Club-Öffnung in Düsseldorf: Polizei mit „Null-Toleranz-Strategie“ – Brennpunkt Altstadt

Die Karnevalstage sind gerade erst vorbei, da kündigt sich für Polizei und Rettungskräfte in Düsseldorf bereits das nächste "intensive" Wochenende an. Mit der Öffnung von Clubs und Diskotheken am 4. März blickt man besorgt auf die Hotspots der Stadt.
Karneval Düsseldorf Altstadt Nachtleben
Die Düsseldorfer Altstadt am Karnevals-Samstag 2022. Foto: Tonight.de / Maurice Gramatke
Karneval Düsseldorf Altstadt Nachtleben
Die Düsseldorfer Altstadt am Karnevals-Samstag 2022. Foto: Tonight.de / Maurice Gramatke

Mit der Öffnung von Clubs und Diskotheken am 4. März wird das Feiern auch in Düsseldorf wieder salonfähig. Zudem lockt das erste Frühlingswetter an den Rhein und in die Altstadt. Die Polizei bereitet sich bereits auf ein „einsatzbelastendes Wochenende“ vor.

Nach den schwierigen Karnevalstagen geht es für die Einsatzkräfte der Düsseldorfer Polizei gleich ins nächste schwierige Wochenende. Die Öffnung der Clubs und Diskotheken stehen dabei nicht nur für wieder auflebende Feierlaune, sondern auch zahlreiche potenzielle Probleme. Die Einhaltung der Corona-Regeln will ebenso kontrolliert werden wie das Messer- und Waffenverbot. Verstöße sollen dabei möglichst schnell sanktioniert werden, Unterstützung erhalten die Einsatzkräfte auch von der Bereitschaftspolizei.

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Düsseldorf: Offene Konfrontation mit Polizisten

Der Schwerpunkt des Einsatzgeschehens liegt weiter auf der Bolkerstaße und am Rheinufer. Insbesondere im Bereich des „Bolker Sterns“ (Bolkerstraße – Hunsrückenstraße) hatten sich an den vergangenen Wochenenden schon am Nachmittag in Spitzenzeiten Hunderte junge Menschen aufgehalten. Laut Angaben der Polizei Düsseldorf hatten sie es gezielt auf eine Konfrontation mit der Polizei abgesehen. Es kam zu Körperverletzungen und Widerständen gegen Polizisten.

Am Karnevalswochenende hatte es gleich mehrere, zum Teil schwer verletzte, Opfer nach Messerstechereien gegeben: Am Sonntag soll ein 17-Jähriger drei junge Männer auf dem Burgplatz mit einer Stichwaffe verletzt haben – ein junger Mann hat sich mittlerweile selbst der Polizei gestellt und befindet sich in Untersuchungshaft. Am Rosenmontag kam es zu einem weiteren schweren Vorfall, bei dem zwei Verdächtige einen Jugendlichen mit einer Stichwaffe angriffen.

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Düsseldorf: Null-Toleranz gegen gewaltbereite Personen

„Die Düsseldorfer Polizei wird an ihrer Null-Toleranz-Strategie gegenüber Straftätern und gewalttätigen oder gewaltbereiten Personen festhalten und entsprechende Einsatzmaßnahmen sogar weiter verstärken. Nur so können die Sicherheit in der Altstadt gewährleistet und Straftaten verhindert werden“, betonten die stellvertretende Polizeipräsidentin Silke Wehmhörner und der Leitende Polizeidirektor Dietmar Henning angesichts des bevorstehenden Wochenendes.

Ob es wirklich so schlimm wird, ist aufgrund des Kriegs in der Ukraine schwierig einzuschätzen: Die Feierlaune vieler Menschen dürfte aktuell eher gebremst sein. Dass dies den Beamten am Wochenende aber eine wirkliche Verschnaufpause beschert, darf zumindest angezweifelt werden.

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