Black Friday, Cyber Monday und Singles Day: So funktioniert der Rabatt-Rausch im November

Kurz vor Weihnachten geben Online-Händler wie Amazon und Co. bereits im November Vollgas und gewähren teils unschlagbare Rabatte. Bei der Vielzahl an vermeintlichen Deals ist es als Kunde nicht immer leicht die Übersicht zu bewahren: Was ist wo am günstigsten? Und ist der Rabatt am Ende auch wirklich lohnenswert? Wir beantworten die wichtigsten Fragen.
Black Friday
Foto: Shutterstock.com / Master1305

Alle Jahre wieder… kommt nicht nur das Christkind auf die Erde nieder, sondern auch der obligatorische Black Friday, die große Rabattschlacht im Internet und im örtlichen Handel. Wir geben euch jede Menge hilfreiche Tipps mit auf den Weg, listen alle Termine auf und erklären, woher das alles kommt.

Eigentlich reden im November immer alle nur vom „Black Friday“, dabei beginnt die Rabattschlacht bereits gute zwei Wochen früher: Mit dem „Singles Day“ am 11. November geht es auch in diesem Jahr los. Viele Händler haben aus dem „Black Friday“ längst eine „Black Week“ gemacht, welche bereits am Montag, 22. November startet und dann bis zum 29. November durch läuft – inklusive (natürlich!) „Black Weekend“. Den vorletzten Tag im November lässt sich Amazon dann nochmal zusätzlich vergolden: Der „Cyber Monday“ war ursprünglich als Online-Gegenentwurf zum „Black Friday“ im stationären Handel gedacht und beschließt den Shopping-Wahnsinn am 29. November 2021.

Wann ist Singles Day?

Der Singles Day findet am Donnerstag, 11. November 2021 statt. Die Angebote gelten meist noch einige Tage danach.

>> Singles Day: Die besten Angebote und Rabatte zum Tag der Einsen <<

Wann ist Black Friday?

Der Black Friday findet am Freitag, 26. November 2021 statt. Einige Händler starten ihre „Black Week“ bereits am 22. November.

>> Black Friday Angebote 2021: Diese krassen Schnäppchen erwarten euch in der Cyber Week <<

Wann ist Cyber Monday?

Der Cyber Monday findet am Montag, 29. November 2021 statt.

Die wichtigsten Tipps für den Black Friday

Bevor ihr euch von den ganzen Rabattzeichen blenden lasst, erstmal tief durchatmen, die Ruhe bewahren und vor allem: Preise vergleichen, denn Rabatt ist nicht gleich Rabatt! Reduzierte „OVP“-Preise („nur 5,99 Euro anstelle von 49,99 Euro!“) machen nur wenig Sinn, wenn das rabattierte Produkt ohnehin wie Blei im Regal liegt und bereits seit mehreren Monaten weit vom ursprünglich angedachten Preis abgerückt ist.

Anlaufstelle Numero Uno zum Black Friday im Internet bleibt natürlich der Versandriese Amazon, der gerne seine ganz eigenen Produkte in den Fokus rückt: Ob Fire TV Stick, Fire Tablet oder Echo samt Alexa Sprachsteuerung, hier lässt es sich am besten sparen. Aber auch auf den Seiten von eBay, Media Markt, Cyberport und Conrad lassen sich jede Menge spannende Deals einsacken – meist über das komplette Wochende, inklusive dem sogenannten „Cyber Monday“.

>> Übersicht: Das sind die besten Videospiele auf Steam <<

Dank der riesigen Schwemme an Blitzangeboten solltet ihr die Suche nach dem besten Preis am besten den Profis überlassen: Auf Schnäppchen-Blogs wie mydealz.de, dealdoktor.de oder schnaeppchenfuchs.com werden euch einige der besten Angebote übersichtlich aufgetischt, ohne dass ihr selbst suchen und vergleichen müsst. Zur Not bemüht ihr einfach die Suchfunktion dieser Seiten, um das gewünschte Produkt, oder die gewünschte Produktgruppe zu finden.

Auch ein Preisvergleich über Seiten wie Idealo.de lohnt sich zum Black Friday. Besonders praktisch ist hier die Darstellung der Preisentwicklung über die letzten Monate, die euch als Kurve dargestellt wird. So bekommt ihr schnell ein Gefühl dafür, ob der „einmalige Deal“ wirklich einmalig ist, oder bereits mehrfach günstiger angeboten wurde.

>> Bilderstrecke: Über 100 brandneue Brettspiel- und Kartenspiel-Highlights auf einen Blick <<

Black Friday Shopping – Was, wie, wo?

Wer noch auf der Suche nach dem passenden Weihnachtsgeschenk ist, der sollte sich am Black Friday gut umschauen, aber auch nicht voreilig handeln. Immerhin gilt der Black Friday erst als die „Eröffnung“ vom Weihnachtsgeschäft. Viele Schnäppchen lassen sich auch noch die Wochen danach bis kurz vor Weihnachten schießen. Und wer die Geduld gepachtet hat und clever haushaltet, der wartet ohnehin bis zum großen Ausverkauf im Januar. Dann sind auch die Teile, welche kurz vor Weihnachten noch ausverkauft waren, plötzlich wieder erhältlich.

Womit wir gleich zum ersten und wichtigsten Punkt kommen: Die Produkte, auf die ihr am Black Friday beruhigt verzichten könnt!

Um diese Produkte solltet ihr am Black Friday einen Bogen machen

  • Schmuck und Uhren sind zwar generell günstiger, erreichen traditionell aber erst im Rahmen vom Valentinstag ihren möglichen Tiefstpreis. Dennoch werden wohl einige von euch nicht um den Kauf funkelnder Dinge für die bessere Hälfte umherkommen.
    Tipp: Galeria Karstadt Kaufhof startet meist kurz vor dem Fest eine „20 Prozent auf alles“-Aktion im Schmuck- und Uhren-Bereich, was sonst eher selten vorkommt. Wenn sich das gewünschte Teil gegen Rabatte wehrt, sollte es spätestens zu diesem Zeitpunkt mit gutem Gewissen im Einkaufskorb landen.
  • Dass sich Winter-Klamotten zum Start der Saison nicht gerade im preislichen Tiefflug befinden, dürfte jedem klar sein: Die beste Zeit zum winterlichen Klamottenkauf liegt demnach eher zum Ende der Saison im Februar / März, oder tatsächlich bereits im Sommer. Kurz: Wer sich noch nicht passend eingedeckt hat, der kommt für das passende Schnäppchen am Black Friday zu spät!
  • Auch Spielzeug wird traditionell kurz vor Weihnachten noch etwas günstiger, als zum Black Friday Sale. Das Problem: wer hier pokern will, der geht am Ende vielleicht leer aus. Und wer will schon in ein trauriges Kindergesicht gucken, wenn der Weihnachtsmann in diesem Jahr leider kein Geschenk für den Nachwuchs dabei hat.
  • Noch ein klarer „Finger weg!“-Kandidat sind Heimwerker-Tools! Der werte Baumarkt-Kram (Bohrer, Kettensägen, Leitern, Farbe) lässt sich besser im Frühjahr shoppen!

>> Netflix-Neuheiten: Alle neuen Serien- und Film-Highlights <<

Handys, Heimkino und Technik zum Black Friday

Wer sich gerne einen neuen Fernseher und den dazu passenden Heimkino-Sound in Form einer Soundbar oder Surround-Anlage anschaffen will, der ist beim Black Friday hervorragend aufgehoben. Neben den üblichen „Größen“ wie Saturn und Media Markt, lohnt es sich bei der Konkurrenz vorbeizuschauen: Ketten wie MedimaxExpertConrad und Euronics, welche sonst im Schatten der großen Ketten leben, blühen zu dieser Zeit des Jahres besonders auf und hauen Angebote raus, welche sich wirklich sehen lassen können.

Tipp: Schaut zum Black Friday unbedingt bei eurem lokalen Elektronik-Händler vorbei. Deren Angebote unterbieten die Internet-Preise am Black Friday teils noch einmal um einige Prozente.

Gewöhnlich weit vorne mit dabei, wenn es um Handys und Fernseher geht, ist Samsung: Neben reduzierten Preisen packt der Konzern aus Südkorea Jahr um Jahr nette Bundle-Angebote raus, zum Beispiel „Fernseher im Bundle mit Tablet“ oder „Handy im Bundle mit Smartwatch oder Kopfhörern“. Geht davon aus, dass diese Bundles auch in diesem Jahr wieder mit dabei sein werden.

>> Schon gesehen? Diese Film- und Serien-Neuheiten erwarten euch bei Amazon Prime <<

PlayStation 5, Xbox Series und Nintendo Switch zum Black Friday abstauben

Knifflig bleibt die Situation für alle Gamer, die sich zu Weihnachten eine PlayStation 5 oder Xbox Series wünschen. Beide Next-Gen-Konsolen sind noch immer Mangelware. Hier hilft nur viel Geduld, ein steter Blick in diverse Foren und den famosen (täglich aktuellen) PS5-Ticker der Kollegen von Games Wirtschaft.

Einfacher erhältlich ist die Nintendo Switch, die mit neuen Spielen wie „Metroid Dread“, „Mario Party Superstars“ und „Pokémon Strahlender Diamant und Leuchtende Perle“ beruhigt ins Weihnachtsgeschäft durchstarten kann. Lediglich das brandneue OLED-Modell der Switch ist aktuell komplett ausverkauft und dürfte auch vor Weihnachten nur schwierig zu bekommen sein.

>> PlayStation 5 – Tipps und Tricks für Anfänger <<

Videospiele zum Black Friday

Gaming gehört zum Black Friday wie Bacon auf den Burger und ’ne rote Mütze auf das Haupt von Super Mario und dem Weihnachtsmann: Der traditionelle „Herbst Sale“ auf der PC-Spieleplattform Steam beispielsweise gehört zu den stärksten und einflussreichsten Sales des Jahres. Insbesondere Fans von Indie-Spielen dürfen hier Jahr um Jahr mehrere hundert Euro aus dem Fenster werfen, um ihren „Backlog“ auf astronomische Größen zu pushen. Auf Steam startet der Sale gewöhnlich bereits einige Tag vor dem Black Friday Ende November.

>> Steam Sales: Termine, Tipps und Empfehlungen <<

Mittlerweile zieht aber auch jede weitere Spiele-Plattform mit: Egal ob Sony, Microsoft, Nintendo, Ubisoft, EA und natürlich weitere Store-Formate wie der Epic Store, der Humble Store und GoG.com – alle schmeißen mit den Rabatten um sich. Wer bei diesem Getümmel den Überblick behalten will: Viel Glück!

Tipp für Gamer: Auf isthereanydeal.com erhalten PC-Spieler  umfangreiche Statistiken zur Preisentwicklung des gewünschten Spiels serviert – und wo es aktuell am günstigsten ist. Dank der noch immer eher unpopulären, und insbesondere von Publishern eher negativ gesehenen Präsenz von Keysellern, gehen wir an dieser Stelle nicht auf deren Angebote ein – wollen sie aber auch nicht komplett unerwähnt lassen.

Ein tolles Pendant zu „mydealz“ für Gamer: spielekauf.de listet euch täglich die heißesten Deals auf. Und noch ein schneller Tipp für Merchandise Fans: Die Merch-Seiten der großen Hersteller wie Riot GamesBlizzard und Ubisoft hauen zum Black Friday meist auch nette Angebote auf Figuren, Klamotten und sonstigen Sammler-Tinnef raus. Grund genug mal vorbeizuschauen!

Steam Herbst Sale 2020

In der Herbstaktion auf Steam tummeln sich vom 26. November bis 3. Dezember wieder endlos viele Spiele mit Rabatten bis zu 90 Prozent. Hier stellen wir euch die Highlights vor:

>> Steam Herbst Sale 2021: Das sind die besten Rabatte und Highlights <<

Brettspiele zum Black Friday

Wer nicht unbedingt am Fernseher oder Monitor daddeln will, der kann in diesem Jahr auch wieder auf einige hervorragende, analoge Spiele zurückgreifen: Auf der Spielemesse in Essen wurden bereits im Oktober die neuesten Brett- und Kartenspiele vorgestellt, darunter Highlights wie das clevere Spiel des Jahres „MicroMacro: Crime City“ und das Kennerspiel des Jahres „Paleo“, ein kooperatives Abenteuer in der Steinzeit.

Ordern lassen sich die Spiele entweder über Amazon, oder den Spiele-Fachhandel. Ganz weit vorne mit dabei, trotz noch immer mittelalterlicher Homepage: Auf Spiele-Offensive.de erwarten euch zahlreiche Angebote und Bundles. Aber auch die Verlage selbst sind am Black Friday einen Blick wert, allen voran die wirklich „großen“ Buden wie Pegasus und Asmodee.

>> Hier haben wir die besten Brett- und Kartenspiele der letzten Jahre für euch zusammengefasst. <<

Woher kommen Black Friday, Cyber Monday und Singles Day?

In Amerika läutet der Black Friday als Tag nach Thanksgiving das erste große „Shopping-Wochenende“ vor Weihnachten ein – damit ist die Geschenke-Saison eröffnet. Und wer sagt schon gerne „Nein!“ zu Rabatten von 50 bis 75 Prozent – wohlgemerkt nicht nur auf Tiernahrung, sondern auf so ziemlich alle Produkte, die ihr euch nur vorstellen könnt. Auch in Deutschland und im Rest der Welt hat sich der Black Friday über die letzten Jahre als Import-Feiertag etabliert.

Der Cyber Monday am darauf folgenden Montag diente ursprünglich als Online-Gegenentwurf vom Online-Riesen Amazon zum Black Friday, der in seinen Anfangstagen noch größtenteils im stationären Handel abgewickelt wurde. Wie der Black Friday ist auch der Cyber Monday längst nicht mehr nur auf einen Tag begrenzt, sondern wurde längst als „Cyber Week“ auf mehrere Tage ausgeweitet.

Der für den deutschen Raum neueste Spross im Rabatt-Reigen kommt aus China: Anstelle am 11.11. Karneval zu feiern, wird der Tag dort als „Tag der Singles“ (die vielen „Einsen“ im Datum deuten darauf hin) zelebriert. Mittlerweile stellt der Singles Day seine hierzulande deutlich populärere Konkurrenz in Sachen Umsatz deutlich in den Schatten und gilt als größter Shopping-Tag der Welt.

Der Handelsverband Deutschland (HDE) reibt sich Jahr um Jahr die Hände: Die Umsatzzahlen steigen seit 2016 jährlich um rund 20 Prozent, zuletzt 2020 auf 3,7 Milliarden Euro – eine Menge Schotter für den Weihnachtsmann. Durch die Corona-Pandemie konnte der Online-Handel und Schwergewicht Amazon weiter profitieren.

Eine Auswahl der größten Shops, die am Black Friday teilnehmen

Last but not least noch ein Tipp für alle Holland-Fans: Auch unsere Nachbarn feiern den Black Friday! Somit ist zum Beispiel ein Ausflug nach Venlo oder ins Outlet Center Roermond durchaus doppelt verlockend.