Wer wird Millionär? Das große Zocker-Special Niklas Bayer-Eynck
Foto: TVNOW/Stefan Gregorowius

Zweite Chance für Kandidat Niklas Bayer-Eynck bei „Wer wird Millionär?“: Nachdem der 31-Jährige schon am 11. Januar bei „Das große Zocker-Special“ in der Show war – und mit nur 1000 Euro nach Hause ging –, darf er nochmal ran.

Grund dafür ist eine nicht ganz eindeutige Frage zur „Vogelhochzeit“, die ihn von 125.000 Euro auf 1.000 Euro fallen ließ. „Wer ist im bekannten Volkslied „Die Vogelhochzeit“ der Bräutigam?“, fragte Günther Jauch. Die Antwortmöglichkeiten: A – Amsel, B – Drossel, C – Fink, D – Star.

Der Psychologe aus Dortmund setzte seinen Zusatzjoker ein und vertraute seinem Rat. Blöd nur, dass „Amsel“ nicht die richtige Antwort war. Oder doch?

Deshalb darf Kandidat Niklas Bayer-Eynck nochmal zu WWM

Das Problem: Der Frage liegt die allgemein bekannte Textfassung zugrunde, die Heinrich Hoffmann von Fallersleben und Ernst Richter 1842 in ihrer Sammlung „Schlesische Volkslieder mit Melodien“ veröffentlichten: „Es wollt‘ ein Vogel Hochzeit machen, in dem grünen Walde. Didirallala, didiralla, rallala. Die Drossel war der Bräutigam, die Amsel war die Braute.“

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Zu Beginn des 20. Jahrhunderts, als das Lied durch die Wandervogelbewegung deutschlandweit bekannt wurde, setzte sich diese Textversion gegen eine „konkurrierende“ Fassung durch, in der das Brautpaar aus Gimpel und Amsel besteht. In den folgenden Jahrzehnten wurde die „Vogelhochzeit“ zu einem der beliebtesten Volks- und Kinderlieder – mit der Drossel als Bräutigam und der Amsel als Braut.

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Allerdings existierten schon mehr als 200 Jahre bevor sich Heinrich Hoffmann von Fallersleben mit Volksliedern beschäftigte, mehrere gereimte Texte, die von Vogelhochzeiten handelten. So zum Beispiel ein Lied namens „Der Stigelitz“, in dem die Rollen des Brautpaares vertauscht sind: „Die Amsel war der Bräutigam, die Trossel war die Braute, die war gar schön gezieret, trug ob ein Kranz von Raute.“

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Aufgrund der Existenz dieser älteren Version hat RTL entschieden, dem unglücklich ausgeschiedenen Niklas Bayer-Eynck eine zweite Chance zu geben – und zwar heute (5. Februar). „Ich freue mich riesig, dass ich eine zweite Chance bekommen habe und danke RTL herzlich dafür. Ich kann es immer noch nicht glauben, dass ich noch einmal bei Günther Jauch von Anfang an spielen darf“, erklärte Bayer-Eynck.