Süßer Nachwuchs im Kölner Zoo: Vom Aussterben bedrohte Tierart geboren

Kuscheliger Nachwuchs im Kölner Zoo: Das Löwenäffchen-Paar um Apu und Nala hat zwei Junge bekommen. Die Affenart ist vom Aussterben bedroht.
Affen mit Löwenmähne
Ein Löwenäffchen-Baby im Kölner Zoo. Foto: Sascha Thelen/dpa
Affen mit Löwenmähne
Ein Löwenäffchen-Baby im Kölner Zoo. Foto: Sascha Thelen/dpa

Der 13. April war im Kölner Zoo ein besonderer Tag, denn das Löwenäffchen-Paar um Apu und Nala hat Nachwuchs bekommen!

Mit den zwei Jungen ist die Kölner Löwenäffchen-Gruppe auf sechs Tiere angewachsen. Nun dominieren die Äffchen mit der bauschigen Löwenmähne sogar andere Affenarten im „Arnulf-und-Elizabeth-Reichert-Haus“. Namen haben die kleinen goldgelben Kletterkünstler bislang noch nicht.

Wie der Kölner Zoo am Donnerstag mitteilte, kam es neulich sogar schon zu einer Beißerei zwischen Löwen- und Silberäffchen, bei der eines der neugeborenen Jungtiere eine Bisswunde erlitt. Die sei mittlerweile aber sehr gut abgeheilt und ungefährlich.

Löwenäffchen gehören zu den Krallenaffen. Sie haben an Händen und Füßen lange Krallen, lediglich die großen Zehen haben Nägel. Mit ihren scharfen Eckzähnen fangen und töten sie kleine Wirbeltiere, aber auch Früchte und Baumsäfte stehen auf ihrem Speiseplan. Die kleinen Primaten verständigen sich durch Zwitschern.

Kölner Zoo: Löwenäffchen vom Aussterben bedroht

Mit dem Nachwuchs der goldgelben Löwenäffchen arbeitet der Kölner Zoo gezielt gegen die Ausrottung der seltenen Rasse. Anfang der 70er Jahre standen die Löwenäffchen mit 200 bis 600 Tieren kurz vor dem Aussterben. Sie kommen nur noch im südöstlichen Brasilien, in einem kleinen Gebiet im Bundesstaat Rio de Janeiro, vor.

Zu ihrer Rettung wurde 1974 das Projekt „Countdown 2025“ gestartet – Zoos waren dafür sehr wichtig. Mitte der 80er Jahre wurden die ersten Nachzuchten von Löwenäffchen aus Zoos wieder ausgewildert. Fünf Tiere kamen später auch aus dem Kölner Südamerikahaus – heute „Arnulf-und-Elizabeth-Reichert-Haus“ genannt – hinzu.

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