Ein Wochenende in Düsseldorf: Was Touristen in der Rheinmetropole unbedingt machen sollten

Was ihr in Düsseldorf beachten solltet, wo ihr am besten unterkommt und was ihr unbedingt gesehen haben müsst, verraten wir euch hier.
Ein Blick auf den Düsseldorfer Medienhafen. Was unternehmen wir heute? Foto: Shutterstock.com / U__Photo
Ein Blick auf den Düsseldorfer Medienhafen. Was unternehmen wir heute? Foto: Shutterstock.com / U__Photo

Hoch die Hände, Wochenende! Diesmal aber nicht in gewohnter Umgebung, sondern in Düsseldorf, der Luxus- und Mode-Hauptstadt Nordrhein-Westfalens. Von den edlen Galerien an der Königsallee bis zum entspannten Spaziergang die Rheinpromenade hinab zum Fernsehturm, von der Partyzone Altstadt bis zu kulturell spannenden Stätten wie dem Museum Kunstpalast – wir zeigen euch, welche Spots ihr beim Wochenendtrip in die Rheinmetropole unbedingt mitnehmen solltet.

Zuerst aber sollte euch die Frage beschäftigen: Wo kommt man in Düsseldorf eigentlich am besten unter? Natürlich ist auch die Rheinmetropole mit zahlreichen Hotels und Absteigemöglichkeiten gesegnet, wobei die Preise selbst im Budget-Bereich wenig überraschend etwas hochpreisiger ausfallen.

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Ein Wochenende in Düsseldorf: Hotels und Apartments

Düsseldorf HBF Hautpbahnhof neue Hotels

Blick auf die drei neuen Hotels am Düsseldorfer Hauptbahnhof. Foto: GBI Holding AG

Unser erster Tipp findet sich gleich am Düsseldorfer Hauptbahnhof und damit zentral für all diejenigen gelegen, welche die Stadt ohne Auto erforschen wollen. Vom Hauptbahnhof seid ihr binnen fünf Minuten in der Altstadt (beispielsweise mit der U74, U75, U78 und U70), mit den S-Bahnen erreicht ihr weitere Ziele im Süden und Norden der Stadt. Das neue Quartier am Düsseldorfer Hauptbahnhof wurde bereits Anfang 2022 fertiggestellt und umfasst gleich drei potentielle Unterbringungen für euren Wochenend-Ausflug: die Adina Apartments, das Hampton by Hilton und das Premier Inn.

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Ebenfalls empfehlenswert, in unmittelbarer Nähe zum Hauptbahnhof und dem japanischen Viertel „Little Tokyo“ auf der Immermannstraße gelegen, findet ihr das me and all Hotel (Immermannstraße 23), wo ihr den Tag mit einem Frühstück auf der elften Etage starten könnt.

Wenn die Geldbörse nicht ganz so prall gefüllt sein sollte, lohnt auch ein Blick auf die zahlreichen Budget-Hotels und Apartements in Düsseldorf – in letzteren lässt es sich dann auch gemeinsam mit der Familie aushalten. Sehr zentral gelegen sind zum Beispiel die „Fourty Three Apartments“ oder die „Bluestone Boarding Apartments“ in Düsseldorf-Friedrichstadt.

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Freitag: Ankunft in Düsseldorf

Reisen macht durstig – und wie könnte man seinen Durst wohl besser stillen, als an einer der zahlreichen Theken in der Düsseldorfer Altstadt. Tatsächlich macht es Sinn hier gleich am ersten Abend vorbeizuschauen, denn nirgendwo sonst bekommt ihr so viel Düsseldorfer Leben in so kurzer Zeit auf’s Auge gedrückt: Wir empfehlen einen Besuch der Düsseldorfer Brauereien, wie etwa dem Uerige auf der Berger Straße 1. Gleich um die Ecke ist dann bereits die Rheinpromenade, zudem finden sich in unmittelbarer Nähe einige perfekte Souvenirshops für Freunde und Familie, die es nicht bis Düsseldorf geschafft haben.

Im Senfladen auf der Berger Straße 29 zum Beispiel könnt ihr den berühmten Löwensenf eintüten – die Auswahl an unterschiedlichen Varianten ist riesig. Nur wenige Schritte weiter liegt zudem das „Haus zum Helm – Weine & Spirituosen“, wo der legendäre Kräuterschnaps Killepitsch in allen Größen und Formen verkauft wird. Wer zudem noch ein paar Touri-Souvenirs benötigt, der wird im Düsseldorfer Souvenir-Shop auf der Flinger Str. 20 fündig.

Kasematten Rheinpromenade Düsseldorf 2023

Die Rheinpromenade und die Kasematten im Sommer 2023 in Düsseldorf. Foto: David Young/dpa

Wer sein Bier nicht ganz so herb und seine Speisen nicht ganz so traditionell mag, der macht es sich derweil an den Kasematten direkt am Rhein bequem: die riesige Location bietet euch gleich fünf unterschiedliche Gastronomien, darunter das Cafe Bato, die Cocktailbar 112, das „Frankenheim“-Bistro und natürlich den „Zum Schlüssel“-Biergarten. Den tollen Panoramablick auf den Rhein und Oberkassel am anderen Ufer gibt es kostenlos obendrauf.

Den Rückweg aus der Altstadt zum Hotel beschreitet ihr dann entweder zu Fuß oder ganz unproblematisch per U-Bahn: von der Haltestelle an der Heinrich-Heine-Allee fahren die Bahnen bis tief in die Nacht in Richtung Hauptbahnhof. Bleibt nur noch erschöpft und glücklich ins Hotelbett zu schlüpfen – gute Nacht!

>> Dem Düsseldorfer seine Bierchen: Schlösser, Uerige, Füchschen, Schumacher, Schlüssel, Kürzer <<

Samstag: Düsseldorf von seiner besten Seite kennenlernen

Dass Düsseldorf noch weit mehr als nur Altstadt und Altbier zu bieten hat, davon dürft ihr euch am zweiten Tag überzeugen. Der klassische „Wir wollen möglichst viel an einem Tag sehen!“-Spaziergang durch Düsseldorf startet am Hauptbahnhof und verläuft von dort zuerst in Richtung Immermannstraße: Hier könnt ihr euch im Japan-Viertel austoben, Mangas und Anime bewundern und euch am besten schonmal eines der besten japanischen Restaurants für abends vormerken.

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Weiter westlich endet die Immermannstraße am Kö-Bogen-Tunnel. Haltet euch hier nördlich und entdeckt den neu gestalteten Gustaf-Gründgens-Platz und zieht weiter westlich in Richtung Schadow-Arkaden – unterwegs kommt ihr an zahlreichen Geschäften und Restaurants vorbei.

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Das nächste Highlight liegt dann gleich vor euch: die Königsallee. Wer fit zu Fuß ist, kann die Kö einmal komplett umrunden, wobei die wichtigsten Stores und der größte Trubel östlich vom Stadtgraben stattfindet. Unser Tipp: Spart euch die komplette Umrundung und überquert den Stadtgraben über die Benrather Straße in Richtung Carlsplatz, einem herrlichen Wochenmarkt mit viel Auswahl.

Tipp: Unbedingt mal bei der Bäckerei Hinkel am Carlsplatz vorbeischauen und eine Zeus-Stange für später eintüten!

Vom Carlsplatz aus habt ihr dann mehrere Alternativen: Wie wäre es zum Beispiel mit einem Besuch vom Hetjens Museum und dem Filmmuseum Düsseldorf am Alten Hafen? Folgt hierfür einfach der Schulstraße gen Rhein. Wer hingegen der Orangeriestraße nach Süden folgt, der landet am Stadtmuseum Düsseldorf und dem Rosengarten.

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Über die Rheinpromenade geht es dann in Richtung Rheinturm im Süden. Mit 240 Metern ist der Turm das höchste Gebäude in Düsseldorf und eignet sich perfekt dafür, um einen famosen Ausblick auf die Stadt zu bekommen. Auf 166 Metern findet sich eine offene Aussichtsplattform, auf 170 Metern eine Cafeteria mit Panoramascheiben. Wer den Besuch mit einem leckeren, aber nicht ganz günstigen Essen verbinden will, der schaut auf 174,5 Metern im QOMO vorbei. Der Clou: Das Restaurant dreht sich um die Achse, so dass ihr beim Essen stets eine neue Aussicht präsentiert bekommt.

Wer nach dem langen Marsch noch immer Reserven hat: Weiter südwestlich liegt der Medienhafen, wo ihr neben den berühmten Gehry-Bauten auch famos schmausen und den Tag mit Blick auf das Wasser ausklingen lassen könnt.

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Ihr habt keine Lust euch eine eigene Reiseroute durch die Stadt zusammen zu basteln? Der beste Tipp, wie bei jeder größeren Stadt: Geht einfach los, ohne einen festen Plan zu haben! In Stadtteilen wie Pempelfort, Bilk und natürlich in der Altstadt lassen sich auf diese Weise viele tolle Plätze entdecken, die selbst einigen Düsseldorfern noch unbekannt sein dürften.

Sonntag: Drei Dinge, die ihr vor der Abreise erledigen könnt

Bevor es zurück in die Heimat geht, solltet ihr mindestens noch drei Dinge von der To-Do-Liste streichen. Zuerst aber solltet ihr angemessen frühstücken – zum Beispiel in einem der zahlreichen Cafés der Stadt. Alternativ gönnt ihr euch ein frisches Brot oder belegtes Brötchen zum Mitnehmen in einer der besten Bäckereien in Düsseldorf.

Danach könntet ihr euch noch an folgenden Ausflügen versuchen:

Kunst im Untergrund direkt am Rhein: KIT – Kunst im Tunnel

Freunde der Kunst gönnen sich am Sonntag einen Ausflug in eine der einzigartigen Locations der Stadt: Im Tunnel unter der Rheinuferpromenade werden laufend neue Ausstellungen präsentiert.

Nach der Ausstellung könnt ihr euch zudem noch einen Café und Kuchen im Erdgeschoss genehmigen. Bei schönem Wetter lockt das KIT Café direkt auf die Rheinpromenade. Der Eintrittspreis liegt bei 4 Euro, Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre kommen kostenlos rein. Die Ausstellungen im KIT haben sonntags von 11 bis 18 Uhr geöffnet.

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Messe Düsseldorf und Japanischer Garten im Nordpark

Japanischer Garten Düsseldorf

Der japanische Garten in Düsseldorf. Foto: Shutterstock/ Marat_Yakhin

Viele Besucher dürften den Aufenthalt in Düsseldorf mit einem Besuch der Messe im Norden der Stadt verbinden: Ob auf der Boots- und Wassersportmesse „boot“ im Januar, der Manga- und Anime-Messe „Dokomi“ im Juli oder beim „Caravan Salon“ im August, der weltgrößten Messe für Reisemobile – hier ist eigentlich immer etwas los.

Was viele nicht wissen: Gleich nebenan findet sich nicht nur der Aquazoo Düsseldorf, ein beliebtes Ausflugsziel, sondern auch der sehenswerte Nordpark und der dazugehörige Japanische Garten. Wer es am Sonntag etwas ruhiger angehen will, oder nach dem Messe-Trubel durchatmen muss, der wird hier garantiert glücklich.

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Eine Schifffahrt von der Altstadt bis nach Kaiserswerth

Rund eine Stunde müsst ihr für eine Bootstour von der Altstadt den Rhein hinauf nach Düsseldorf-Kaiserswerth veranschlagen. Die Fahrten der Weisse Flotte Düsseldorf laufen von den Osterferien bis in die Herbstferien sonntags meist dreimal täglich – die aktuelle Übersicht findet ihr hier. Kostenpunkt für einen Erwachsenen (Hin- und Rückfahrt): ca. 28,90 Euro. Kinder zahlen 17,90 Euro.

In Kaiserswerth erlebt ihr Düsseldorf dann von seiner historischen Seite: Die malerische Ruine der Kaiserpfalz erhebt sich am Rhein, im Ortskern begrüßen euch schmucke Barockhäuser aus dem 17. und 18. Jahrhundert. Auch kulinarisch macht Kaiserswerth einiges her: Im Schiffchen (Kaiserswerther Markt 9) steht Sternekoch Jean-Claude Bourgueil am Herd, in der Galerie Burghof (Burgallee 1) kommen Flammkuchen, Würstchen und Pfannkuchen auf den Teller – am besten bei strahlendem Sonnenschein im Biergarten unter den Kastanien am Flussufer.

Alternativ könnt ihr euch eine Panoramafahrt durch den Medienhafen gönnen – vom Boot aus sind einige tolle Fotos möglich.

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