Düsseldorf: Altstadt-Pflaster gerät zur Stolperfalle

Der Boden in der Altstadt wird immer mehr zum Problem. Viele Flächen weisen Schäden auf und werden damit zu fiesen Stolperfallen.
Hafenstraße, Düsseldorf
Die Hafenstraße in der Altstadt Düsseldorf. Foto: shutterstock/Peeradontax
Hafenstraße, Düsseldorf
Die Hafenstraße in der Altstadt Düsseldorf. Foto: shutterstock/Peeradontax

Der Gehweg in der Altstadt wird mehr und mehr zum Problem. Denn viele der verlegten Flächen weisen inzwischen Unebenheiten und Schäden auf. Dadurch stolpern inzwischen täglich Fußgänger, Verletzungen sind nicht mehr ausgeschlossen.

Mittlerweile beschäftigt auch die Kommunalpolitik das Problem, wirklich angehen kann sie es aber nicht. Denn es ist kein Geld für großflächige Ausbesserungen da. Zumal das Pflaster in der Altstadt bereits von 2011 bis 2017 erneuert wurde.

Davon aber ist nicht mehr viel übrig. Ein zweiter Bauabschnitt am Bolker Stern, der Kasernen- und Hunsrückenstraße wurde zudem noch gar nicht angegangen. So ist der Boden in der Altstadt inzwischen übersäht mit Stolperfallen durch verschobene, aufragende oder kaputte Steine und schiefen Kanten.

Keine Einnahmen, keine Ausbesserungen

Vor allem in der Berger Straße beobachten Gastronomen täglich stolpernde und fallende Fußgänger, wie die „Rheinische Post“ berichtet. Die Stadt wiederum erklärt, dass ihr Gefahrenstellen nicht bekannt seien. Schließlich beschwere sich niemand oder komme mit einer Klage auf die Stadt zu.

Der Verkehrsausschuss hat dennoch eingesehen, dass etwas getan werden muss und dafür plädiert, zwei Millionen Euro für Ausbesserungen bereit gestellt zu bekommen. Jedoch verteilt für die kommenden fünf Jahre. Zudem hat das Rathaus bereits eingeschränkt, dass das Geld nur ausgeschüttet werden kann, wenn die Einnahmen der Stadt dies auch zulassen. Danach sieht es derzeit aber nicht aus.

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Immerhin gab es ein erstes Einsehen, denn acht Bereiche wurden bereits mit hoher Priorität versehen, so unter anderem die Kreuzung Berger Straße/Hafenstraße. In eine ähnliche Kerbe schlägt auch der Geschäftsführer der Altstadtgemeinschaft und neue City-Manager Frank Hermsen. Er wünscht sich, dass vor allem die schlimmen Stellen zunächst ausgebessert werden, über alles Weitere könne im Anschluss diskutiert werden.

Vorrang aber soll zunächst der zweite Bauabschnitt haben. Das dauert noch bis 2024. Daher hat nicht jeder Verständnis für die Planung. In der Bezirksvertretung 1 soll das Thema daher auch nochmals aufgegriffen werden, um kurzfristigere Lösungen zu finden.