Alles zum Filmpreis

Oscars – die Nominierungen, TV-Termine und mehr

Alles zum Filmpreis: Oscars – die Nominierungen, TV-Termine und mehr Alles zum Filmpreis: Oscars – die Nominierungen, TV-Termine und mehr Foto: Nicolas Armer/dpa
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Im Februar ist es wieder so weit: Zum 91. Mal werden die Oscars in den USA verliehen und auch ein deutscher Film gehört zu den Nominierten. Wir haben alle Informationen zum Mega-Event der Hollywood-Elite.

Die Filme "Roma" von Alfonso Cuarón und "The Favourite" von Giorgos Lanthimos führen die Liste der Oscar-Nominierungen an. Beide bekamen jeweils zehn Nominierungen, wie die Oscar-Akademie in Los Angeles bekannt gab. Der deutsche Beitrag "Werk ohne Autor" von Florian Henckel von Donnersmarck ist zudem in der Sparte "nicht-englischsprachiger Film" für den Oscar nominiert. Auch die deutsche Ko-Produktion "Of Fathers And Sons - Die Kinder des Kalifats" hat Chancen auf einen Oscar als beste Dokumentation. Wir beantworten euch nachfolgend die wichtigsten Fragen rund um den begehrtesten Filmpreis der Welt.

Wann und wo finden die Oscars 2019 statt?

Die Oscars werden am 24. Februar 2019 im Dolby Theatre in Los Angeles verliehen. Die Veranstaltung findet in der Nacht von Sonntag auf Montag deutscher Zeit statt. Der Saal in Hollywood ist seit 2002 Austragungsort der Academy Awards.

Die Oscar-Nominierungen 2019 im Überblick:

Bester Film: Black Panther, BlacKkKlansman, Green Book, Roma, Bohemian Rhapsody, The Favourite, A Star Is Born, Vice

Bester Hauptdarsteller: Christian Bale (Vice), Bradley Cooper (A Star Is Born), Rami Malek (Bohemian Rhapsody), Willem Dafoe (At Eternity's Gate), Viggo Mortensen (Green Book)

Beste Hauptdarstellerin: Yalitza Aparicio (Roma), Glenn Close (The Wife), Olivia Coleman (The Favourite), Lady Gaga (A Star Is Born), Melissa McCarthy (Can You Ever Forgive Me?)

Bester Regisseur: Spike Lee (BlacKkKlansman), Pawel Pawlikowski (Cold War), Yorgos Lanthimos (The Favourite), Alfonso Cuarón (Roma), Adam McKay (Vice)

Bester Nebendarsteller: Mahershala Ali (Green Book), Adam Driver (BlacKkKlansman), Sam Elliot (A Star Is Born), Richard E. Grant (Can You Ever Forgive Me?), Sam Rockwell (Vice)

Beste Nebendarstellerin: Amy Adams (Vice), Marina de Tavira (Roma), Regina King (If Beale Street Could Talk), Emma Stone (The Favourite), Rachel Weisz (The Favourite)

Bester nicht-englischsprachiger Film: Capernaum (Libanon), Cold War (Polen), Werk ohne Autor (Deutschland), Roma (Mexiko), Shoplifters (Japan)

Bestes Originaldrehbuch: Deborah Davis und Tony McNamara (The Favourite), Alfonso Cuarón (Roma), Paul Schrader (First Reformed), Nick Vallelonga, Brian Currie, Peter Farrelly (Green Book), Adam McKay (Vice)

Bestes adaptiertes Drehbuch: Joel Coen und Ethan Coen (The Ballad Of Buster Scruggs), Nicole Holofcener und Jeff Whitty (Can You Ever Forgive Me?), Barry Jenkins (If Beale Street Could Talk), Charlie Wachtel, David Rabinowitz, Kevin Willmott, Spike Lee (BlacKkKlansman), Eric Roth, Bradley Cooper, Will Fetters (A Star Is Born)

Beste Filmmusik: Ludwig Goransson (Black Panther), Terence Blanchard (BlacKkKlansman), Nicholas Britell (If Beale Street Could Talk), Alexandre Desplat (Isle of Dogs), Marc Shaiman (Marry Poppins Returns)

Bester Filmsong: "All The Stars" (Black Panther), "I'll Fight" (RBG), "The Place Where Lost Things Go" (Mary Poppins Returns), "Shallow" (A Star Is Born), "When A Cowboy Trades His Spurs For Wings" (The Ballad Of Buster Scruggs)

Beste Kamera: Lukasz Zal (Cold War), Robbie Ryan (The Favourite), Caleb Deschanel (Werk ohne Autor), Alfonso Cuarón (Roma), Matthew Libatique (A Star Is Born)

Bester animierter Kurzfilm: Animal Behaviour, Bao, Late Afternoon, One Small Step, Weekends

Bester Dokumentarfilm: Free Solo, Hale County This Morning, This Evening, Minding The Gap, Of Fathers And Sons, RBG

Bestes Kostümdesign: The Ballad Of Buster Scruggs, Black Panther, The Favourite, Mary Poppins Returns, Mary Queen of Scots

Bestes Make-up und Frisur: Border, Mary Queen of Scots, Vice

Bester Ton: Black Panther, Bohemian Rhapsody, First Man, A Star Is Born, Roma

Bester Tonschnitt: Black Panther, Bohemian Rhapsody, First Man, A Quiet Place, Roma

Beste visuelle Effekte: Avengers: Infinity War, Christopher Robin, First Man, Ready Player One, Solo: A Star Wars Story

Werden die Oscars im TV und Stream übertragen?

Ja! Bereits seit 1974 überträgt ABC die Oscars in den USA. Die deutsche Übertragung übernimmt seit Ende der 1990er-Jahre ProSieben. In der Nacht vom Sonntag auf Montag wird das Mega-Event dort zu sehen sein. Neben der TV-Übertragung bietet ProSieben auch einen Live-Stream oder die Möglichkeit, sich die Verleihung in der sendereigenen App anzusehen, an. Konkret startet der Sender schon am 18. Februar mit der Oscar-Berichterstattung und meldet sich mit dem "taff"-Magazin täglich um 17 Uhr mit Neuigkeiten aus Hollywood. Am Oscar-Tag selbst, dem 24. Februar, zeigt ProSieben dann zunächst um 20.15 Uhr den mehrfach Oscar-prämierten Film "La La Land", ehe um 22.55 Uhr der Oscar-Countdown startet. Ab 2 Uhr in der Nacht folgt dann schließlich die Live-Übertragung der Verleihung. Für ProSieben vor Ort sind Steven Gätjen, Annemarie Carpendale und Viviane Geppert. Für diejenigen, die nicht wach bleiben wollen, gibt's dann am Montag um 17 Uhr die Highlights in der Zusammenfassung.

Wer sind die Oscar-Favoriten 2019?

Zum größten Abräumer der Oscars 2019 könnten die Filme "Roma" und "The Favourite" werden. Sie haben jeweils zehn Nominierungen bekommen. Auch das Drama "A Star Is Born" mit Bradley Cooper und Lady Gaga gehört zu den Favoriten. Viele Fans waren fasziniert von der Dynamik, die das Duo auf die Kinoleinwände gebracht hat – doch auch die Fachjury sollen Cooper und die Sängerin beeindruckt haben. Beide könnten in den "Beste Schauspieler"-Kategorien glänzen.

Bei den Golden Globes 2019, die am 6. Januar verliehen wurden, setzte sich jedoch Glenn Close für ihre Rolle in "Die Frau des Nobelpreisträgers" gegenüber Lady Gaga durch. Als bester Schauspieler in einem Drama wurde Rami Malek ausgezeichnet, der Freddie Mercury im Filmdrama "Bohemian Rhapsody" spielt. Der Film gewann auch in der Kategorie "bestes Drama". Die Golden Globes gelten häufig als Vorboten für die Oscars. 

Neben Filmen wie "Black Panther" und "Bohemian Rhapsody" gehört "A Star Is Born" bei den Oscars dennoch weiterhin zu den Favoriten auf den "Bester Film"-Award. Auch in der Kategorie "Beste Regie" könnte Bradley Cooper erfolgreich sein, dort sind neben dem ehemaligen "Hangover"-Star auch Alfonso Cuaron ("Roma") und Spike Lee ("BlackKkKlansman") zu finden.

Deutsche Oscar-Chancen bei der Verleihung 2019

Der deutsche Regisseur Florian Henckel von Donnersmarck hat es mit seinem Film "Werk ohne Autor" in die Nominierungs-Liste als "Bester nicht-englischsprachiger Film" geschafft. In dem Drama mit den Schauspielern Tom Schilling und Sebastian Koch geht es um den Findungs- und Schaffensprozess eines Künstlers. Angelehnt ist der Film an das Leben des deutschen Malers Gerhard Richter. Oscar-Chancen in der Sparte "Bester Dokumentarfilm" hat zudem die deutsche Ko-Produktion "Of Fathers And Sons - Die Kinder des Kalifats". Das Werk des aus Syrien stammenden und in Berlin lebenden Regisseurs Talal Derki ("Return to Homs") schaffte es unter 166 Anmeldungen auf die Shortlist mit 15 Kandidaten. Der Film wirft einen ungewöhnlichen Blick auf das Leben eines salafistischen Rebellenführers und seiner Familie.

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Wer moderiert die Oscars 2019?

Eigentlich sollte Comedian und Hollywood-Star Kevin Hart die 91. Verleihung moderieren. Nachdem aber homophobe Tweets, die Hart zwischen 2009 und 2011 veröffentlichte, in der Öffentlichkeit große Diskussionen auslösten, räumte er seinen Posten als Moderator. Seth MacFarlane, Moderator 2013, sagte daraufhin: "Ich bin nicht überrascht, dass es den Organisatoren schwerfällt, einen Ersatz zu finden." Passend dazu erklärte ein Sprecher der Oscar-Akademie am 5. Februar, dass es erstmals seit drei Jahrzehnten keinen Moderator geben wird.

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Wer ist Rekord-Gewinner bei den Oscars?

Rekord-Gewinnerin bei den Oscars ist Katharine Hepburn. Für die Filme "Morgenrot des Ruhms", "Rat mal, wer zum Essen kommt", "Der Löwe im Winter" und "Am goldenen See" wurde die Schauspielerin prämiert. Mit drei Oscars folgen gleich mehrere Schauspieler – unter ihnen zum Beispiel Daniel Day-Lewis und Meryl Streep, die mit 21 Oscar-Nominierungen zudem den Rekord als meistnominierte Schauspielerin aller Zeiten hält.

Welche Deutsche haben bereits einen Oscar gewonnen?

Für Deutsche waren die Oscars schon von Beginn an ein gutes Pflaster. Emil Jannings gewann bereits bei der ersten Verleihung 1929, er war ein deutscher Staatsbürger – geboren wurde der Preisträger für den "Besten Hauptdarsteller" aber in der Schweiz. Weitere Preisträger sind Hans Zimmer ("Beste Filmmusik" für "Der König der Löwen"), Volker Schlöndorff ("Die Blechtrommel") und Florian Henckel von Donnersmarck ("Das Leben der Anderen"). 

Wie viele Zuschauer haben die Oscars?

"Rekordtief bei Oscar-Zuschauerzahlen" – mit Schlagzeilen wie dieser, ließen viele Berichterstatter 2018 aufhorchen. Bei der 90. Verleihung der Academy Awards fiel die Zahl der Zuschauer in den USA erstmals unter die 30 Millionen-Marke. Insgesamt sahen "nur" 26,5 Millionen Zuschauer zu. Zum Vergleich: Als das Drama "Titanic" der große Abräumer bei der Verleihung 1998 war, schauten noch 55 Millionen Amerikaner zu.

Wer verleiht die Oscars und wie groß ist die Jury?

Dafür ist die Academy of Motion Picture Arts and Sciences zuständig, eine ehrenamtlich arbeitende Organisation. Rund 8000 Künstler sind Mitglieder der Jury. Der Präsident der Akademie ist John Bailey. In den vergangenen Jahren wurde die einstigen Hollywood-Größen Roman Polanski, Harvey Weinstein und Bill Cosby wegen ihrer Sex-Skandale ausgeschlossen.

Welche Oscar-Kategorien sind die Wichtigsten? 

Zu den wichtigsten Kategorien gehören traditionell die des "Besten Hauptdarsteller" und das weibliche Pendant für die "Beste Hauptdarstellerin" und natürlich der "Beste Film". Darüber hinaus legen Fans und Medien den Fokus auf die "Beste Regie", "Bestes Originaldrehbuch" und "Beste Nebendarsteller". Insgesamt gibt es 24 Kategorien.

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Oscars in vier Kategorien werden in Werbepause ausgehändigt

Das hat es noch nicht gegeben. Oscar-Preisträger in vier Kategorien sollen ihre Trophäe kurzerhand in einer Werbe-Unterbrechung erhalten. Für dieses Vorhaben werden die Veranstalter hart kritisiert.

Was muss man über die Geschichte der Oscars wissen?

Der damalige Präsident der MGM Studios, Louis B. Mayer, hat sich in den 1920er-Jahren für die Einführung eines Preises starkgemacht und die Einführung der Oscars 1929 initiiert. Die erste TV-Übertragung fand 1953 statt. Die Oscar-Statue wurde bereits 1928 von Cedric Gibbons gestaltet und wiegt rund vier Kilogramm. Der Materialwert liegt übrigens nur bei rund 300 US-Dollar.

Welche Oscar-Skandale gab es?

Mehrfach wurden Statuen im Rahmen der Verleihung geklaut: Den ersten Versuch unternahm ein Betrüger 1938, als er Alice Bradys Preis auf der Bühne entgegennehmen wollte. Erst 2018 gab es den bisher letzten Versuch. Frances McDormands Trophäe wurde gestohlen, der Übeltäter konnte aber wenig später von der Polizei gefasst werden. 2017 wurde zudem der Preis in der Kategorie "Bester Film" erst an "La La Land" vergeben. Das Problem war, dass der eigentliche Sieger aber "Moonlight" war. 

Wie verliefen die Oscars 2018?

2018 war "Shape of Water" der große Abräumer. Der Film setzte sich unter anderem gegen "Lady Bird" und "Die dunkelste Stunde" in der Kategorie "Bester Film" durch. Auch in der "Bester Regie"-Kategorie ging der Oscar an den Film – Guillermo del Toro machte das Rennen. Gary Oldman ("Die dunkelste Stunde") wurde "Bester Hauptdarsteller" und Frances McDormand ("Three Billboards Outside Ebbing, Missouri") setzte sich im Rennen um den Preis für die "Beste Hauptdarstellerin" durch.

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