sie dort erreicht haben. Mit den 16 Qualifikanten ist das Hauptfeld mit insgesamt 32 Akteuren komplett.

Hier seht ihr noch mal alle Qualifikanten nach dem Qualifikationsturnier aufgelistet:

  • Bui „BadBoy“ Tu (VIE)
  • Richard „_Barles_“ (POL)
  • Bruno „BruH“ (BRA)
  • Viktor „classicpro“ Vitoshko (UKR)
  • Tsz „Daniel“ Lam (USA)
  • Sergey „Dark“ Perevertkin (RUS)
  • Helenes „F1Re“ Candido (BRA)
  • Fish“ (VIE)
  • Yunus „Kasva“ Özdemir (TUR)
  • Miguel „miguel“ Dornelles (BRA)
  • Dang „saymyname“ Nhan (VIE)
  • Arthur „Sitaux“ Alauzen (FRA)
  • Christopher „slam“ Gregson (CAN)
  •  Long „SongSong“ (VIE)
  • Eerik „TheMax“ Ukkola (FIN)
  • Tuomas „Zuppi“ Törmänen (FIN)

Hier seht ihr die gesetzten Spieler:

  • Huy „ACCM“ Hoang (VIE)
  • Biên „BacT“ Ha (VIE)
  • Patricio „Capoch“ Olmo (ARG)
  • Darko „DauT“ Dautovic (SRB)
  • Guilherme „dogao“ Pippi (BRA)
  • Hamzah „Hera“ El-Baher (CAN)
  • Marco „JorDan“ Bloch (GER)
  • Kai „Liereyy“ Kallinger (AUT)
  • Morten „MbL“ Levernes (NOR)
  • Gan „Mr_Yo“ Yangfan (CHI)
  • Nicolás „Nicov“ Bruno (ARG)
  • Roberto „TaToH“ Jiménez (ESP)
  • Ørjan „TheViper“ Larsen (NOR)
  • Ville „Villese“ Jämsä (FIN)
  • Dmitriy „Vinchester“ Smirnov (RUS)
  • Wang „vivi“ Long (CHI)

King Of The Desert 4: Die Duelle der ersten Runde

Mit dem Abschluss der Qualifikation haben sich nun auch die Paarungen der ersten Runde im Hauptfeld ergeben. Denn der Modus sieht in der ersten Runde zunächst ein K.o.-Match im Best-of-five für alle 32 Spieler vor. Erst danach gibt es eine Gruppenphase mit zwei Gruppen zu je acht Akteuren. Zuvor aber trifft jeweils ein Qualifikant auf einen der 16 bereits eingeladenen Spieler. Und das sind die Paarungen:

Foto: Screenshot Liquipedia /

King Of The Desert 4: So ist der zeitliche Ablauf

Womit wir auch gleich beim Zeitplan wären. Denn stattfinden wird die erste Hauptrunde vom 18. bis zum 21. November und startet Stand jetzt um 15 Uhr. Pro Tag werden jeweils vier K.o.-Spiele ausgetragen, ehe dann am folgenden Wochenende erstmals die Gruppenphase mit den verbliebenen 16 Spielern stattfindet.

Am 3. Dezember starten dann die Entscheidungsspiele in der Gruppe, ehe am 4. und am 5. Dezember die Viertelfinalspiele nach der Gruppenphase ausgetragen werden. Am Wochenende des 11. Dezember werden schließlich beide Halbfinalpaarungen absolviert, ehe es am 12. Dezember dann zunächst das Spiel um Platz 3 und anschließend das große Finale gibt.

Hier der Zeitplan in der Übersicht:

  • 18. – 21. November: Playoffs (Runde der letzten 32)
  • 25. – 26. November: Gruppenphase Start
  • 27. – 28. November: Gruppenphase Gewinner- und Verlierermatches
  • 03. Dezember: Gruppenphase Entscheidungsspiele
  • 04. – 05. Dezember: Viertelfinale
  • 11. Dezember: Halbfinale
  • 12. Dezember: Spiel um Platz 3 / Finale

King Of The Desert 4: So wird das Preisgeld ausgeschüttet

Insgesamt werden beim „King Of The Desert 4“ 75.000 US-Dollar ausgeschüttet. Und schon für die bloße Teilnahme bzw. Qualifikation für das Hauptevent bekommen alle Spieler mindestens 600 Dollar. Denn dies ist der Mindestbetrag, der für die Akteure ausgeschüttet wird, die in der K.o.-Runde zum Auftakt bereits die Segel streichen müssen (Plätze 17. bis 32.).

Für die vier Spieler, die in der anschließenden Gruppenphase beide Spiele verlieren und damit kein Entscheidungsmatch mehr haben, gibt es 1250 Dollar (Plätze 13. bis 16.). Die vier Teilnehmer, die in den Entscheidungsspielen scheitern, erhalten 1750 Dollar (Plätze 9. bis 12.). Danach geht es bereits in die Viertelfinalspiele. Wer es bis hierhin geschafft hat, darf sich 2500 Dollar einstreichen (Plätze 5. bis 8.).

Womit wir bei den ersten vier Rängen des Turniers angekommen sind. Im Gegensatz zu einem Großteil der Events wird es beim „King Of The Desert 4“ auch ein Spiel um Platz 3 geben. Normalerweise beschränken sich die Turniere meist auf ein Finale, der Dritte und Vierte bekommen anteilig die gleiche Gewinnsumme. Nicht aber in diesem Fall. Denn hier bekommt der Sieger im Spiel um Platz 3 6000 Dollar, der Vierte „nur“ 5000 Dollar.

Allein im großen Finale aber werden noch mal 30.000 Dollar verteilt. So bekommt der Zweitplatzierte für die Finalteilnahme 10.000 Dollar, der Gewinner erhält die Summe von 20.000 Dollar. Die ersten beiden Editionen des „King Of The Desert“ gewann der Norweger Ørjan „TheViper“ Larsen. Dabei gewann er beim ersten Turnier 1622 Dollar, beim zweiten bereits 5000 Dollar. Die dritte Ausgabe des Turniers gewann Kai „Liereyy“ Kallinger inklusive 17.000 Dollar.

Das Preisgeld kann dabei sogar noch steigen. Denn wie „MembTV“ bereits selbst angekündigt hatte, gibt es für eine bestimmte Anzahl an neuen Abonnenten auf seinem Twitchkanal zusätzlich 2500 Dollar oben drauf.

 

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Kind Of The Desert 4: Das war das Qualifikationsturnier 

Am Wochenende vom 30. bis zum 31. Oktober lud der spanische Streamer Daniel MembTV Molina bereits zum großen Qualifikationsturnier seines „King Of The Desert“-Events ein. Aus 512 Spielern konnten sich 16 Teilnehmer für das Mainevent qualifizieren, welches vom 18. November bis zum 12. Dezember vom spanischen Esport-Kommentator veranstaltet wird.

Nachdem am ersten Turniertag bereits bis zur Runde der letzten 32 gespielt wurde, ging es sonntags mit den finalen K.o.-Duellen in vier Vierergruppen weiter. Ein Sieg im Best-of-five-Modus bedeutete die Teilnahme beim Mainevent, eine Niederlage das Aus. Vertreten waren viele bekannte Namen aus dem AoE-Universum.

King Of The Desert 4: Favoriten verpassten das Hauptfeld

Tags zuvor jedoch schieden bereits einige prominente Vertreter aus. So kam der Tscheche Jindra „DracKeN“ nicht über die dritte Runde hinaus. Er verlor klar gegen den Chilenen Sebastián „Whocl“ Suárez mit 0:2 und musste so bereits früh den Traum von einer Teilnahme am „King Of The Desert 4“ beenden.

Auch der deutsche Streamer Sven „Nili_AoE“ Reichardt verpasste die Vorschlussrunde. Er verlor mit 1:2 gegen den Japaner „chart“ und war somit ebenfalls bereits am ersten Turniertag ausgeschieden. Doch auch so bot der Finaltag spannende Aufeinandertreffen und hielt einige Überraschungen parat.

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King Of The Desert 4: Qualifikationsgruppe 1

Vor allem die brasilianische Fraktion um den Zweitplatzierten des „Visible Cup 4“ Bruno „BruH“ stellte gleich vier Akteure in den Gruppen, wie auch die vietnamesische Truppe um den 32-jährigen Dang „saymyname“ Nhan. Mit dabei war auch der Chinese „lyx“, der im vergangenen Dezember noch mit seinem kongenialen Partner Gan „Yo“ Yangfan den „2v2 World Cup“ nebst einem Preisgeld von 7200 Dollar gewann. Er traf in Gruppe 1 auf den Amerikaner Tsz „Daniel“ Lam.

Daniel“ startete besser in das Duell und holte sich die erste Map. „lyx“ musste reagieren, geriet aber nach einem guten Start auf Map Nummer Zwei erneut ins Hintertreffen. Doch der Chinese kämpfte sich zurück. Das Spiel wog hin und her, das Momentum schwang von der einen auf die andere Seite. Am Ende aber hatte „Daniel“ das bessere Ende für sich und ging mit 2:0 in Führung. Von diesem Nackenschlag erholte sich „lyx“ nicht mehr und musste sich am Ende deutlich mit 3:0 geschlagen geben.

Im Duell zwischen „RiuT“ und „Badboy“ ging der Vietnamese in Führung. Der Brasilianer konnte zunächst noch ausgleichen, verlor aber nach großem Kampf die dritte Karte. Danach ließ „Badboy“ nichts mehr anbrennen und nutzte gleich den ersten Matchball zum 3:1.

Hier seht ihr die Ergebnisse von Gruppe 1 im Überblick:

  • Bruno „BruH“ (BRA)                             3:1         „StrayDog“ (CHN)
  • Daniel „RiuT“ Lima (BRA)                     1:3         Bui „BadBoy“ Tu (VIE)
  • Tsz „Daniel“ Lam (USA)                        3:0         „lyx“ (CHN)
  • Masatoshi „Komtan“ Kawai (JPN)           0:3         Dang „saymyname“ Nhan (VIE)

King Of The Desert 4: Qualifikationsgruppe 2

Gruppe 2 bot von den Namen und Begegnungen am meisten Spannungspotenzial. So traf Christopher „slam“ Gregson aus Kanada auf den Japaner „chart“. „chart“ kam beim vorigen „King Of The Desert 3“ bis ins Mainevent, schied dort aber in der Gruppenphase aus. Im Duell um das Finalticket des diesjährigen Wettbewerbs erwischte „chart“ den besseren Start und ging nach einer konzentrierten Vorstellung auf der ersten Karte in Führung.

slam“ aber konterte und holte sich die zweite Map mit einer überlegenen Vorstellung und glich aus. Das gute Gefühl nahm der Kanadier auch mit auf die dritte Karte, wo er seinen Gegner dominierte und sich den ersten Matchball holte. Nun ins Rollen gekommen, hatte „chart“ seinem Gegner nichts mehr entgegen zu setzen und „slam“ sicherte sich mit dem 3:1 die Teilnahme beim Mainevent.

Weitere Duelle waren Sergey „Dark“ Perevertkin aus Russland gegen den Franzosen „Babaorum“ und Long „SongSong“ aus Vietnam gegen Everson „St4rk“ Alcantara aus Brasilien. „SongSong“ machte mit seinem Gegner kurzen Prozess und überrollte „St4rk“ regelrecht. Am Ende zog der Vietnamese souverän mit 3:0 in das Hauptfeld ein. „Dark“ hatte zunächst Startschwierigkeiten und verlor die erste Map gegen seinen Kontrahenten, setzte sich aber am Ende mit 3:1 durch.

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Hier seht ihr die Ergebnisse von Gruppe 2 im Überblick:

  • Christopher „slam“ Gregson (CAN)         3:1         „chart“ (JPN)
  • Long „SongSong“ (VIE)                         3:0         Everson „St4rk“ Alcantara (BRA)
  • Sergey „Dark“ Perevertkin (RUS)           3:1         „Babaorum“ (FRA)
  • Sebastián „Whocl“ Suárez (CHI)            0:3         „Fish“ (VIE)

King Of The Desert 4: Qualifikationsgruppe 3

In Gruppe 3 war unter anderem der Finne Eerik „TheMax“ Ukkola dabei. Er hatte das letzte halbe Jahr viele Turniere ausgelassen, nachdem er im April noch im Finale von „Two Pools 2“, dem Turnier des Streamers und Kommentators „LidaKor“, gestanden hatte. Er bekam es mit dem eher unbekannten Russen „repard“ zu tun, der erst seit diesem Jahr auf sich aufmerksam macht und unter anderem den Franzosen Arthur „Sitaux“ Alauzen im Juni beim „Yolo Cup“ mit 4:2 in einem Best-of-7 besiegen konnte.

TheMax“ aber war der Favorit und wurde dieser Rolle auch gerecht. Er kam gut in die Serie und holte sich früh die erste Map. Im zweiten Spiel hatte der Finne ein wenig mehr Mühe, holte aber auch diese Karte letztlich souverän. Doch „repard“ gab sich nicht geschlagen und zeigte, dass er nicht umsonst in dieser Runde stand. Er stellte im dritten Spiel den Anschluss wieder her und verkürzte auf 1:2. Letztlich war dies aber nur ein Straucheln von „TheMax“, der im vierten Spiel keine Zweifel mehr aufkommen ließ und sich durchsetzte.

Auch der türkische Spieler Yunus „Kasva“ Özdemir war in Gruppe 3 vertreten. Er bekam es mit dem aufstrebenden Ashwin „The_Dragonstar“ Kumar aus Indien zu tun. Und der Inder holte sich die ersten beiden Spiele und ging mit 2:0 in Führung. „Kasva“ aber holte nach großem Kampf Map Nummer Drei und steckte nicht auf. Auch den zweiten Matchball wehrte der Türke ab und somit ging es in ein entscheidendes fünftes Spiel. Dort drehte „Kasva“ das Match dann vollends und zog mit 3:2 schließlich ins Hauptfeld ein.

Hier seht ihr die Ergebnisse von Gruppe 3 im Überblick:

  • Viktor „classicpro“ Vitoshko (UKR)        3:1         „Shades“ (FRA)
  • Eerik „TheMax“ Ukkola (FIN)                3:1         Daniil „repard“ (RUS)
  • Miguel „miguel“ Dornelles (BRA)           3:1         Benjamín „Whitecourt“ Bravo (CHI)
  • Yunus „Kasva“ Özdemir (TUR)              3:2         Ashwin „The_Dragonstar“ Kumar (IND)

King Of The Desert 4: Qualifikationsgruppe 4

Gruppe 4 hatte dann als letztes Highlight das finnisch-finnische Duell Tuomas „Zuppi“ Törmänen gegen das junge Talent „Valas“, der seit dem letzten halben Jahr mächtig für Furore sorgt und unter anderem die norwegische Legende Ørjan „TheViper“ Larsen beim „The Open Classic“ im vergangenen Juli am Rande einer Niederlage hatte, letztlich aber mit 2:3 nach fünf Spielen unterlag.

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Das Duell hielt, was es versprach. Schon das erste Match war heiß umkämpft, ging aber letztlich nach über einer Stunde an den jungen „Valas“. Auch die zweite Partie wurde ein Marathonmatch, diesmal aber mit dem besseren Ende für „Zuppi“. Spiel Drei ging erneut an „Zuppi“, der diesmal seinen Kontrahenten sehr früh unter Druck setzte und Erfolg damit hatte. „Valas“ aber kam noch mal zurück und stellte erneut nach einem langen Match auf 2:2. Am Ende aber hatte „Zuppi“ den längeren Atem und sicherte sich im fünften Spiel die Finalteilnahme.

Auch das Duell zwischen dem Polen „_Barles_„, der schon beim „Red Bull Wololo 5“ dabei war, und dem Italiener „Vodka_L_“ versprach auf dem Papier Spannung. Der Pole aber hatte kein gesteigertes Interesse an einem ausgeglichenen Match und fertigte seinen Gegner mit 3:0 ab.

Hier seht ihr die Ergebnisse von Gruppe 4 im Überblick:

  • Tuomas „Zuppi“ Törmänen (FIN)             3:2         „Valas“ (FIN)
  • Helenes „F1Re“ Candido (BRA)                3:0         Erhan „Cyclops“ (TUR)
  • Richard „_Barles_“ (POL)                        3:0         Isaias „Vodka_L_“ Tomassi (ITA)
  • Arthur „Sitaux“ Alauzen (FRA)                 3:0         Andrés „Noisick“ Quiroz (CHI)