NFL American Football
Foto: Shutterstock/Alena Veasey

Die National Football League (NFL) befindet sich in ihrer 101. Saison. Und zum 55. Mal steigt am Ende der Spielzeit das große Finale, der Super Bowl.

Noch rechtzeitig bevor das Coronavirus den Alltag der ganzen Welt – und damit auch des Sports – bestimmte, konnte die vergangene NFL-Saison mit dem Super Bowl LIV in Miami zwischen den Kansas City Chiefs und den San Francisco 49ers abgeschlossen werden. Die Kansas City Chiefs holten den zweiten Super Bowl der Franchise-Geschichte.

Natürlich steht die Spielzeit 2020/21 nun trotzdem ganz im Zeichen des Coronavirus. Hier erfahrt ihr alles, was ihr zur aktuellen NFL-Saison wissen müsst!

Der Modus der NFL

Die Regular Season der NFL besteht aus 17 Spieltagen, wobei jedes Team dank eines spielfreien Wochenendes (Bye week) auf 16 Spiele kommt. In jeder Saison „gesetzt“ sind jeweils ein Heim- sowie ein Auswärtsspiel gegen die drei Teams aus der eigenen Division. Hinzu kommen je vier Spiele gegen die Teams einer Division aus der eigenen sowie aus der anderen Conference – diese werden im Rahmen einer jährlichen Rotation festgelegt. Zusätzlich finden ein Heim- und ein Auswärtsspiel gegen die Teams aus der eigenen Conference statt, die in der vergangenen Saison auf demselben Platz gelandet sind – mit Ausnahme des Teams aus der Conference, das aufgrund der Rotation ohnehin schon zugewiesen wurde.

Neu in der Saison 2020/21 ist, dass 14 statt bislang zwölf Teams an den Playoffs teilnehmen – sieben aus der AFC und sieben aus der NFC. Neben den drei Division-Siegern qualifizieren sich fortan die drei besten Teams einer Conference, die ihre Divison eben nicht gewinnen konnten. Es ist fortan also möglich, dass sich drei Teams einer Conference für die Playoffs qualifizieren.

Daraus folgt auch, dass nur noch das beste Team einer Conference ein Freilos für die erste Playoff-Runde erhält. In der Wild Card Round spielen dann die zweitplatzierten gegen die siebtbesten Teams, die drittbesten gegen die sechstplatzierten und die Teams auf Rang vier gegen die auf Rang fünf. Die beiden Conferences ermitteln in den Play-offs ihr bestes Team, das im Super Bowl um die Vince Lombardi Trophy kämpfen darf.

Alle wichtigen NFL-Termine im Überblick:

  • 10. September 2020 bis 4. Januar 2021: Regular Season
  • 9./10. Januar 2021: Wild Card Round der Play-offs
  • 16./17. Januar 2021: Divisional Round der Play-offs
  • 24. Januar 2021: Championship Games der Play-offs
  • 31. Januar 2021: Pro Bowl (Auswahl der AFC gegen Auswahl der NFC)
  • 7. Februar 2021: Super Bowl

Wer steht in den Playoffs 2021?

Das sind die jeweils sieben Teams beider Conferences, die sich für die Playoffs qualifiziert haben – nach Reihenfolge in der Setzliste (Bilanz aus Sieg und Niederlage in Klammern):

  • NFC: #1 Green Bay Packers (13-3), #2 New Orleans Saints (12-4), #3 Seattle Seahawks (12-4), #4 Washington Football Team (7-9), #5 Tampa Bay Buccaneers (11-5), #6 Los Angeles Rams (10-6), #7 Chicago Bears (8-8)
  • AFC: #1 Kansas City Chiefs (14-2), #2 Buffalo Bills (13-3), #3 Pittsburgh Steelers (12-4), #4 Tennessee Titans (11-5), #5 Baltimore Ravens (11-5),#6 Cleveland Browns (11-5), #7 Indianapolis Colts (11-5)
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Die Green Bay Packers (NFC) sowie die Kansas City Chiefs (AFC) haben als beste Teams ihrer Conference während der Wild Card Round eine sogenannte „Bye Week“, also spielfrei. Sie sind bereits für die Divisional Round qualifiziert und treffen dort auf das laut Setzliste schlechteste in der Wildcard Round siegreiche Team – im eigenen Stadion.

>> Hier bekommt ihr den kompletten Spielplan der NFL-Playoffs 2021 mit allen Ergebnissen! <<

Wo kann ich die Spiele der NFL live verfolgen?

Auch in der Saison 2020/21 haben sich die Sender ProSieben und ProSieben Maxx das bisher gewohnte Rechtepaket der NFL gesichert. Damit übertragen sie an jedem Spieltag der Regular Season mindestens zwei Spiele live und darüber hinaus alle Playoff-Spiele sowie selbstverständlich auch den Super Bowl.

Für gewöhnlich beginnt der Football-Sonntag um 18 Uhr mit dem Magazin „#ranNFLsüchtig“, in dem ein Ausblick auf den Spieltag gegeben wird, ehe es ab 19 Uhr mit dem ersten und ab 22.05 Uhr oder 22.25 Uhr mit dem zweiten Spiel des Abends weitergeht. Präsentiert wird die NFL dabei von folgendem Team: Patrick Esume, Jan Stecker, Carsten Spengemann, Roman Motzkus, Volker Schenk, Uwe Morawe, Mattis Oberbach, Markus Krawinkel, „Netman“ Christoph „Icke“ Dommisch und Ex-NFL-Profi Björn Werner.

>> ran NFL: Das sind die Moderatoren und Kommentatoren der Saison 2020/21 <<

Neu in der NFL-Saison 2020/21 ist, dass ProSieben mehr Live-Spiele übertragen wird – nämlich insgesamt 15. Mit dabei sind alle Duelle der Playoffs.

So seht ihr die NFL im Live-Stream

Neben den Spielen, die am Sonntagabend ausgestrahlt werden, gibt es im Stream auf ran.de noch eine weitere Partie, die exklusiv gezeigt wird. Darüber hinaus übertragt der Streaming-Anbieter „DAZN“ an jedem Spieltag die Spiele von Donnerstag auf Freitag (Thursday Night Football), Sonntag auf Montag (Sunday Night Football) und Montag auf Dienstag (Monday Night Football) sowie ein weiteres Duell am Sonntag um 19 Uhr live – und ein zusätzlich zeitversetzt. Kommentiert wird das Ganze unter anderem von den ehemaligen Football-Profis Markus Kuhn und Sebastian Vollmer.

Besonderes Schmankerl bei „DAZN“: Die „NFL RedZone“ am Sonntag, die in einer Art Konferenz alle Live-Spiele während der Regular Season abdeckt. Und wer dann immer noch nicht genug hat, kann sich an sieben Tagen in der Woche den 24-Stunden-Kanal „NFL Network“ anschauen, der einen Überblick über alle wichtigen NFL-Events gibt – vom Scouting Combine bis zum Super Bowl.

Dritte und letzte Möglichkeit, die NFL aus Deutschland live zu verfolgen, ist der NFL Game Pass. Für einen jährlichen Beitrag von 163,99 Euro (oder 41 Euro pro Quartal) haben Fans die Möglichkeit, alle Spiele mit dem amerikanischen Live-Kommentar zu schauen. Dazu gibt es zu jeder Partie eine 40-minütige Zusammenfassung und die Möglichkeit, alles auch im Re-live zu verfolgen.

Welche Teams spielen in der NFL?

Die NFL besteht aus insgesamt 32 Teams, die in der National Football Conference (NFC) und American Football Conference (AFC) organisiert sind. Ursprünglich waren NFC und AFC konkurrierende Ligen (NFL und AFL), erst seit 1970 bilden sie gemeinsam die NFL. Die Teams jeder Conference sind in je vier Divisions unterteilt.

AFC

  • AFC East: Buffalo Bills, Miami Dolphins, New England Patriots, New York Jets
  • AFC South: Houston Texans, Indianapolis Colts, Jacksonville Jaguars, Tennessee Titans
  • AFC West: Denver Broncos, Kansas City Chiefs, Los Angeles Chargers, Las Vegas Raiders
  • AFC North: Baltimore Ravens, Cincinnati Bengals, Cleveland Browns, Pittsburgh Steelers

NFC

  • NFC East: Dallas Cowboys, New York Giants, Philadelphia Eagles, Washington Football Team
  • NFC South: Atlanta Falcons, Carolina Panthers, New Orleans Saints, Tampa Bay Buccaneers
  • NFC West: Arizona Cardinals, Los Angeles Rams, San Francisco 49ers, Seattle Seahawks
  • NFC North: Chicago Bears, Detroit Lions, Green Bay Packers, Minnesota Vikings

Wer waren vor der Saison 2020/21 die Favoriten auf den Super Bowl?

Der heißeste Favorit auf den Titel waren vor der Saison die Kansas City Chiefs, die ihren Spielmacher, Quarterback Patrick Mahomes, mit einem Monster-Vertrag ausgestattet haben, der ihn zehn Jahre bindet und unglaubliche 500 Millionen US-Dollar verspricht. Mahomes muss nun beweisen, dass er diese gigantische Summe wert ist.

Hinter den Kansas City Chiefs sahen die Buchmacher die Baltimore Ravens um Quarterback und MVP (Most Valuable Player) Lamar Jackson, die in der vergangenen Saison als bestes Team der AFC bereits in ihrem ersten Playoff-Spiel gegen die Tennessee Titans überraschend den Kürzeren zogen (12:28). Auch Vorjahresfinalist San Francisco und den New Orleans Saints wurden gute Chancen auf einen Super-Bowl-Triumph eingeräumt – zumindest die 49ers verpassten die Playoffs aber schon einmal.

 

Mit Spannung blicken NFL-Fans aus aller Welt nach wie vor auf die Tampa Bay Buccaneers. Nach 20 Jahren und sechs Titeln wechselte Football-Aushängeschild Tom Brady in der vergangenen Offseason zur Franchise aus Florida und wird alles daran setzen, sie in den Super Bowl 2021 im eigenen Stadion zu führen.

Der Spielplan der Regular Season in der NFL

Nach dem Spiel zwischen Philadelphia Eagles und dem Washington Football Team (14:20) am 4. Januar 2021 ist die Regular Season der NFL beendet. Am 9. Januar 2021 starten nun die Playoffs, für die sich die besten Teams qualifiziert haben. Hier findet ihr aber noch einmal den Spielplan der Regular Season mit allen Ergebnissen und den abschließenden Standings.

Wann und wo findet der Super Bowl 2021 statt?

Der Super Bowl LV findet am 7. Februar 2021 in Tampa, Florida statt. Als Austragungsort dient das Raymond James Stadium, das Zuhause der Tampa Bay Buccaneers.

>> Super Bowl 2021: Termin, Ort, Halbzeitshow – alle Infos zum NFL-Finale <<

Wer ist der amtierende Super-Bowl-Sieger?

Amtierender Super-Bowl-Sieger sind die Kansas City Chiefs. In einem packenden Endspiel besiegten sie am 3. Februar im Super Bowl LIV die San Francisco 49ers mit 31:20, nachdem sie zu Beginn des letzten Viertels noch mit 10:20 zurückgelegen hatten. Quarterback Patrick Mahomes wurde anschließend zum Super-Bowl-MVP gewählt.

>> Von Super Bowl I bis LV: Sämtliche Super Bowls der NFL-Geschichte <<

Neben dem Sportlichen ist auch die Halbzeitshow während des Super Bowls ein wichtiger Punkt für alle NFL-Fans. 2020 legten Jennifer Lopez und Shakira eine Einlage der Extraklasse hin. Wer 2021 auftritt, steht derweil noch nicht fest. Ob es überhaupt eine Halbzeitshow wird geben können, wird von den weiteren Entwicklungen rund um das Coronavirus abhängen.

Wer sind die Topstars der NFL?

Patrick Mahomes gehört zweifelsohne zu den NFL-Stars der jüngeren Vergangenheit. Auch seine Franchise, die Kansas City Chiefs, wissen um den Wert ihres Quarterbacks und statteten ihn deshalb mit einem 500-Millionen-Dollar-Vertrag aus.

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In der NFL sind es ohnehin allen voran die Quarterbacks, die die meiste Aufmerksamkeit auf sich ziehen und der Schlüsselspieler schlechthin für ihre Teams sind. Lamar Jackson (Baltimore Ravens) stieg im vergangenen Jahr zu einem der interessantesten Spieler seiner Art auf, indem er Lauf- und Passspiel erfolgreich vereinte und der erste Quarterback seit Michael Vick wurde, der mehr als 1000 Rushing-Yards sammelte. Nicht umsonst wurde er im Anschluss zum MVP der Regular Season gewählt.

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>> NFL: Top Ten! Das sind die Spieler mit den dicksten Verträgen <<

Allein aufgrund seines Alters zur alten Garde der Quarterbacks, die sich eher dem Passspiel verschrieben haben, gehört Tom Brady. Mit sechs Super-Bowl-Titeln ist er der erfolgreichste NFL-Spieler aller Zeiten und das Aushängeschild schlechthin der Liga. Im Alter von 43 Jahren wagte er nach 20 Jahren bei den New England Patriots einen Neuanfang bei den Tampa Bay Buccaneers.

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Geht man auf der Suche nach den Stars der NFL einmal weg von den Quarterbacks, kommt man an Michael Thomas nicht vorbei. Der Wide Receiver der New Orleans Saints überzeugte mit einer von Rekorden nur so strotzenden Saison 2019 und wird auch in diesem Jahr für Furore sorgen.

Michael Thomas New Orleans Saints
Foto: AP Photo/James Kenney

Auch ein Runningback darf natürlich nicht fehlen. Und Christian McCaffrey (Carolina Panthers) ist auf seiner Position der Beste! Im Alter von gerade einmal 24 Jahren wurde er zum dritten Spieler der NFL-Geschichte, der 1000 Rushing- und 1000 Receiving-Yards in einer Saison erzielte. 116-mal fing er den Ball – Rekord für einen Runningback. 19 Touchdowns sind ebenfalls ein Top-Wert.

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Trotz der Tatsache, dass sie nicht so viel Beachtung bekommt wie die Offense: Auch die Defense ist ein entscheidender Teil des American Football. Und Stephon Gilmore ist ein wahres Bollwerk: Mit 20 verteidigten Pässen und sechs Interceptions hat sich der Cornerback der New England Patriots den Titel „Defensive Player of the year“ 2019 redlich verdient.

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>> So schön sind die Spielerfrauen der NFL-Stars <<

Der dominanteste Defensivspieler der NFL steht allerdings bei den Los Angeles Rams unter Vertrag. Trotz seines Gewichts von 129 Kilogramm ist Defensive Tackle Aaron Donald der Inbegriff von Explosivität und der Schrecken eines jeden gegnerischen Quarterbacks. Nicht umsonst landet er seit Jahren in verschiedensten Rankings immer ganz weit vorne.

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Welche deutschen Spieler sind in der NFL aktiv?

Der wohl bekannteste, aktive deutsche Spieler in der NFL ist Mark Nzeocha. In den USA spielte er zunächst für die University of Wyoming, ehe er 2015 zu den Dallas Cowboys wechselte. Im Sommer 2017 wurde er dort entlassen, fand in den San Francisco 49ers jedoch schnell ein neues Team. Dort durfte er sowohl in den Special Teams als auch in der Defense ran – und verpasste im Februar 2020 den Triumph im Super Bowl.

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Equanimeous St. Brown hat deutsch-amerikanische Wurzeln und spielt für die Green Bay Packers. Im NFL-Draft 2018 als 207. Spieler gewählt, steht der Wide Receiver in seiner ersten Saison zwölf Mal auf dem Platz und fängt Pässe für insgesamt 328 Yards. Nach einem Touchdown in der Preseason 2019 verletzt er sich jedoch und verpasst im Anschluss die gesamte Spielzeit. 2020 gehört er aber erneut zum Kader der „Cheeseheads“.

>> Video: Hier erzielt Equanimeous St. Brown als dritter Deutscher einen Touchdown in der NFL <<

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Etwas unerwartet machte mitten in der Saison 2019/20 plötzlich Jakob Johnson von sich reden, der über die Stuttgart Scorpions und das International Player Pathway Program der NFL als Undrafted Free Agent den Weg zu den New England Patriots fand. Beim 33:7-Erfolg gegen die Washington Redskins, die ihren Namen inzwischen abgelegt haben, stand der Fullback von Beginn an auf dem Platz und fing auch einen Pass von Tom Brady. Eine Woche später allerdings verletzte er sich. Headcoach Bill Belichick berief ihn für die Saison 2020 trotzdem in den 53-Mann-Kader.

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Welche Auswirkungen hat die Corona-Pandemie auf die NFL?

Wie alle anderen Sportligen der Welt, ist auch die NFL von der Corona-Krise betroffen. Das fing bereits mit der Vorbereitung auf die neue Saison an, denn die Trainingscamps, die jedes Team traditionell eigentlich abhält, mussten modifiziert werden. Tägliche Corona-Tests standen ebenso an der Tagesordnung wie das Tragen eines Mund-Nase-Schutzes beim Eintritt. Trainiert werden durfte dann ohne, allerdings auch nur teamintern – gemeinsame Camps zweier Teams wurden verboten. In den Umkleidekabinen und Besprechungsräumen musste der nötige Sicherheitsabstand gewahrt werden. Und noch eine Besonderheit, die bereits vor der Saison vollzogen wurde: Die Preseason, die eine gewisse Anzahl von Testspielen für jedes Team vorsieht, entfiel ebenfalls komplett.

Während der Regular Season führten diverse positive Corona-Tests dazu, dass Spiele abgesagt und verschoben wurden. Zwischenzeitlich drohte sogar ein Termin-Chaos, letztlich konnte die Regular Season aber zum geplanten Termin am 4. Januar 2021 beendet werden.

Und natürlich sind auch die Zuschauer ein großes Thema. Selbst darüber bestimmen können die Franchises nicht, aber auch die NFL hat keine Vorgaben genannt. Daraus folgt, dass die Gesundheitsbehörden der jeweiligen US-Bundesstaaten über die Anzahl der Zuschauer entscheidet – was zu unterschiedlich vollen Stadien führte.

Außerdem gab die NFL den Spielern vor der Saison die Möglichkeit, selbst darüber zu entscheiden, ob sie in dieser Saison spielen möchten oder nicht. 67 Spieler verzichten wegen der Pandemie freiwillig auf ihr Spielrecht.

Wie geht die NFL mit der Anti-Rassismus-Debatte in den USA um?

Eine der zentralen Fragen, die sich NFL-Fans zu Saisonbeginn stellten, war absolut nicht sportlicher Natur. Denn nach zahlreichen Protesten gegen Polizeigewalt und Rassismus in anderen Ligen – wie etwa der NBA –, blickte die Welt gespannt auf die NFL.

Das tat sie bereits vor vier Jahren schon, als der damalige Star-Quarterback der San Francisco 49ers, Colin Kaepernick, während der Hymne sitzen blieb und später kniete, um auf die Missstände aufmerksam zu machen. Neben viel Zuspruch hagelte es aber auch Kritik, allen voran von US-Präsident Donald Trump.

Seit 2017 hat Kaepernick keinen Job mehr in der NFL, doch sein Gesicht steht noch immer stellvertretend für den Protest. „Ich wünschte, wir hätten früher zugehört“, gestand Roger Goodell vor der Saison.

Der NFL-Boss zeigte sich darüber hinaus offen, was Anti-Rassismus-Proteste der Spieler angeht. So dürfen auf den Helmen Aufkleber mit Namen von Opfern getragen werden, Schiedsrichter und Trainer werden Schriftzüge auf ihren Kappen präsentieren. In den Endzonen können mitunter die Schriftzüge „End Racism“ („Beendet Rassismus“) und „It Takes All of Us“ („Es braucht jeden von uns“) zu lesen sein. Spieler haben zudem das Recht, aus Protest komplett auf Partien zu verzichten.