Foto: Shutterstock / ChooChin
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Stephen Smith kann sich kaum bewegen, geschweige denn laufen. Als ob das nicht schon schlimm genug wäre, kämpfte er jahrelang gegen eine Entscheidung der Regierung. Denn diese hatte ihn als arbeitstauglich eingestuft.

Und das ist unglaublich, wenn man Bilder des 64-Jährigen sieht. Smith leidet an einer chronischen, unheilbaren Lungenerkrankung und Osteoarthritis. Diese degenerative Gelenkveränderung mit Knorpelabbau führt nicht nur zu starken Schmerzen, sondern noch dazu zu hohem Gewichtsverlust. Er wiegt nicht einmal mehr 40 Kilogramm.

„Ich habe es nur einmal pro Tag in die Küche geschafft, um etwas zu kochen“, berichtete der Engländer dem „Liverpool Echo„. Doch das Department for Work and Pensions, das englische Ministerium für Sozialhilfe und Rentenpolitik, entschied, dass Smith arbeitsfähig sei.

Wie die „DailyMail“ berichtet, wurden seine Leistungen gestrichen, obwohl Ärzte die Schwere der Krankheit bestätigten. Die unfassbare Folge: Der Liverpooler musste sich einmal pro Woche unter Schmerzen zum Jobcenter quälen – ohne Hilfe, denn er lebt alleine. „Ich hatte keine Muskeln in den Hinterbeinen, was bedeutete, dass ich überhaupt nicht aufstehen konnte. Ich musste mich die ganze Zeit lehnen oder setzen, aber sie sagten mir, dass ich für die Arbeit fit bin“, erklärte Smith.

Tony Nelsen und Terry Craven setzen sich für Stephen Smith ein

Doch zwei Männer sorgten für ein Happy End der Geschichte: Tony Nelsen und Terry Craven. Sie gingen in Berufung und forderten die Leistungen für Smith, holten dazu auch die Meinung eines dritten Arztes ein. Nachdem sie im Januar 2018 zunächst scheiterten, weil Smith nicht die erforderlichen Punkte erzielte, um als „begrenzt arbeitsfähig“ eingestuft zu werden, waren sie nun erfolgreich.

„Ohne sie wäre ich heute wahrscheinlich nicht hier. Sie haben mein Leben gerettet“, sagte Smith, dessen Gesundheitszustand inzwischen immer schlechter wurde, zu dem Urteil.

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