Football Manager Team Hierarchie
Foto: Screenshot Football Manager

Ihr habt euch den neuen Football Manager gekauft? Und wisst jetzt nicht genau, was ihr am Anfang machen sollt? Kein Problem, wir helfen euch gerne. Wir haben zehn Tipps für den perfekten ersten Arbeitstag bei einem neuen Klub für euch zusammengestellt. So klappt es garantiert mit dem Saisonstart!

Nachdem man sich im Karrieremodus für sein Lieblingsteam entschieden hat und der Vorstand die Neuverpflichtung des Cheftrainers bekannt gegeben hat, steht für den Spieler vor allem eins an: Viel Arbeit. Auch wenn es noch Wochen bis zum ersten Pflichtspiel dauert, die Saisonvorbereitung kann darüber entscheiden, ob dein Verein Titel holt oder du dir nach ein paar Monaten einen neuen Verein suchen kannst.

Für den reibungslosen Einstieg sind hier zehn Tipps für den allerersten Arbeitstag:

1. Verantwortlichkeiten der Mitarbeiter festlegen

Dieser Punkt ist insbesondere für Neulinge wichtig. FM ist sehr komplex, daher kann es durchaus sinnvoll sein, sich am Anfang erst einmal mit den Kernaufgaben des Traineralltags vertraut zu machen. Weniger wichtige Bereiche, wie z.B. das Training der Jugendmannschaften, könnt ihr als Anfänger ruhigen Gewissens an eure Assisstenztrainer delegieren. Wer möchte, kann sogar das Training der ersten Mannschaft dem Co-Trainer überlassen, sofern dieser über sehr gute Attribute verfügt. Selbst um Presseinterviews, Scouting, Transfers oder die Mannschaftsansprachen müsst ihr euch nicht zwangsläufig persönlich kümmern, als fortgeschrittener Spieler sollte man die Verantwortlichkeit für diese Bereiche allerdings nicht abgeben.

2. Kaderanalyse

Ihr solltet euch so schnell wie möglich mit eurem Kader vertraut machen. Unter dem Reiter Kadertiefe im Teambericht-Menü findet ihr eine sehr nützliche Übersicht der Spieler eurer ersten Mannschaft. Hier könnt ihr mit einem Blick erkennen, auf welchen taktischen Positionen ihr besonders stark besetzt seid und wo es euch eventuell noch an Tiefe fehlt. Es lässt sich hier auch schon gut sehen, welche Formationen sich für euer Team anbieten. Sind beispielsweise nur vier brauchbare Innenverteidiger im Kader, solltet ihr euch sehr gut überlegen, ob ihr wirklich auf ein System mit Dreierkette setzen solltet. Habt ihr Starspieler auf den Außenstürmerpositionen, bietet sich beispielsweise ein 4-3-3 an. Seid ihr im Sturmzentrum gut aufgestellt, kann es von Vorteil sein, auf eine Formation mit zwei echten Stürmern zu setzen.

Detaillierte Informationen über euren Kader findet ihr im „Mannschaft“-Menü. Hier lohnt sich ein Blick auf die Vertragsdetails eurer Kicker. Vielleicht entdeckt ihr einen Großverdiener, bei dem sich schon absehen lässt, dass er nicht in eure Planungen passt. So jemand sollte so schnell wie möglich auf die Transferliste. Die Attribute-Überischt kann hier wieder wertvolle Hinweise für eure Taktik liefern. Beispielsweise machen viele schnelle Spieler eine vertikale Spielweise attraktiv, für ein ballbesitzorientiertes Spiel müssen die Werte mindestens in den Bereichen Passspiel, Ballannahme und Technik stimmen.

Man sollte sich am Anfang auch wenigstens einmal den Kader der Jugend- und Reservemannschaft anschauen. Möglicherweise lassen sich hier Spieler finden, die der ersten Mannschaft in der Breite weiterhelfen können, ohne dass dafür das Transferbudget angetastet werden muss.

3. Scouting und Transfers

Auch hier gilt der Grundsatz: Je früher desto besser. Nach der Kaderanalyse sollte man schon ein grobes Anforderungsprofil für mögliche Transfers haben. Es lohnt sich, die Scouts schon am ersten Tag zu mit Aufträgen zu versorgen. Zeit ist Geld. Gerade als finanzschwacher Verein ist es wichtig, sich einen Überblick über die vertragslosen Spieler auf dem Transfermarkt zu verschaffen. Hochkarätige ablösefreie Spieler sind begehrt und daher unter Umständen schnell wieder vom Markt. Analog gilt das für Spieler auf der Leihliste.

4. Mitarbeiterstab

Wenn ihr neu zu einem Verein kommt, stellt euch der Vorstand frei, mit dem Mitarbeiterstab eures Vorgängers zu arbeiten oder euer eigenes Team neu zusammenzustellen. Daher sollte man die vorhandenen Co- und Assistenztrainer, Scouts, Physios usw. kritisch prüfen. Mitarbeitern mit zu schwachen Kernattributen sollte man eine beidseitige Vertragsauflösung anbieten. Wichtige Info: Zu Spielbeginn stimmen diese immer zu, später ist dies nicht mehr der Fall. Ersatz findet man auf dem Transfermarkt. Auch hier gilt, dass hoch qualifiziertes vertragsloses Personal heiß begehrt ist. Deshalb, und weil wertvolle Trainingstage nicht mit minderwertigem Trainerstab verschwendet werden sollten, empfiehlt es sich, den Mitarbeiterstab so früh wie möglich mit dem Wunschpersonal zu bestücken.

5. Taktik

Schon am ersten Arbeitstag sollte zumindest eine Taktik (von insgesamt drei möglichen Taktiken) erstellt werden. Abhängig von den Ergebnissen der Kaderanalyse, kann dazu ein taktischer Stil mitsamt passender Formation ausgewählt werden. Das Feintuning, wie zum Beispiel das Verhalten bei Standards kann getrost auf einen späteren Zeitpunkt verschoben werden. Wichtig ist am Anfang nur, dass die Spieler wissen, welche taktische Ausrichtung überhaupt trainiert werden soll. Wenn dann im Laufe der Vorbereitung die taktische Vertrautheit für die Grundtaktik auf einem guten Niveau ist, kann man darüber nachdenken eine zweite oder dritte Taktik zu erstellen, um im Saisonverlauf nicht zu ausrechenbar zu sein.

6. Freundschaftsspiele arrangieren

Mit einem Klick auf den Terminplan seht ihr, dass euer Co-Trainer zu Spielbeginn bereits einige Freundschaftsspiele terminiert hat. Ihr müsst euch jedoch nicht daran halten und könnt Spiele nach Belieben absagen und neu ansetzen. Freundschaftsspiele sind in der Vorbereitung immens wichtig, denn nur so kann sich euer Team an eure Taktik(en) gewöhnen und das Vertrautheitslevel für euer Spielsystem verbessern. Wie viele Vorbereitungsspiele ihr insgesamt ansetzen solltet, hängt von mehreren Faktoren ab: Von der Größe eures Kaders (evtl. habt ihr auch WM-Fahrer im Kader, die erst später aus dem Urlaub zurückkehren), der Anzahl der Taktiken, die ihr einstudieren möchtet, dem Zeitpunkt eures ersten Pflichtspiels und eurer Finanzlage. Als Trainer eines kleineren Vereins sind Freundschaftsspiele, insbesondere gegen große Vereine, eine hervorragende Einnahmequelle. Allerdings wirken sich die zu erwartenden Niederlagen negativ auf die Stimmung eures Teams aus. Deshalb sollte man einen guten Mix aus starken und machbaren Gegnern auswählen. Es gilt hier generell eine gute Balance zu finden, denn Freundschaftsspiele kosten Trainingszeit und erschöpfen eure Spieler. Grobe Faustregel: Ein Spiel pro Woche sollte es in der Vorbereitungszeit schon sein.

7. Mannschaftstraining

Sofern man sich als Cheftrainer selbst um das Training der ersten Mannschaft kümmert, sollte man bei Amtsantritt einen Blick auf den Trainingskalender werfen. Wichtig in der Vorbereitung ist ein ausreichendes Fitnesstraining, um die Mannschaft auf eine lange Saison vorzubereiten. Ist das Training in dieser Phase zu lasch, wird sich das im Laufe der Saison in Form von schnell ermüdenden Spielern und Verletzungen rächen. Zu hartes Training wird mit Verletzungen schon in der Vorbereitung und schlechter Stimmung innerhalb der Mannschaft bestraft. Wenn man sich an die Vorschläge des (hoffentlich qualifizierten) Co-Trainers hält, kann man aber nicht allzu viel falsch machen. Wichtig ist auch, dass schon für die Freundschaftsspiele genügend Trainingszeit für die Spielvorbereitung genutzt wird, damit die taktische Vertrautheit vor dem ersten Pflichtspiel auf einem guten Level ist.

8. Trainingsgruppen und individuelles Training

Das Einrichten der Trainingsgruppen dient dazu, festzulegen, ob ein Spieler vorwiegend offensive oder defensive Spielformen trainiert. Bei Stürmern und Innenverteidigern ist die Einteilung selbsterklärend. Bei Mittelfeldspielern und Außenverteidigern hingegen, kann sich eine weniger offensichtliche Einteilung lohnen. Idealerweise sind die Offensiv- und Defensivgruppe annähernd gleich groß. Bei Bedarf kann man die Trainingsgruppen mit Talenten aus den Jugend- und Reservemannschaften auffüllen, um ein Gleichgewicht zu erhalten.

Das individuelle Training der Spieler muss nicht schon am ersten Tag festgelegt werden. Wenn man allerdings einen Spieler hat, der eine neue Position lernen soll, ist es sinnvoll, dem Spieler so früh wie möglich auf der neuen Position trainieren zu lassen. Natürlich kann man auch hier wieder einen Assistenztrainer zu Rate ziehen.

9. Anfragen an den Vorstand

Von Zeit zu Zeit könnt ihr euren Vorstand bitten, bestimmte Bereiche eures Vereinsgeländes zu verbessern. Große Projekte, wie der Ausbau der Trainingsplätze oder ähnliches, brauchen unter Umständen viele Monate bis zur Fertigstellung. An eurem ersten Arbeitstag habt ihr in den Augen eures Vorstands natürlich noch nichts Besonderes geleistet und daher solltet ihr nicht erwarten, dass euren Wünschen mit hoher Wahrscheinlichkeit entsprochen wird. Dennoch kann es sich lohnen, schon am ersten Tag sein Glück beim Vorstand zu versuchen. Je früher die Bauarbeiten starten, desto früher sind sie abgeschlossen. Vielleicht erlaubt euch der Vorstand sogar, die Anzahl eurer Assistenztrainer, Scouts oder Physios zu erhöhen.

10. Wahl des Kapitäns

Spieler mit herausragendem Teamwork und Führungsqualitäten eignen sich für das Kapitänsamt. Sofern man vorhat, den vorhandenen Kapitän durch einen anderen Spieler zu ersetzen, sollte man diese Entscheidung der Mannschaft früh mitteilen, denn der Wechsel des Kapitäns bringt kurzfristig oft Unruhe ins Team. Generell ist es für die Hierarchie im Team nicht unbedingt empfehlenswert, hier einen Tausch vorzunehmen.