ingo nommsen
Foto: ZDF/Monika Baumann

Für viele ZDF-Zuschauer war er fast so etwas wie ein Familienmitglied: 20 Jahre lang moderierte Ingo Nommsen das Morgenmagazin „Volle Kanne“. Und trotzdem: Über das Privatleben des stets gut gelaunten Moderators war stets wenig bekannt.

Die letzte „Wasserstandsmeldung“ datierte aus dem Jahre 2017, als Nommsen und Reality-Sternchen Sarah Knappik sich trennten – bis jetzt. Und die Nachricht wurde nicht groß verkündet, sondern eher am Rande: In seinem am Montag (20. September) erschienenen Buch „Hilfe, ich bin zu nett! Grenzen setzen, wenn andere Ihre Freundlichkeit ausnutzen“.

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Zugegeben, viel erfährt man nicht – und das ist dann doch ganz Ingo-Nommsen-like. Mit seiner „eigenen kleinen Dreierbande“ habe er sich den größten Traum auf seinem „Wunschzettel“ erfüllt, verrät er zum Ende des Buchs. Und das war es dann auch schon. Und wird es wohl auch bleiben. „Wer mich kennt, weiß: Mein Privatleben halte ich gern privat. Alles, was ich darüber teilen möchte, weil es wichtig ist, um meine persönliche Reise zu verstehen, habe ich ins Buch gepackt“, sagte der 50-Jährige im Gespräch mit „spot on news“.

Ingo Nommsen: „Hilfe, ich bin zu nett!“

In „Hilfe, ich bin zu nett!“ beschreibt Ingo Nommsen den Weg zu seinem ganz persönlichen Glück. Als sein Vater vor vier Jahren starb, habe er sein Leben zum ersten Mal hinterfragt: „Mir wurde klar, dass was schiefläuft – aber was?“ Dass mein Nettsein, der Hang zur Konfliktvermeidung und die Harmoniesucht der rote Faden in meiner Biografie ist, hat sich erst im Laufe der Zeit herausgestellt.“

In dieser stellt sich ebendieser Schicksalsschlag als Startpunkt der Reise heraus. „Ich fing mit Kleinigkeiten an, sagte auch mal Nein. Ein Gedanke, den ich dabei hilfreich fand, war: Ein Nein zu anderen ist immer auch ein Ja zu mir selbst. Was interessant war: Je besser ich mich kennenlernte, umso entspannter konnte ich auch nach außen kommunizieren, was ich beruflich und privat will.“ Es immer allen recht machen zu wollen, habe auch gesundheitliche Konsequenzen gehabt. Am Ende des Buches stehen nun aber seine Frau und das gemeinsame Kind – über die allerdings jegliche Informationen oder Fotos fehlen.

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Aber natürlich geht die Reise noch weiter. „Ich glaube, der Blick auf mein Leben hat mir gezeigt, dass es noch viel mehr gibt, was ich beruflich erleben will. Die Beschäftigung mit dem Thema hat den Anstoß gegeben – für eine Auszeit in New York, wo ich Stand-up-Comedy gemacht habe, mein Live-Programm, dieses Buch, meinen Podcast. Das alles macht mir richtig viel Spaß.“

Am 30. November jährt sich Ingo Nommsens „Volle Kanne“-Ausstieg zum ersten Mal. Im vergangenen April machte er eine Corona-Erkrankung öffentlich, die ihn „fast dahingerafft“ habe. Inzwischen befindet er sich laut eigener Aussagen aber auf dem Weg der Besserung.

Quelle: mit Agenturmaterial (dpa)