Oscars: Alle Gewinner der 93. Academy Awards im Überblick

Die Oscars 2021 wurden verliehen. Und zumindest einige Sachen waren bei der Verleihung der 93. Academy Awards wegen Corona anders. Hier erhaltet ihr alle Infos zur Verleihung am 25. April – mit besonderem Blick auf die Gewinner des Abends.
Oscars
Foto: Danny Moloshok/Invision/AP

Als vor mittlerweile 14 Monaten die bisher letzte Oscar-Verleihung stattfand, war die Welt noch eine andere. 2021 fanden die ersten Academy-Awards unter Corona-Bedingungen statt. Hier erhaltet ihr alle Infos zur Verleihung am 25. April – mit besonderem Blick auf die Gewinner des Abends.

Oscars 2021: Die Gewinner im Überblick

BESTER FILM

  • Gewinner: „Nomadland“
  • Nominierte:
    • „The Father“
    • „Judas and the Black Messiah““
    • „Mank“
    • „Minari – Wo wir Wurzeln schlagen“
    • „Promising Young Woman“
    • „Sound of Metal“
    • „The Trial of the Chicago 7“

BESTE REGIE

  • Gewinnerin: Chloé Zhao für „Nomadland“
  • Nominierte:
    • Thomas Vinterberg für „Der Rausch“
    • David Fincher für „Mank“
    • Lee Isaac Chung für „Minari – Wo wir Wurzeln schlagen“
    • Emerald Fennell für „Promising Young Woman“

BESTE HAUPTDARSTELLERIN

  • Gewinnerin: Frances McDormand für „Nomadland“
  • Nominierte:
    • Viola Davis für „Ma Rainey’s Black Bottom“
    • Andra Day für „The United States vs. Billie Holiday“
    • Vanessa Kirby für „Pieces of a Woman“
    • Carey Mulligan für „Promising Young Woman“

BESTER HAUPTDARSTELLER

  • Gewinner: Anthony Hopkins für „The Father“
  • Nominierte:
    • Riz Ahmed für „Sound of Metal“
    • Chadwick Boseman für „Ma Rainey’s Black Bottom“
    • Gary Oldman für „Mank“
    • Steven Yeun für „Minari – Wo wir Wurzeln schlagen“

BESTE NEBENDARSTELLERIN

  • Gewinnerin: Yuh-Jung Youn für „Minari – Wo wir Wurzeln schlagen“
  • Nominierte:
    • Maria Bakalova für „Borat Anschluss Moviefilm“
    • Glenn Close für „Hillbilly Elegy“
    • Olivia Colman für „The Father“
    • Amanda Seyfried für „Mank“

BESTER NEBENDARSTELLER

  • Gewinner: Daniel Kaluuya für „Judas and the Black Messiah“
  • Nominierte:
    • Sacha Baron Cohen für „The Trial of the Chicago 7“
    • Leslie Odom Jr. für „One Night in Miami“
    • Paul Raci für „Sound of Metal“
    • Lakeith Stanfield für „Judas and the Black Messiah“

BESTER INTERNATIONALER SPIELFILM (sogenannter Auslands-Oscar)

  • Gewinner: „Der Rausch“ (Dänemark)
    • „Better Days“ (Hongkong)
    • „Kollektiv – Korruption tötet“ (Rumänien)
    • „The Man Who Sold His Skin“ (Tunesien)
    • „Quo Vadis, Aida?“ (Bosnien-Herzegowina)

Die Verleihung der Oscars 2021 hat einige Überraschungen beschert. Der Preis für den besten Film ging in der Nacht zum Montag deutscher Zeit an „Nomadland“. Die Filmregisseurin Chloé Zhao erhielt zudem den Oscar für die beste Regie. Damit ist die 39-Jährige nach Kathryn Bigelow 2010 („Tödliches Kommando – The Hurt Locker“) erst die zweite Frau, die einen Regie-Oscar gewonnen hat.

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Für die Überraschung der Nacht sorgte aber Anthony Hopkins: Der Schauspieler wurde für seine Rolle in „The Father“ als bester Hauptdarsteller ausgezeichnet – und nahm den Preis an ungewohnter Position entgegen: In diesem Jahr wurden die beste Hauptdarstellerin (Frances McDormand in „Nomadland“) und der beste Hauptdarsteller nach dem besten Film ausgezeichnet. Experten waren sich im Vorfeld sicher gewesen, dass der verstorbene Chadwick Boseman („Ma Rainey’s Black Bottom“) posthum als bester Hauptdarsteller ausgezeichnet werden würde.

Die Oscar-Gewinner 2021 in den übrigen Kategorien:

  • Kamera: Erik Messerschmidt für „Mank“
  • Original-Drehbuch: Emerald Fennell für „Promising Young Woman“
  • Adaptiertes Drehbuch: Christopher Hampton und Florian Zeller für „The Father“
  • Schnitt: Mikkel E.G. Nielsen für „Sound of Metal“
  • Filmmusik: Trent Reznor, Atticus Ross und Jon Batiste für „Soul“
  • Filmsong: H.E.R. (Gabriella Wilson, Dernst Emile II, Tiara Thomas) für „Fight For You“ (Judas and the Black Messiah)
  • Produktionsdesign: Donald Graham Burt und Jan Pascale für „Mank“
  • Ton: Nicolas Becker, Jaime Baksht, Michelle Couttolenc, Carlos Cortés und Phillip Bladh für „Sound of Metal“
  • Visuelle Effekte: Andrew Jackson, David Lee, Andrew Lockley und Scott Fisher für „Tenet“
  • Animationsfilm: „Soul“ von Pete Docter und Dana Murray
  • Animations-Kurzfilm: „If Anything Happens I Love You“ von Will McCormack und Michael Govier
  • Dokumentarfilm: „My Octopus Teacher“ von Pippa Ehrlich, James Reed und Craig Foster
  • Dokumentar-Kurzfilm: „Colette“ von Anthony Giacchino und Alice Doyard
  • Make-up/Frisur: Sergio Lopez-Rivera, Mia Neal und Jamika Wilson für „Ma Rainey’s Black Bottom“
  • Kostümdesign: Ann Roth für „Ma Rainey’s Black Bottom“
  • Kurzfilm: „Two Distant Strangers“ von Travon Free und Martin Desmond Roe

Weil es im vergangenen Jahr kaum Kino-Produktionen gab, befanden sich ungewöhnlich viele Streaming-Filme (36) unter den Nominierten. Und so gewannen Netflix-Produktionen gleich sieben Oscars – allerdings nicht in den Hauptkategorien.

Zu den Preisen gehörten zwei Oscars für die Hollywood-Hommage „Mank“ (Kamera und Produktionsdesign) und zwei für das Drama „Ma Rainey’s Black Bottom“ (Kostümdesign und Make-up/Frisur). Oscars gewannen außerdem die Dokumentation „My Octopus Teacher“ sowie die Kurzfilme „Two Distant Strangers“ und „If Anything Happens I Love You“.

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In Deutschland sind einige der Gewinner auch auf anderen Streaming-Portalen zu sehen: So etwa „Sound of Metal“ auf Amazon Prime oder „Soul“ auf Disney+.

Wann fanden die Oscars 2021 statt?

Später als gewöhnlich! Während wir uns in den vergangenen Jahren daran gewöhnt haben, dass die Oscars im Februar oder März stattfinden, gibt es die Verleihung 2021 erst Ende April. Genauer gesagt finden die Oscars 2021 in der Nacht vom 25. April (Sonntag) auf den 26. April (Montag) statt. Los geht es um 2 Uhr nachts deutscher Zeit.

So spät wie in diesem Jahr hat es die Oscar-Verleihung in der Nachkriegszeit noch nie gegeben. Letztmals im April fanden die Oscars 1988 statt, damals am 11. April. Kurzer Zeitsprung: Zum besten Schauspieler wurde damals Michael Douglas gewählt, bei den Frauen war Cher siegreich.

Wo fanden die Oscars 2021 statt?

Da hat sich 2021 nichts verändert! Die Oscars finden auch 2021 im Dolby Theatre in Los Angeles statt. Das Auditorium in Hollywood ist mittlerweile seit 2002 Austragungsort der Verleihung. Einen kleinen Zusatz gibt es in diesem Jahr aber.

Eine Änderung im Vergleich zum Jahr 2020 gibt es dann aber doch: Denn auch die Gebäude der Los Angeles Union Station, dem größten Bahnhof im Westen der USA in der direkten Umgebung des Dolby Theatre, werden genutzt, um das Personenaufkommen bei den Oscars zu entzerren.

Wurden die Oscars im TV und Stream übertragen?

Die Oscars 2021 werden auch im deutschen TV übertragen. Wie bereits in den vergangenen Jahren übernimmt ProSieben die Ausstrahlung. Los geht es mit der Übertragung am frühen Montagmorgen um 0.40 Uhr mit einem 80-minütigen Countdown live vom Roten Teppich in Hollywood.

Von 2 Uhr bis 5 Uhr wird dann die eigentliche Verleihung natürlich auch bei ProSieben gezeigt. Diese wird dann – für diejenigen, die sich den Wecker nicht ganz so früh stellen wollten – gleich im Anschluss von 5 Uhr bis 8 Uhr noch einmal wiederholt.

Die Highlights zur Oscar-Verleihung 2021 gibt es dann auch noch einmal um 18 Uhr in einer besonderen Ausgabe von „red“. Für ProSieben ist Moderator Steven Gätjen in Hollywood mit dabei.

Welche Auswirkungen hatte Corona auf die Oscars 2021?

Bereits angesprochen haben wir den größten Unterschied: Im Juni 2020 wurde schon angekündigt, dass die Pandemie für die Verschiebung um zwei Monate sorgt. Das hat wiederum Einfluss auf den Zeitplan.

Normalerweise werden nur die Filme in Betracht gezogen, die im abgelaufenen Kalenderjahr erschienen sind. Diesmal haben es allerdings noch Filme in die Vorauswahl geschafft, die Anfang 2021 veröffentlicht wurden.

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Der letzte Starttermin für mögliche Nominierungen war am 28. Februar. Mitte März folgte dann die Verkündung der Nominierung, die Wahl der Preisträger durch die Jury endete dann am 20. April.

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Wer moderierte die Oscars 2021?

Bereits in den vergangenen Jahren hat sich etabliert, dass es nicht einen Moderator gibt, der durch die komplette Zeremonie führt. Stattdessen wird diese Aufgabe an viele Prominente verteilt.

In diesem Jahr gibt es insgesamt 15 Personen, die durch die Show führen. Dazu zählen Hollywood-Hochkaräter wie Brad Pitt, Harrison Ford, Renée Zellweger, Halle Berry, Reese Witherspoon und Joaquin Phoenix. Die weiteren Laudatoren sind Angela Bassett, Bong Joon-ho, Don Cheadle, Bryan Cranston, Laura Dem, Regina King, Marlee Matlin, Rita Moreno und Zendaya.

Wer waren die Oscar-Favoriten 2021?

Favorisiert, um als bester Film bei den Oscars 2021 ausgezeichnet zu werden, ist „Nomadland“. Für viele Film-Experten und Buchmacher führt kein Weg an dem Film von Regisseurin Chloe Zhao vorbei. Zhao hat wiederum auch gute Chancen auf den Award „Beste Regie“.

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Nicht ausgeschlossen ist, dass Hauptdarstellerin Frances McDormand aus „Nomadland“ ebenfalls Erfolg hat. Allerdings sehen viele Experten Carey Mulligan für ihre Leistung in „Promising Young Woman“ mit den besten Chancen.

Bereits im vergangenen August bestürzte der Tod von Schauspieler Chadwick Boseman nicht nur die Hollywood-Kollegen, sondern seine Fans weltweit. Für seine letzte Rolle in „Ma Rainey’s Black Bottom“ dürfte Boseman postum als bester Hauptdarsteller ausgezeichnet werden – auch da sind sich die Experten einig.

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Wer verleiht die Oscars und wie groß ist die Jury?

Dafür ist die Academy of Motion Picture Arts and Sciences zuständig, eine ehrenamtlich arbeitende Organisation. Rund 8000 Künstler sind Mitglieder der Jury. Der Präsident der Akademie ist John Bailey. In den vergangenen Jahren wurde die einstigen Hollywood-Größen Roman Polanski, Harvey Weinstein und Bill Cosby wegen ihrer Sex-Skandale ausgeschlossen.

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Wer ist Rekord-Gewinner bei den Oscars?

Der beste Film aller Zeiten ist „Titanic“, der elf Oscars bei 14 Nominierungen einheimste. Auch „Ben Hur“ und „Der Herr der Ringe: Die Rückkehr des Königs“ holten je elf Oscars, waren jedoch nur zwölf- und elfmal nominiert.

Rekord-Hauptdarstellerin bei den Oscars ist Katharine Hepburn. Für die Filme „Morgenrot des Ruhms“, „Rat mal, wer zum Essen kommt“, „Der Löwe im Winter“ und „Am goldenen See“ wurde die Schauspielerin prämiert. Meryl Streep hält mit 21 Oscar-Nominierungen zudem den Rekord als meistnominierte Schauspielerin aller Zeiten.

Welche Deutsche haben bereits einen Oscar gewonnen?

Für Deutsche waren die Oscars zu Beginn ein gutes Pflaster. Emil Jannings gewann bereits bei der ersten Verleihung 1929. Er war deutscher Staatsbürger – geboren wurde der Preisträger für den „Besten Hauptdarsteller“ aber in der Schweiz. Weitere Preisträger sind Hans Zimmer („Beste Filmmusik“ für „Der König der Löwen“), Volker Schlöndorff („Die Blechtrommel“) und Florian Henckel von Donnersmarck („Das Leben der Anderen“). Jochen Alexander Freydank holte 2009 den Oscar für den besten Kurzfilm („Spielzeugland“) nach Deutschland. Eine Liste deutscher Oscarpreisträger bekommt ihr hier.

mit Agenturmaterial (dpa)