Düsseldorf: Energiesparen oberstes Gebot – Stadion soll weniger beheizt werden

In Düsseldorf werden Energie-Einsparpotenziale gesucht. Neben dem Stadion rücken auch öffentliche Gebäude in den Fokus.
Fortuna Düsseldorf Stadion Merkur-Spiel Arena
Die Arena in Düsseldorf vor einem Spiel der Fortuna. Foto: Roland Weihrauch/dpa
Fortuna Düsseldorf Stadion Merkur-Spiel Arena
Die Arena in Düsseldorf vor einem Spiel der Fortuna. Foto: Roland Weihrauch/dpa

In Düsseldorf wird in Sachen Energie weiter nach möglichem Einsparpotenzial Ausschau gehalten. Ein Kandidat ist das Stadion. Die Merkur Spiel-Arena ist derzeit Thema zwischen der Fortuna und Stadttochter D.LIVE.

So wird im Rathaus über eine Absenkung der Temperatur im und um das Stadion gesprochen. Denn wie die „Rheinische Post“ erklärt, sind viele Bereiche außerhalb des grünen Rasens beheizt. Zudem soll die Arena im kommenden Jahr auf LED umgerüstet werden, was allein ein Potenzial von 37 Prozent offenbart.

Vorreiter ist die Bädergesellschaft, die früh Nägeln mit Köpfen gemacht hatte und beispielsweise sechs von neun Hallenbädern schloss. Damit konnten bereits 20 Prozent an Energie eingespart werden. Als nächster Schritt wird nun angedacht, Saunen und Außenbecken im Winter außer Betrieb zu nehmen. So sei das Außenbecken der Münstertherme mit 30 Grad Wassertemperatur ein klarer Kandidat. Zumal man so auch Schwimmbäder geöffnet lassen könnte, die fürs Lehrschwimmen von Kindern gebraucht werden.

>> Düsseldorf: Altstadt-Pflaster gerät zur Stolperfalle <<

Öffentliche Gebäude in Düsseldorf sollen weniger beheizt werden

Doch insgesamt hängt Düsseldorf bei Vorschlägen deutlich hinter anderen Kommunen in Nordrhein-Westfalen hinterher. Daher wird nun auch intern mehr Druck gemacht, um Ergebnisse präsentieren zu können. Erster und gleichzeitig einfachster Punkt soll auch in Düsseldorf die Regulierung der Raumtemperatur in öffentlichen Gebäuden auf 19 Grad sein. Ganz so, wie es auch Wirtschaftsminister Robert Habeck von den Grünen für öffentliche Gebäude gefordert hat.

Doch so einfach ist das Vorhaben nicht, da auch der Arbeitsschutz gewährleistet sein muss und nur die wenigsten Heizungen zentral zu steuern seien. Vor allem bei Schulen solle sensibel gehandelt werden, fordert Schuldezernent und Stadtdirektor Burkhard Hintzsche. Er warnt vor einem Wettbewerb der Überbietung der einzelnen Städte.