Köln: Keine Veranstaltungen auf Uniwiese – Karneval auf den Ringen?

Der Karneval auf der Uniwiese wird zunehmend zum Problem, weshalb die Rasenfläche nicht mehr genutzt werden soll. Nun sucht die Stadt nach Alternativen.
Weiberfastnacht - Köln
Auch an den Entlastungseingängen zur Uniwiese, die in unmittelbarer Nähe der Zülpicher Straße liegt, herrscht ein sehr starker Andrang. Foto: Thomas Banneyer/dpa
Weiberfastnacht - Köln
Auch an den Entlastungseingängen zur Uniwiese, die in unmittelbarer Nähe der Zülpicher Straße liegt, herrscht ein sehr starker Andrang. Foto: Thomas Banneyer/dpa

Wenn der Karneval in Köln ruft, strömen die Menschen zu Tausenden in die Stadt. Ob am 11. November oder an den Tollen Tagen zwischen Weiberfastnacht und Aschermittwoch. Die Domstadt platzt dann meist aus allen Nähten und die Hotspots sind rappelvoll.

Daher wird die Uniwiese gerne als Ausweichfläche genutzt, wenn es an der Zülpicher Straße oder der Innenstadt zu voll wird. Mit zusätzlichen Bühnen und sogar extra Toiletten stellt die Stadt hier für alle Feierwütigen noch mal mehr Fläche bereit. Doch damit soll nun Schluss sein.

Denn die Wiese wird durch die Nutzung einerseits vollkommen überstrapaziert, andererseits ist die Wiese danach übersät von Müll. Daher fordert ein Zusammenschluss aus SPD, CDU, Linke und Grüne in der Stadtverwaltung, dass die Uniwiese nicht weiter als Reservefläche für Karneval genutzt werden darf.

Alternativen gesucht

Auch die Universität zu Köln unterstützt das Vorhaben, denn auch für die Studierenden ist die Wiese danach wochenlang nicht nutzbar. Denn die Grünfläche muss sich nach der strapaziösen Nutzung erholen. Doch in einem sind sich alle einig: Köln braucht eine große Ausweichfläche für die Menschenmassen an Karneval.

Daher sucht die Verwaltung nun nach Alternativen. Konkret ist noch kein Ort ins Auge gefasst worden, doch es gibt bereits erste Vorschläge. So könnte beispielsweise die Straßenfläche der Zülpicher Straße bis zur Universitätsstraße erweitert werden. Der Rasen soll hingegen abgesperrt bleiben. Ein weiterer Gedanke könnten die Kölner Ringe sein. Dieser Vorschlag wurde bereits im Veedelsbeirat unterbreitet. So könnte beim Friesenplatz etwa eine Ausweichfläche entstehen.

Entscheiden muss dies aber die Stadtverwaltung, erklärt die Bezirksbürgermeisterin Cornelia Weitekamp vom Bezirk Köln-Lindenthal gegenüber „24rhein.de“. Wann die Entscheidung fällt, ist noch unklar. So geht die Suche nach Alternativen erstmal weiter.