Battlefield Portal
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Eigentlich heißt das Spiel „Battlefield 2042“ – eine gelungene Anspielung auf Battlefield 1942, den ersten Teil der Serie, der anno 2002 für PC erschien. Eigentlich ist „Battlefield Portal“ nur ein Unterpunkt im Menü von eben diesem „Battlefield 2042“. Und eigentlich hätte wohl niemand daran glauben wollen, dass die geballte Welt der Gamer nochmal so gebannt auf einen Battlefield-Titel entgegenfiebern könnte.

EA hat es tatsächlich geschafft: Die Fans der Serie scheinen glücklich zu sein. Das Feedback nach dem gezeigten Trailer zum brandneuen Spielmodus „Battlefield Portal“ ist extrem positiv, auf YouTube zeigen alle Daumen steil nach oben, in den Foren wird über das „nächste große Shooter-Ding“ geredet. Vor allem aber überschattet die Ankündigung des „Battlefield-Baukastens“ mittlerweile die Veröffentlichung von „Battlefield 2042“ selbst. Aber fangen wir klein an. Und von vorne.

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Was ist Battlefield Portal?

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Im Gegensatz zu „Battlefield 2042“ steckt hinter dem integrierten Spielmodus „Battlefield Portal“ ein komplett eigenes Entwicklerteam: Die in Los Angeles ansässigen Ripple Effect Studios haben es sich auf die Fahne geschrieben, einen Modus für Battlefield zu entwickeln, der wirklich jeden Fan glücklich macht. Und eben das ist „Battlefield Portal“ bereits in der Kurzfassung: ultimativer Fan-Service.

„Battlefield Portal“ wird bereits zum Start am 22. Oktober (zusammen mit „Battlefield 2042“) ein großer Spielzeugladen für Battlefield-Fans, praktisch das „Weapons’n’Tanks’r’us“ der Battlefield-Szene, in dem ihr euch die persönlichen Rosinen in den Einkaufswagen schippen könnt. Keine Lust auf Sniper? Raus damit! Ihr wollt lieber alleine gegen 127 Bots kämpfen? Warum nicht? Die deutsche Armee aus Battlefield 1942 soll gegen die Spezialisten aus Battlefield 2042 antreten? Na klar, am besten noch in einem möglichst eng abgesteckten Gebiet!

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Klassische Karten im neuen Gewandt

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Die Liste der Möglichkeiten und Optionen zum Start ist bereits verblüffend groß: Unzählige Inhalte aus Battlefield 1942, Battlefield Bad Company 2 und Battlefield 3 wurden aus der Mottenkiste gekramt und optisch auf den neuesten Stand gebracht.

Darunter finden sich gleich sechs Karten, welche Battlefield-Fans allesamt in wohliger Erinnerung haben: Die „Schlacht in den Ardennen“ und „El Alamein“ kennen Die-Hard-Fans noch aus seligen Battlefield 1942-Zeiten. Aus dem bis heute innig verehrten Bad Company 2 gesellen sich „Arica Harbor“ und „Valparaiso“ hinzu. Last but not least dürft ihr euch auf ein Wiedersehen mit der „Kaspischen Grenze“ und dem Noshahr-Kanälen aus Battlefield 3 freuen.

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Wer hier schon steil geht, der wird beim Rest große Augen machen: Über 40 Waffen (M1 Garand, Panzerschreck, G3, M416 und mehr!), über 40 Fahrzeuge (der Bomber B17 feiert seine Rückkehr!) und über 30 kultige Gadgets, vom Defi bis zum EOD-Bot, feiern ihre Rückkehr in den Battlefield-Kosmos. Immer daran denken: Das sind nur die vorliegenden Inhalte aus Battlefield 1942, Battlefield Bad Company 2 und Battlefield 3 – alle neuen Inhalte aus Battlefield 2042 kommen als Sahnehäubchen obendrauf!

Battlefield Portal
Im „Builder Mode“ könnt ihr nicht nur unterschiedliche Loadouts von Waffen und Fahrzeugen festlegen, sondern das Spiel bis auf kleinste Parameter neu gestalten. Foto: EA

Tatsächlich könnt ihr auf der Web-basierten Community-Plattform so ziemlich alles nach eurem Gusto einstellen und dann auf einem eigenen Server mit 128 Spielern (PC, Next Gen-Konsolen) oder 64 Spielern (PlayStation 4, Xbox One) austesten. EA lässt euch dabei (fast) freie Hand – lediglich das Austauschen von Texturen und Verändern der Maps bleiben außen vor. Natürlich können von euch modifizierte Spiele in Battlefield Portal untereinander getauscht und veröffentlicht werden.

Bis zum Horizont… und noch viel weiter!

Die Ankündigung von „Battlefield Portal“ ist der richtige Schritt für die Marke: Mit etwas Glück baut sich die Community praktisch in Eigenregie ihr „Wunsch-Battlefield“. Die letzten Jahre haben immer wieder gezeigt: Das kreative Engagement einer Gaming-Community kann beinahe endlos sein. Immerhin basieren viele heutzutage gängiger Spielkonzepte auf einstigen Mods – man denke nur an MOBAs wie „League of Legends“ und „Dota 2“.

Die Umsetzung älterer Inhalte für langjährige, und eine komplett neue Generation an Shooter-Fans ist selbstverständlich nichts, was EA mit „Battlefield Portal“ neu erfinden würde. Dementsprechend gilt das Lob eher der Fleißarbeit der Entwickler, welche mit Inhalten aus gleich drei Serienklassikern zum Start ordentlich auftrumpfen können.

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Wirklich interessant sind die Zukunftsaussichten für „Battlefield Portal“ als praktisch endlos erweiterbarer DLC-Spielplatz: Bereits jetzt hat EA bestätigt, dass für Battlefield 2042 jede Menge Nachschub für das erste Jahr geplant ist, darunter vier neue Spezialisten sowie neue Schauplätze, Fahrzeuge und Waffen.

Wie es mit „Battlefield Portal“ weitergeht? Wie wäre es mit weiteren Karten wie „Strike at Karkand“ oder „Dragon Valley“ aus Battlefield 2? Oder „Propaganda“ aus Battlefield 4? Und „Wake Island“ muss natürlich auch noch mit rein! Und Zombies! Und Dinosaurier! Das einzige, was laut EA nicht möglich sein soll, ist die Integration von Pinguinen. Wir sind uns mittlerweile nicht mehr so sicher, ob sie dieser Spruch am Ende nicht doch noch einholen wird. Der erste DLC mit Pinguinen? Hier habt ihr es zuerst gelesen!

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Offene Beta zu Battlefield 2042 startet im September

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Battlefield 2042 soll am 22. Oktober 2021 für PlayStation, Xbox und PC erscheinen. EA Play-Mitglieder können das Spiel ab dem 15. Oktober 2021 zehn Stunden lang ausprobieren. EA Play-Mitglieder und Vorbesteller erhalten zudem Early Access zur offenen Beta im September.