Foto: Screenshot Instagram
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Andere Länder, andere Sitten: Für uns in Deutschland ist es kaum vorstellbar, was die ägyptische Schauspielerin Rania Youssef gerade erlebt. Die 45-Jährige sorgte in ihrer Heimat für einen Skandal – und nun droht ihr im schlimmsten Fall sogar ein langer Gefängnisaufenthalt.

Die Schauspielerin war bei der Abschlusszeremonie eines Filmfestivals in Kairo dabei und hatte sich dafür natürlich hübsch gemacht. Wie es sich gehört. Doch ihr Kleid avancierte schnell zum Gesprächsthema. Youssef trug ein langes schwarzes Abendkleid, zeigte aber in dem Outfit auch ein wenig nackte Haut. Ein Aufreger? In Europa oder den USA wohl eher nicht!

Doch einige Ägyptern sahen das offenbar anders. Auf Twitter und Facebook erntete die 25 Jahre alte Schauspielerin viel Kritik für ihr Kleid. Der Tenor: Zu nackt, zu freizügig. Wieder andere verteidigten sie für ihren Auftritt im teilweise durchsichtigen Kleid, da es ihr gutes Recht sei, das zu tragen, worauf sie Lust habe.

Wie die britische Tageszeitung „The Independent“ berichtet, blieb es jedoch nicht bei den Diskussionen um Youssefs Kleid. Dem Bericht zufolge habe sich eine Gruppe ägyptischer Anwälte beim ägyptischen Generalstaatsanwalt über Youssefs Outfit beschwert und habe so eine Anklage wegen öffentlicher Obszönitäten gegen Youssef erzwungen. Mit weitreichenden Folgen für die Schauspielerin: Am 12. Januar 2019 muss sie sich deshalb vor Gericht verantworten. Bei einer Verurteilung drohen ihr im schlimmsten Fall bis zu fünf Jahren Gefängnis.

Und was sagt die Angeklagte? Sie hat sich mittlerweile auf Twitter für den Auftritt entschuldigt: „Ich hoffe, dass jeder versteht, dass ich keinerlei böse Absichten mit meinem Kleid hegte und ich niemanden verärgern wollte.“

Wir drücken ihr für das Gerichtsverfahren die Daumen.