Nachtresidenz Düsseldorf sagt Club-Öffnung ab – das sind die Gründe

Keine große Party am dritten Novemberwochenende in der Nachtresidenz: Die lang ersehnte Wiedereröffnung des Düsseldorfer Clubs ist abgesagt. Über die Hintergründe haben wir mit Geschäftsführer Marcel Oelbracht gesprochen.
Nachtresidenz Kuppelsaal Party 2018
Foto: Nachtresidenz

Alles ist fertig, die Umbauarbeiten geschafft, der Club strahlt in neuem Glanz. Doch der lang ersehnte Re-Start der Düsseldorfer Nachtresidenz ist abgesagt, kurz vorm geplanten Opening am 19. und 20. November. „Noch nie ist mir eine Entscheidung so schwer gefallen“, erklärt Resi-Chef Marcel Oelbracht.

Corona-bedingt ist der Club seit März 2020 geschlossen. Und während in vielen Düsseldorfer Locations schon seit dem Sommer wieder Gäste feiern, hat die Nachtresidenz die Zeit für den Abschluss aufwendiger Renovierungsarbeiten genutzt. Am dritten November-Wochenende sollte es endlich so weit sein. Endlich wieder tanzen in der Resi, endlich wieder feiern, endlich wieder Gäste begrüßen. Bis zuletzt hatte Marcel Oelbracht mit sich gerungen. Doch die steigenden Corona-Zahlen und die Aussicht darauf, dass es vorm Jahreswechsel vielleicht doch noch eine Schließung geben könnte, ließen dem Geschäftsführer keine Wahl.

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„Ich habe eine Verantwortung gegenüber meinem Team und unseren Gästen“, sagt der Düsseldorfer. Neben dem gesundheitlichen Aspekt spielt auch der wirtschaftliche Faktor eine Rolle: Um die Nachtresidenz komplett wieder anzuschmeißen, entstehen Kosten im hohen sechsstelligen Bereich. „Wir müssten dann auf jeden Fall bis Silvester aufhaben, damit sich das Ganze anteilig überhaupt rechnet“, erklärt Oelbracht. Doch hier fehlt ihm die sichere Perspektive. Schweren Herzens gab es für ihn am Ende deshalb nur eine Entscheidung: die Absage.

In einem persönlichen Statement hat sich der Geschäftsführer über die Social Media-Kanäle bei der Community gemeldet:

 

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Nachtresidenz Düsseldorf: Wann öffnet der Club wieder?

Und die Reaktionen? „Viele Mitarbeiter verstehen das, aber es ist natürlich traurig und auch frustrierend“, fasst der Gastronom die Emotionen zusammen. „Wir haben monatelang auf dieses Datum hingearbeitet, in den letzten zwei Wochen haben sich über 3000 Gäste für unser neues System registriert, der Veranstaltungskalender ist voll – und jetzt heißt es wieder verschieben und warten.“

Marcel-Oelbracht-Nachtresidenz

Resi-Geschäftsführer Marcel Oelbracht während der Renovierungsarbeiten. Foto: Denise Breidbach

Doch wie lange müssen die Gäste warten, bis die Resi aufmacht? Marcel Oelbracht blickt noch einmal durch den Kuppelsaal: „Ich hoffe nicht, dass wir erst wieder im Frühjahr 2022 eröffnen, sondern früher zurückkommen – wenn das wirtschaftlich für uns darstellbar ist.“

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