Dschungelcamp 2022: Verweigerung bei der Dschungelprüfung und Anouschka muss gehen – so lief Tag 14

Anouschka muss das Camp verlassen. Dazu gibt es viele Tränen, Beichten und die Nerven werden immer angespannter. Zur Dschungelprüfung wird erneut nicht angetreten. Dafür gibt es ein anderes Erfolgserlebnis. Lest hier unsere IBES-Zusammenfassung.
Filip Pavlovic tröstet Harald Glööckler
Filip Pavlovic tröstet Harald Glööckler. Foto: RTL
Filip Pavlovic tröstet Harald Glööckler
Filip Pavlovic tröstet Harald Glööckler. Foto: RTL

Post aus der Heimat, Mutterliebe, und erneute Verweigerung bei der Dschungelprüfung: Auch wenn die Teilnehmerzahl immer weniger wird, ist auch Tag 14 im Dschungelcamp 2022 aufregend an Geschichten, Tratsch und Abenteuern. In unserer IBES-Zusammenfassung erfahrt ihr, was passiert ist.

Highlight des Tages

Die Dschungelbewohner sind seit knapp zwei Wochen im Urwald. Umso schöner, wenn man dann Nachrichten aus der Heimat bekommt. Denn Harald Glööckler verteilt die Post an die übrigen Mitstreiter. „Ich habe die feierliche Aufgabe uns die Briefe auszuteilen“, kündigt er groß an und nur kurze Zeit später sind alle verbliebenen Bewohner mit ihren Nachrichten und ihren Tränen beschäftigt. Filip Pavlovic bekommt den Brief seiner jüngeren Schwester von Manuel Flickinger vorgelesen: „Wir sind so unfassbar stolz auf dich! Mama und Papa würden am liebsten mit Shirts rumlaufen, mit deinem Gesicht und deiner Endziffer.“

Filip ist daraufhin tief ergriffen. „Meine Eltern hatten es nicht immer leicht mit mir. Ich habe jetzt nicht den besten Schulabschluss, habe drei Ausbildungen angefangen und keine beendet. Ich habe ihnen nie Gründe gegeben, stolz auf mich zu sein. Jetzt habe ich das erste Mal das Gefühl, dass ich sie wirklich stolz mache!“

Auch Eric Stehfest und Peter Althof haben Post von den Liebsten. Eric liest Peter den Brief von Peters Frau Sandra vor: „Dein Humor sprengt die Monitore im deutschen TV. Du kommst richtig gut an.“ Und auch Erics Frau Edith hat ihrem Mann nette Worte zukommen lassen. „Ich bin heftig gerührt von deinem Mut. Ich weiß, du wolltest nie darüber sprechen, dass immer noch Ängste aus deiner Vergangenheit geweckt werden könnten. Wenn du wieder bei mir bist, halte ich dir die Dämonen fern.“ Und dann gibt es noch eine faustdicke Überraschung für den Schauspieler! Auch Erics Mutter hat sich mit warmen Worten an ihren Sohn gewandt: „Ich habe deine Botschaft wahrgenommen. Aber jetzt genieße diese Abenteuer und habe Spaß.“ Daraufhin zeigt er sich noch mal tief ergriffen am Dschungelcamp und erklärt: „Um ehrlich zu sein, bedeutet es mir im Moment alles, dass meine Mama sich gemeldet hat. Hallo Mama, ich bin voller Demut und Dankbarkeit, dass du so mutig bist und wieder auf mich zugehst. Ich liebe dich!“

Harald übernimmt den Vorleser für Manuel: „Du rockst das. In unserem Dorf bist du schon längst ein Star“, liest Harald die Worte von Manuels Vater. Eric liest derweil den Brief von Marc, dem Freund von Anouschka Renzi , vor. „Ich hätte dich so gerne in die Arme genommen, als man dir deine Ohrenstöpsel wegnahm.“ Auch ihre Tochter Chiara nutzte die Gelegenheit, ein paar warme Worte zu hinterlassen. „Du bringst mich jeden Tag zum Lachen. Du bist ein Original in jeder Hinsicht. Das liebe ich an dir.“

Als Letzter der Campbewohner ist Harald dran. Doch schon bevor die ersten Worte seines Briefs gelesen werden, bricht der Designer in Tränen aus. „Mach bitte weiter. Bewahre vor allem deine Ruhe und deine Vernunft. Hier zu Hause ist alles ok. Aber du fehlst mir natürlich, denn wir beide sind ja eins geworden“, lässt Haralds Hund Billy King ihn wissen.

Enttäuschung des Tages

Bei der Nachtwache sitzen Filip und Anouschka entspannt zusammen und fangen an zu reden. Wohl noch ein wenig euphorisiert durch die Briefe aus der Heimat scheint alles in bester Ordnung. Dann fängt Anouschka an zu erklären: „Ich gelte jetzt als herzlos, aber ich bin so müde, dass ich keine Tränen mehr habe. Ich wollte bei sowas wie hier nicht mitmachen, weil ich Angst hatte meine Mitte zu verlieren. Ich habe mich hier echt zum Larry gemacht. Ich schäme mich total. Da war diese geballte Front von euch.“

Filip aber hat Fragen und konfrontiert Anouschka in jenem Moment. „Tara hat mir gesagt, du hättest gesagt, dass das alles fake ist von uns.“ Anouschka erklärt ihre Sicht der Dinge. „Wenn man die gleiche Geschichte an fünf, sechs verschiedenen Orten immer wieder erzählt, das machen alle Reality-Leute.“ Filip verteidigt sich und führt aus: „Ich bin der Einzige, der hier keine Story rausgehauen hat. Würdest du mich besser kennen, würdest du mich verstehen. Ich ticke normal. Ich bin kein Fake, der irgendwelche Storys braucht! Das Schwierigste ist, wenn man ins Fernsehen geht, sich selbst zu spielen.“

Für Anouschka aber kein schlagendes Argument. Allerdings hält sie sich diesmal gegenüber Filip zurück und erklärt erst am Dschungeltelefon ihre Sicht der Dinge. „Er weiß ganz genau, um die Wirkungen, wann und wenn er schreit und wann er ausflippt! Das Gespräch mit Filip hätte ich mir sparen können. Es macht keinen Sinn.“

Beichte des Tages

Die kommt einmal mehr von Anouschka. Die Schauspielerin öffnet sich während eines Gesprächs mit Manuel, wo sie gesteht, dass sie es ihrer eigenen Tochter nicht immer leicht gemacht habe. „Ich habe 23 Kilo in meiner Schwangerschaft zugenommen. Ich sah aus wie ein Nilpferd“, fängt sie an. „Das ist aber schon 23 Jahre her. Sie lebt jetzt in Fußnähe zu mir, studiert Philosophie und hat das gleiche Problem wie ich, sie hat es nicht so mit Regeln.“

Einmal angefangen scheint bei der Berlinerin aber etwas losgetreten worden zu sein. Denn am Dschungeltelefon erklärt sie weiter: „Meine Tochter bedeutet mir alles! Ich war praktisch alleinerziehend. Meine ganze Liebe ging auf dieses Kind und damit erdrückte ich sie natürlich. Sie hatte es nicht leicht, sich von mir zu befreien. Es war schwierig für sie, weil ich nicht genug Grenzen gesetzt habe. Auch, weil sie nicht so ganz gesund war, als sie auf die Welt kam – sie hatte eine Herzoperation. Es ist alles gut gegangen. Die Liebe einer Mutter zum Kind ist Millionen Mal stärker als umgekehrt. Meine Mutter war auch eine Million Mal die bessere Oma, im Vergleich zu ihrer Mutterrolle. Sie war einfach zu jung. Sie hat mich mit noch nicht mal 19 Jahren bekommen. Ich habe nie gezweifelt, dass sie mich liebt, es war einfach Chaos. Wir haben zwischen Berlin und St. Tropez gependelt und waren zwei Jahre in Indien. Sowas wie ein normales, bürgerliches Leben hatte ich nie. Sie hat ununterbrochen gedreht und ich wurde immer wegorganisiert. Gefehlt hat mir eine Konstante im Leben. Ich habe daher immer um Liebe gebuhlt.“

Daraufhin kämpft auch sie erneut mit den Tränen. „Meine Mutter hatte fast ein Jahr Lungenkrebs. Ich habe sie gepflegt. Dann lag sie Krankenhaus und ich habe sie besucht. Und sie so: ‚Geh‘ weg‘. In dem Moment, wo ich fast zur Tür raus war, höre ich: ‚Bitte geh nicht!‘ Ich bin gegangen, weil ich so verletzt war. Aber ich hätte bleiben sollen, denn in der Nacht ist sie gestorben. Solche Sachen sitzen in der Seele und machen einen Menschen verletzlich und unsicher.“

Erfolg des Tages

Bei der Schatzsuche haben Filip und Manuel in der Hitze Südafrikas eine Menge Glück. Bis zu fünf Schlüssel können erspielt werden, während einer der beiden Logikaufgaben lösen muss und der andere eine Fitnessübung zu erledigen hat. „Körper und Geist sind heute gefragt. Während einer von euch eine Logikaufgabe löst, absolviert der andere eine Fitnessübung. Gegrübelt werden darf nur so lange, wie der Sporty-Camper die schweißtreibende Übung durchhält“, liest Manuel die Aufgabe vor. Schnell sind sich beide einig, wer welchen Part übernimmt. „Wir sind beide sehr fit, aber beim logischen Denken sehe ich dich viel weiter vorne“, so Filip.

So macht er sich dann auch ans Seil, während Manuel sechs deutsche Begriffe in einem Buchstabenrätsel finden muss. Während Filip aber mit seinen Kräften kämpft, entschuldigt sich Manuel dafür, dass er nicht schneller ist. Beide bleiben aber motiviert und wollen das beste Ergebnis herausholen. Am Ende der fünf Runden stehen immerhin zwei Schlüssel zur Verfügung. Und einer passt sogar ins Schloss der Kette, womit die Schatztruhe abgesichert ist.

Im Camp wird die Truhe schließlich geöffnet und es gibt eine letzte Aufgabe. „Welches Land ist ein Nachbarland von Deutschland? A. Ungarn oder B. Schweiz“, liest Eric vor. Erneut ist es Manuel, der die richtige Antwort parat hat. „Schweiz, da bin ich immer durchgefahren.“ Als Belohnung gibt es eine Mango für alle. Filip ist aber nicht so ganz zufrieden. „Ach, ich habe mich auf Chips gefreut“, gibt er sich ein bisschen zerknirscht.

Dschungelprüfung des Tages

Erneut ist es zu einer, oder besser zwei Verweigerungen gekommen. Eigentlich sollten Anouschka und Harald zur Dschungelprüfung „Make memory great again!“ antreten. Die Aufgabe bestand darin, sich in 45 Sekunden 16 Memorykarten auf einer Wand anzuschauen und einzuprägen. Anschließend sollten sie die Bilder wiederfinden. „Antwortet ihr falsch, geht es für den jeweils anderen in den Tank mit Innereien, Fleischabfällen, Fischschlotze und vielem mehr. Und ich will euch auch nicht vorenthalten, dass auch von oben die ein oder andere Überraschung kommen kann“, so Moderator Daniel Hartwich.

Im Anschluss erklärt auch Dr. Bob noch mal, was auf die beiden Kandidaten zukäme, doch als Sonja Zietlow das Duo schließlich fragt, ob sie zur Prüfung antreten wollen, erklären beide unisono: „Nein.“ Und Harald führt weiter aus: „Irgendwas mit Scheiße, alles hätte ich gemacht. Aber als Vegetarier setze ich mich nicht da rein.“ Und auch Anouschka will nicht in Innereien baden. „Linda hat danach vier Tage gestunken. Ich möchte das nicht auch! Das ist grenzwertig.“ So werden die beiden ohne Sterne und ohne erledigte Prüfung wieder ins Camp entlassen.

Dabei hatten sich beide vorher noch auf die Prüfung gefreut. „Wir können hier ein bisschen Entertainment machen“, so Harald, der sich noch motiviert vor der Prüfung zeigt. Am Ende war es aber nichts mit „Unterhaltung bieten“. Stattdessen ist mal wieder Fasten angesagt.

Sprüche des Tages

  • „Wir sind beide sehr fit, aber beim logischen Denken sehe ich dich viel weiter vorne.“ (Filip lässt lieber die Muskeln spielen)
  • „Vorbeugen ist besser, als auf die Schuhe zu brechen.“ (Sonja Zietlow mit Lifehack)
  • „Beim Kochen hat mal keiner rumgezickt und rumgemault.“ (Peter genießt die Ruhe beim Essen)
  • „Was soll ich jetzt noch groß erzählen…“ (Harald hat sich ausgeplaudert)
  • Ich gebe zu, ich bin sehr privilegiert.“ (Anouschka mit einer gesunden Selbsteinschätzung)
  • „Ich bin in Orientierungssinn eigentlich ganz gut.“ (Manuel hat in Erdkunde aufgepasst)
  • „Ihr wisst, was ansteht.“ – „Was ansteht? Die Leute an der Ampel.“ (Filip ist bei Peter in die Ausbildung gegangen)
  • „Aah, ich hab mich auf Chips gefreut.“ (Filip versteht was von guter Ernährung)
  • „Vegetarier essen kein Fleisch, Veganer dürfen gar nix essen.“ (Harald ist Ernährungsberater)
  • „F**** euch mit euren Punkten und euren Sternen!“ (Anouschka ist am Limit)

Wer ist raus?

An Tag 14 muss Anouschka das Camp verlassen. Die Strapazen standen ihr aber auch ins Gesicht geschrieben, denn bereits Sekunden nach der Verkündung bat sie um medizinische Hilfe.

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