Foto: Instagram/lovelytattoowife
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Die Kanadierin Cheryl Wenzel hat ihren toten Ehemann häuten lassen. Der Grund: Seine Tattoos sollen der Nachwelt erhalten bleiben.

Als Chris Wenzel erfuhr, dass er sterben wird, hatte er einen letzten Wunsch. Der Tattookünstler aus dem kanadischen Saskatoon wollte, dass ihm nach seinem Tod die Haut abgezogen wird, damit zumindest seine Tattoos überleben und von seinen Kindern und Enkelkindern bewundert werden können.

Seine Frau sorgte nun dafür, dass dieser Wunsch in die Tat umgesetzt wird. „Er dachte, dass das eine coole Sache ist“, erzählte sie nun der kanadischen Tageszeitung „The Globe and Mail“ und fügte an: „Ich dachte: Das ist anders, aber ja, das ist cool.“

Der 41-jährige Wenzel, der selbst Inhaber eines Tattoostudios war, starb nach einer Krankheit am 28. Oktober. Vor seinem Tod entdeckte er mit „Save My Ink Forever“ eine US-Firma, die solch skruille Vorhaben umsetzt und Tattoos konserviert.

Nach seinem Ableben kontaktierte seine Frau die Firma. Kyle Sherwoord, Chef von „Save My Ink Forever“, reiste persönlich zum Haus der Familie, um die Leiche zu häuten. Weil Wenzel fast komplett zutätowiert war, handelte es sich um die aufwändigste Häutung, die die Firma bisher vorgenommen hat. Sherwood zog die Haut noch vor Ort ab. Seine Frau war dabei sogar anwesend, um auf Tattoos hinzuweisen, die auf jeden Fall erhalten bleiben sollen. Sieben der unzähligen Werke auf Wenzels Haut wurden entfernt.

In einem dreimonatigen Prozess werden die Tattoos nun aufbereitet, umgerechnet rund 70.000 Euro muss die Ehefrau dafür hinblättern. „Es ist mir egal, was es kostet. Ich mache das für ihn“, sagt die Witwe, die sogar eine Crowdfunding-Aktion gestartet hat, um die Kosten zu decken.

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