Amok-Verdacht in Essen! Wurde die Tat auf dem Schulklo angekündigt?

Gegen den 16-Jährigen aus Essen wurde Haftbefehl beantragt. Zudem wird untersucht, ob die Tat auf einer Toilette angekündigt wurde.
Polizeieinsatz an zwei Schulen in Essen
Polizeifahrzeuge stehen vor dem Don-Bosco-Gymnasium. Foto: David Young/dpa
Polizeieinsatz an zwei Schulen in Essen
Polizeifahrzeuge stehen vor dem Don-Bosco-Gymnasium. Foto: David Young/dpa

Der Schock sitzt nach dem mutmaßlich vereitelten Bombenanschlag auf eine Essener Schule nach wie vor tief. Wurde die Tat gar auf einer Schultoilette einer anderen Schule angekündigt?

Wie die Generalstaatsanwaltschaft in Düsseldorf am Freitag auf Anfrage mitteilte, wurde Haftbefehl gegen den verdächtigen 16 Jahre alten Schüler beantragt. Ihm wird unter anderem vorgeworfen, eine schwere staatsgefährdende Gewalttat vorbereitet zu haben.

Wie „Bild“ berichtet, untersucht die Polizei ferner einen Spruch an der Wand an der Schultoilette im Gymnasium Borbeck. Dort wurde auf der Mädchentoilette eine Ankündigung diese Äußerung entdeckt: „Kennst du Freitag den 13.? Blutbad am 13.05. mfg Don Bosco“. Dieser Sazu steht dort mit rotem Stift geschrieben.

Toilette zur Spurensicherung geschlossen

Die Ermittler nehmen das Geschriebene sehr ernst. Daher war die Mädchentoilette zur Spurensicherung vorübergehend geschlossen. Ein Sprecher erklärte: „Uns wurde der Sachverhalt gestern mitgeteilt. Entsprechende Maßnahmen wurden eingeleitet, der Schriftzug überprüft und auf einen Zusammenhang mit der geplanten Amoktat untersucht.“

Die geplante Tat war nur verhindert worden, weil ein Jugendlicher der Polizei einen Hinweis gegeben hatte. Daraufhin stürmte das Sondereinsatzkommando (SEK) am frühen Donnerstagmorgen die Wohnung, in der der Jugendliche gemeldet ist und fand in dessen Kinderzimmer Waffen, Bomben und Armbrüste.

Nachdem die Beamten vom SEK den 16-Jährigen im Schlaf überwältigt hatten, wurde zahlreiches Material, unter anderem Sprengstoff, sichergestellt. Zudem wurden auch rassistische Schriften und ähnliches Gedankengut gesichert. Nun wird gegen den Jugendlichen wegen Terrorverdachts ermittelt. Die Düsseldorfer Generalstaatsanwaltschaft hat die Ermittlungen übernommen.

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mit dpa