UFC Tony Ferguson Mixed Martial Arts Donald Cerrone
Foto: AP/Kamil Krzaczynski

Khabib Nurmagomedov gegen Tony Ferguson, auf diesen Kampf warten MMA-Fans wirklich schon seit Jahren. Am 18. April 2020 sollte das Warten endlich ein Ende haben. Dachten alle. Doch das Coronavirus ist dazwischen gekommen.

Hier gibt es die Infos zu UFC 249 und wir beantworten alle wichtigen Fragen zum geplatzten MMA-Fight des Jahres zwischen Khabib Nurmagomedov und Tony Ferguson. Unter anderem hat die UFC wohl nicht nur einen Ersatz-Gegner gefunden, sondern auch den Austragungsort.

Kampf abgesagt, wie geht es weiter?

Weltmeister Khabib Nurmagomedov trifft nicht wie geplant am 18. April 2020 auf Herausforderer Tony Ferguson. Das Coronavirus hat alles durcheinander gebracht, Nurmagomedov sitzt weiter in Russland fest. Damit platzt der MMA-Fight des Jahres.

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Stattdessen kommt es zum Duell zwischen Tony Ferguson und Ersatzkämpfer Justin Gaethje. In diesem Fight wird ein Interims-Champion im Leichtgewicht ermittelt. Wo der Kampf stattfinden wird, ist wie vieles drumherum unklar und bislang nicht bekannt (Stand: 9. April).

Wo steigt UFC 249?

Das UFC-Event sollte ursprünglich in New York stattfinden. Genauer gesagt im Barclays Center in Brooklyn. Die Veranstaltung wäre die dritte UFC-Veranstaltung nach UFC 208 und UFC 223 gewesen, die in dieser Halle ausgetragen worden wäre. 16.000 Zuschauer wollten dem Duell zwischen Khabib Nurmagomedov und Tony Ferguson beiwohnen, doch New York wurde als Standort wegen der Corona-Krise ausgeschlossen.

Trotz Tausender Toter in den USA soll das Milliarden-Geschäft der UFC weiterlaufen – dann eben unter Ausschluss von Zuschauern. Ein neuer Ort für UFC 249 ist offiziell immer noch nicht bekannt. Doch nun hat UFC-Chef Dana White offenbar eine Lösung gefunden.

Den Ort verrät er nicht, sagte aber bei „TMZ“: „Ich habe uns eine Insel gesichert. Die notwendige Infrastruktur wird im Moment aufgebaut. Wir werden alle unsere internationalen Kämpfe auf dieser Insel austragen.“ Weiter ins Detail ging der mächtige UFC-Boss noch nicht, aber das Ganze klingt ja auch schon so verrückt genug:

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Mitte März hatte White zu dem Thema gesagt, dass der Kampf „wahrscheinlich nicht in den USA“ stattfinden werde.

Wer ist der Ersatzkämpfer Justin Gaethje?

„Wenn ich Tony erwische, geht er schlafen“ – Probleme mit dem Selbstvertrauen sind Justin Gaethje, Sohn eines Deutschen, auch vor dem Kampf gegen Tony Ferguson fremd. Dabei ist der 31-Jährige recht spontan zu seinem Titelkampf gekommen. „The Highlight“, so sein Spitzname, hat 21 seiner 23 MMA-Fights gewonnen, 18 davon durch Knock-out. Ein Remis und zwei verlorene Kämpfe, jeweils durch K.o. gegen Eddie Alvarez und Dustin Poirier, komplettieren seine Kampf-Bilanz.

Der Amerikaner zählt im Leichtgewicht wie sein Gegner Tony Ferguson, Khabib Nurmagomedov und Conor McGregor zu den spektakulärsten Kämpfern dieser Gewichtsklasse. Seinen letzten Kampf bestritt Gaethje gegen Cowboy Donald Cerrone, der zuletzt McGregor spektakulär in nur 41 Sekunden unterlag, im September 2019. Er gewann durch technischen K.O. in der ersten Runde:

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Gaethje hatte sich zuletzt sehr stark im Octagon präsentiert. Seine letzten drei Fights gewann er allesamt in der 1. Runde durch K.O. oder technischen K.O. – und besiegte dabei neben Cerrone in Edson Barboza und James Vick ebenfalls renommierte Kämpfer. Doch, es bleibt die Frage, ob seine Klasse für einen Mann wie Ferguson ausreicht.

In welcher Gewichtsklasse steigt der Kampf?

Der Fight steigt im Leichtgewicht. Da Khabib Nurmagomedov nicht mehr dabei ist, geht es logischer Weise auch nicht um den WM-Gürtel. Es geht lediglich um den Interimstitel. Im Leichtgewicht dürfen beide Fighter maximal 155 Pfund auf die Waage bringen. In Kilogramm sind das exakt 70,307 Kilogramm.

Wer ist der Favorit?

Für den Kampf Ferguson vs. Gaethje zahlt betfair 1,42 Euro für einen Sieg von Ferguson und 2,55 für einen Gaethje-Triumph, beim Wettanbieter bwin sieht es sehr ähnlich aus: Hier gibt es bei einem Einsatz von einem Euro 2,55 für einen Sieg von Gaethje und 1,53 für Ferguson. (Stand: 9. April).

Wer überträgt UFC 249?

Kein deutscher TV-Sender strahlt den Kampf des Jahres zwischen Tony Ferguson und Justin Gaethje aus. Aber, es gibt gute Nachrichten für alle Kampfsport-Fans aus Deutschland, denn der Streamingsender DAZN zeigt den Fight aus dem Barclays Center live. Das Vorprogramm können Fans mit dem UFC Fight Pass live verfolgen.

Wie sieht die Fight Card für UFC 249 aus?

Interims-Titelkampf im Leichtgewicht:
Tony Ferguson vs. Justin Gaethje

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Jessica Andrade vs. Rose Namajunas (Frauen-Strohgewicht)
Vicente Luque vs. Niko Price (Weltergewicht)
Jeremy Stephens vs. Calvin Kattar (Federgewicht)
Francis Ngannou vs. Jairzinho Rozenstruik (Schwergewicht)
Uriah Hall vs. Ronaldo Souza (Mittelgewicht)
Greg Hardy vs. Yorgan De Castro (Schwergewicht)
Alexander Hernandez vs. Omar Morales (Leichtgewicht)
Marlon Vera vs. Ray Borg (Bantamgewicht)
Khama Worthy vs. Michael Johnson (Leichtgewicht)
Sijara Eubanks vs. Sarah Moras (Frauen-Bantamgewicht)
Ryan Spann vs. Sam Alvey (Halbschwergewicht)

Sollte sich an den Fights noch etwas ändern, werden wir euch hier an dieser Stelle darüber informieren.

Um wie viel Uhr beginnt der Ersatz-Kampf?

Ein genauer Starttermin lässt sich in der UFC ohnehin schwierig prognostizieren. Zum einen steht das Vorprogramm nicht 100-prozentig fest, zum anderen ist ja unklar, ob die Vorkämpfe über die volle Distanz gehen, oder die Fights durch einen K.o. entschieden werden. Auch davon hängt ab, um welche Uhrzeit sich Tony Ferguson und Justin Gaethje im Oktagon gegenüber stehen werden.

Sollte der Kampf in Nordamerika stattfinden, darf man von einer Startzeit zwischen 3 und 5 Uhr morgens deutscher Zeit ausgehen. Das kann natürlich variieren, je nach Zeitzone.

UFC 247: Jon Jones vs. Dominick Reyes – alle Infos zum MMA-Kampf

Chronologie der Ereignisse um Khabib Nurmagomedov

Bereits zuvor gab es immer wieder neue Meldungen zur Frage, ob der Kampf stattfindet oder nicht. Wir haben die Chronologie zu den Ereignissen für euch im Überblick:

Am 3. April hatte Khabib Nurmagomedov im Interview mit ESPN noch betont, er habe den Kampf gegen Tony Ferguson nicht abgesagt! Er sagte erneut, dass er in Russland festsitzt und nicht weiß, ob er das Land derzeit per Flugzeug verlassen kann. Er wusste allerdings auch gar nicht, wo er denn hinfliegen sollte, weil er gar nicht wusste, wo der Kampf stattfinden würde:

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Am 1. April wiederum gab Khabib Nurmagomedov noch bekannt, dass er nicht anreisen – und somit auch nicht kämpfen kann.

Tony Ferguson hatte eine klare Meinung zur Aussage von Khabib Nurmagomedov: „Er hat Angst, er läuft vor mir davon, nehmt ihm den Titel ab!“ Ob Ferguson einen anderen Gegner bekommt, stand zu diesem Zeitpunkt noch nicht fest.

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Am 31. März war Folgendes bekannt geworden: Die Austragung des Kampfes wackelt jetzt doch! Der Grund: Khabib Nurmagomedov sitzt in Russland fest und darf wegen der Ausbreitung des Coronavirus derzeit nicht in die USA fliegen. Die UFC wolle ihn ersetzen, fügte er hinzu. Das sagte der Weltmeister auf Instagram.

UFC 249: Khabib Nurmagomedov sitzt in Russland fest – platzt Fight gegen Tony Ferguson?

Am 17. März hatte UFC-Boss Dana White zunächst bestätigt, dass der Kampf trotz des Ausbruchs des Coronavirus stattfinden soll. Die drei UFC-Events vor dem Fight wurden indes bereits zu diesem Zeitpunkt abgesagt.

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Was wäre das Besondere am Kampf Khabib gegen Ferguson gewesen?

Auf diesen Kampf warten die Fans schon seit Jahren. Was oft ein lockerer Spruch ist, trifft auf diesen speziellen Fight aber wirklich zu. Khabib Nurmagomedov – Tony Ferguson wäre nicht nur der UFC-Fight des Jahres, es wäre der Kampf, der schon fünf Mal (!) angesetzt, aber bislang noch nie stattgefunden hat.

Beim fünften Versuch sollte es endlich klappen, nachdem am 11. Dezember 2015 beim ersten Versuch Nurmagomedov zwei Monate vor Kampfbeginn aufgrund einer Rippenverletzung den Fight platzen ließ. Am 16. April 2016 war es dann Ferguson, der elf Tage vor dem mit Spannung erwarteten Kampf aufgrund von Lungenproblemen absagte.

Mixed Martial Arts: Conor McGregor gegen Khabib Nurmagomedov: Bilder vom Kampf

Beim dritten Mal, am 4. März 2017, war es dann erneut Khabib, der für das Nichtzustandekommen verantwortlich war. Der Champion aus Dagestan brach vor dem offiziellen Wiegen zusammen und wurde statt ins Oktagon in ein Krankenhaus gebracht. Er hatte den Weight Cut nicht besonders gut überstanden. Am 7. April 2018 endet dann der vierte Versuch der beiden wieder mit einer Absage. Ferguson hatte sich beim Training eine Knieverletzung zugezogen.

UFC-Bos Dana White war danach bedient, wollte nichts mehr von einem Kampf zwischen Nurmagomedov und Ferguson wissen. „Nein, verdammt“, sagte White auf Anfrage des US-TV-Senders ESPN damals sichtlich genervt. „Ich werde diesen Kampf nie wieder planen. Nie wieder.“

Und nun wurde der Kampf am 18. April 2020 wegen des Coronavirus abgesagt. In dem folgenden YouTube-Video wird die ganze Geschichte nochmal ausführlicher erklärt:

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Wer war der Favorit?

Was für Nurmagomedov sprach: Er gilt als der beste Ringer der UFC. Er blieb in allen 28 MMA-Kämpfen ungeschlagen. Am 6. Oktober 2018 besiegte er Conor McGregor im wohl bislang größten Fight der UFC-Geschichte in Las Vegas – Mega-Skandal inklusive. In der UFC ist er seit zwölf Kämpfen unbesiegt.

Was für Ferguson sprach: Von seinen 28 MMA-Fights hat er zwar nur 25 gewonnen, doch seine letzte Niederlage datiert aus dem Jahre 2012. Damals unterlag er Michael Johnson umstritten nach Punkten. Seitdem ist er im Leichtgewicht zwölf Mal in Folge siegreich gewesen – ein Divison-Rekord, weil Nurmagomedov einmal im Catchweight antrat. Ferguson (1,83 Meter) ist fünf Zentimeter größer als sein Gegner und besitzt durch seine langen Arme enorme Reichweitenvorteile: 194 Zentimeter gegen 178 Zentimeter.

Die Wettanbieter sahen den Titelverteidiger Nurmagomedov klar vorne. (Stand: 17. März 2020)

Der Wettanbieter betfair hätte für einen Sieg von Nurmagomedov bei einem Einsatz von 1 Euro gerade einmal 1,36 Euro ausgezahlt. Bei einem Sieg von Ferguson hätte es eine Quote von 3,00 gegeben.

Der Wettanbieter Betstars sah den Kampfausgang ähnlich. Für einen Nurmagomedov-Erfolg hätte es hier auch eine Quote von 1,40 gegeben, für Ferguson wären 2,80 ausgezahlt worden.