Neuer Lieferdienst für Düsseldorf: Essener Start-up Pottsalat expandiert

Das Essener Start-up Pottsalat liefert frische Salate und Bowls – und das so erfolgreich, dass das Unternehmen jetzt auch nach Düsseldorf kommt. Der Mietvertrag ist unterschrieben und schon bald soll es losgehen. Wir haben mit den Gründern aus dem Ruhrgebiet gesprochen.
Pottsalat Lieferservice aus Essen Gründerteam
Die Gründer von Pottsalat: Pia Gerigk, Ben Küstner und Alexandra Kühne. Foto: Pottsalat.de
Pottsalat Lieferservice aus Essen Gründerteam
Die Gründer von Pottsalat: Pia Gerigk, Ben Küstner und Alexandra Kühne. Foto: Pottsalat.de

Vom Pott an den Rhein: Der Essener Lieferservice mit dem knackigen Namen Pottsalat versorgt die Ruhrmetropole seit 2016 mit frischem und gesundem Food. Jetzt will das Unternehmen expandieren und auch Düsseldorf mit Salaten und Bowls versorgen. Außerdem sind weitere Standorte in NRW wie etwa in Köln oder Duisburg geplant.

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Lieferdienste liegen voll im Trend. Nicht zuletzt die Corona-Pandemie hat diesem Service noch mehr Kundschaft beschert und auch viele Restaurants in Düsseldorf setzen mittlerweile darauf. Gleichzeitig spielen gesundes Essen und auch der Faktor Nachhaltigkeit eine immer größere Rolle. Und darauf setzt auch Pottsalat. Wer steckt hinter dem Unternehmen aus Essen? Was treibt die Gründer an? Und was unterscheidet Pottsalat von anderen Lieferdiensten?

Pottsalat startet 2016 seinen Lieferdienst in Essen

Im Essener Stadtteil Frohnhausen begann 2016 das Geschäft mit dem gesundem Food: Die drei Freunde Pia Gerigk, Alexandra Kühne und Ben Küstner gründeten ihr Start-up – und sind seitdem auf Erfolgskurs. Mittlerweile sind sie innerhalb der Stadt umgezogen, außerdem gibt es eine zweite Filiale in Dortmund. Jetzt wollen die drei Unternehmer weiter expandieren: Die Eröffnung in Düsseldorf steht an, aktuell wird hier ein Storemanager gesucht.

Bei Pottsalat kommt (fast) nur gesundes Essen auf den Teller

Pizza, Pommes oder Currywurst findet der Kunde hier nicht. Beim Essener Unternehmen stehen Salate und Bowls auf der Speisekarte. Alles frisch zubereitet und mit teils kreativen Namen wie „Ravi Olli“, „Muhammara Meister“, „Dönatella Salace“, der „Power Pott“ oder die „Fitte Gitte“. Die Preise dafür liegen zwischen 9 und 12 Euro. Dazu kommt eine kleine Liefergebühr, die ab einem Bestellwert von 15 Euro entfällt.

 

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Zum Angebot gehören übrigens auch Desserts und hier wird es dann doch etwas süßer: Denn neben Bananenbrot bietet das Start-up seinen Kunden auch verschiedene Pottkorn-Produkte an. Dahinter steckt ein befreundetes Unternehmen aus dem Ruhrgebiet, das mit seinen speziellen Popcorn-Sorten mittlerweile auch in Düsseldorf vertreten ist.

Also doch nicht ausschließlich gesundes Essen? Da muss Geschäftsführer Ben Küstner etwas schmunzeln. „Auch wenn wir viel Wert auf gesundes Essen legen und vegane und vegetarische Speisen anbieten, gibt es bei uns Fleisch-Gerichte und halt auch etwas Süßes – das ist auf jeden Fall drin“, erklärt der Gründer.

Lieferung per E-Bike oder E-Roller & ökologische Verpackungen

Das Thema Nachhaltigkeit spielt bei Pottsalat eine große Rolle: Alle Salate kommen in ökologischen und recyclebaren Verpackungen zu den Kunden – und zwar per E-Bike oder E-Roller. Doch das ist noch nicht alles: Zu jeder Speise gibt es auch die genauen Angaben zum CO2-Fußabdruck und den Wasserverbrauchswert. Diese Informationen ermittelt Pottsalat gemeinsam mit der Organisation Eaternity.

Am Ende der Bestellung bekommen die Kunden dann den Gesamtabdruck angezeigt. Sie können diesen durch einen kleinen Aufpreis kompensieren oder Klimaschutzprojekte fördern. Gerade erst hat Pottsalat als erster deutscher Lieferdienst einen ganzheitlichen CO2-Bericht veröffentlicht – das hippe Unternehmen ist klimapositiv.

Um das zu erzielen, haben die Essener das gesamte Unternehmen unter Einberechnung sämtlicher Lieferketten, eingekaufter Dienstleistungen, Bürocomputer und Heizung über alle Filialen hinweg ganzheitlich analysiert. „Mit der Klimapositivität haben wir als erster in der Branche ein Ziel erreicht, das einen echten Impact für unsere Umwelt macht“, sagt Ben Küstner.

„Bereits im Vergleich mit anderen Gerichten sind Pottsalate echte Klimaschützer“, sagt Gründerin Pia Gerigk, die bei Pottsalat die Logistik verantwortet. „Mit einem unserer Salate verursacht man nur ungefähr ein Viertel so viele CO2-Emissionen wie mit einem Döner, und eine unserer Bowls kommt auf etwa die Hälfte des Ausstoßes, den es für eine Currywurst mit Pommes braucht“, so die Logistikexpertin weiter.

Pottsalat geht auf Expansionskurs: neuer Standort Düsseldorf

Bislang gibt es Pottsalat in zwei Städten im Ruhrgebiet: Essen und Dortmund. Vom ersten Standort aus werden auch Teile von Mülheim, Oberhausen und Gelsenkirchen beliefert. Mittlweile machen die Unternehmer hier Millionen-Umsätze und konnten vor knapp einem Jahr auch die Backwerk-Gründer Hans Christian Limmer und Dirk Schneider als neue Investoren dazugewinnen. Grund genug, 2022 zu expandieren. Neben Duisburg soll der grüne Lieferdienst als Franchise-Filiale in ein paar Wochen in Düsseldorf starten, gerade wurde auch ein Mietvertrag für Köln unterschrieben.

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Der Düsseldorfer Standort liegt in Unterbilk in der Elisabethstraße. Hier können die Kunden dann auch vor Ort Essen zum Mitnehmen bestellen, es gibt aber keine Sitzplätze oder Ähnliches wie im Restaurant. „Der Fokus liegt bei uns ganz klar auf dem Lieferdienst und der Online-Bestellung“, erklärt Ben Küstner. Und wann geht es in der NRW-Landeshauptstadt los? „Wir planen mit der Eröffnung im April oder Mai“, verrät der Geschäftsmann.

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