Fußball-EM 2021: Was passiert bei einem positiven Corona-Fall? Die UEFA-Regeln

Spaniens Kapitän Sergio Busquets ist positiv auf das Coronavirus getestet werden. Das könnte erhebliche Folgen für die Europameisterschaft 2021 haben. Doch wie lauten die Regeln bei einem positiven Corona-Fall?
Sergio Busquets
Foto: AP Photo/Alvaro Barrientos

In gesonderten Regeln hat die Europäische Fußball-Union die Folgen eines oder mehrerer positiver Corona-Tests bei einem der 24 EM-Teilnehmer festgelegt. Eine Übersicht:

  • Ein Spiel wird angepfiffen, solange ein Team 13 Spieler, darunter einen Torhüter, zur Verfügung hat.
  • Um diese Marke zu erreichen, können zusätzliche Spieler berufen werden, die noch nicht auf der Kaderliste der ursprünglichen 26 Spieler standen. Wenn zusätzliche Spieler berufen werden, muss eine entsprechende Zahl an Spielern aus dem 26er-Kader gestrichen werden.
  • Wenn ein Team das Minimum von 13 Spielern nicht erreicht, kann das Spiel innerhalb der nächsten 48 Stunden neu angesetzt werden. „Wenn ein Spiel verschoben werden muss, aber im gleichen Stadion stattfinden kann, dann wird es am folgenden Tag um 12.00 Uhr oder 15.00 Uhr angepfiffen“, sagte UEFA-Turnierdirektor Martin Kallen der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Man habe auch die Möglichkeit, in ein Stadion auszuweichen, das nicht zu den elf EM-Arenen gehöre.
  • Wenn eine Verlegung unmöglich ist, entscheidet die UEFA-Disziplinarkommission. Das Team, das für die die Absage verantwortlich ist, wird mit 0:3 als Verlierer gewertet.

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Corona-Fall bei Spanien bringt Sorgen

Spanische Zeitungen skizzierten schon mal das Schreckensszenario: 0:3 am Grünen Tisch zum Auftakt der Fußball-EM. Kein Tor, kein Punkt, erst gar kein Spiel gegen Schweden um RB Leipzigs Mittelfeldgenius Emil Forsberg. Der CoronaFall von Kapitän Sergio Busquets hat den Europameister von 2008 und 2012 sowie Weltmeister von 2010 in tiefe Sorge versetzt, die eigentliche Generalprobe an diesem Dienstag fällt aus.

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Statt der A-Nationalmannschaft tritt die U21 gegen Litauen an. Und selbst Titelverteidiger Portugal, Gruppengegner der deutschen Fußball-Nationalmannschaft, bekommt die Konsequenzen des positiven Befundes zu spüren.

Die Sportzeitung „As“ berichtete sogar von einer angeblichen Quarantäne. Weder die UEFA, noch der portugiesische Verband bestätigten das aber am Montag. Der Kontinentalverband verwies auf die Mitteilung der Spanier zu Busquets vom späten Sonntagabend, auf die Ausnahmeregelungen, durch die Spieler neu benannt werden dürfen und eines der Hygiene-Protokolle. Der portugiesische Verband wies daraufhin, dass die Spieler um Superstar Cristiano Ronaldo nach einem freien Tag am Montag wieder zurückkehren würden.

Am vergangenen Freitag hatten Spanien und Portugal ein Testspiel in Madrid bestritten. Busquets, der anstelle des nicht nominierten spanischen Rekordnationalspielers Sergio Ramos die Mannschaft als Kapitän anführte, hatte beim 0:0 eine gute Stunde gespielt.

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Was passiert mit Deutschlands Gruppengegner Portugal?

Die Portugiesen versammelten sich wieder in der Cidade de Futebol in Oeiras im Westen von Lissabon, um am späten Nachmittag zu trainieren und sich auf das letzte Testspiel vor dem EM-Start an diesem Mittwoch gegen Israel vorzubereiten. Im Nordwesten Madrids hieß es dagegen: Antreten zum nächsten PCR-Test.

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Das Training wurde laut Verband zunächst personalisiert durchgeführt, Details zum genauen Prozedere gab es nicht. Die engsten Kontakte von Busquets wurden wie der Profi des FC Barcelona selbst isoliert. Laut „Mundo Deportivo“ war der 32 Jahre alte Mittelfeldspieler am Montag schon wieder zuhause. Dem Bericht zufolge soll er keine Symptome zeigen.

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Gegen Schweden am Montag in Sevilla wird er fehlen, ein Einsatz am Samstag kommender Woche in Andalusien gegen Polen scheint praktisch auch ausgeschlossen. Bliebe noch das letzte Gruppenspiel gegen die Slowakei am 23. Juni. Neuer Kapitän soll nun Jordi Alba sein.

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„Spanischer Alptraum“, schrieb am Montag umgehend die schwedische Zeitung „Aftonbladet“. Laut Kapitän Janne Andersson ändert der CoronaFall beim Auftaktgegner aber nichts an der Vorbereitung der Skandinavier, wie er laut „Fotbollskanalen“ versicherte.

Inwiefern die Portugiesen neben den Sorgen um mögliche eigene positive Befunde nach den Begegnungen mit Busquets auf dem Platz am Freitagabend beeinträchtigt werden in ihrer Vorbereitung, blieb zunächst etwas unklar. Jegliche Informationen bezüglich medizinischer Fragen würden über die offiziellen Kanäle erfolgen, teilte ein Sprecher der Deutschen Presse-Agentur am Montag auf Nachfrage mit.

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dpa