Acht Museen in Düsseldorf, die man mindestens einmal besucht haben sollte

Ob Kunst, Historisches, Keramik oder Oldtimer: Düsseldorf zählt rund 54 Museen. Diesen solltet ihr das nächste Mal unbedingt einen Besuch abstatten.
Sammlung Philara
Die Sammlung Philara gehört zu den sehenswertesten Museen in Düsseldorf. Foto: Paul Schöpfer
Die Sammlung Philara gehört zu den sehenswertesten Museen in Düsseldorf. Foto: Paul Schöpfer

Ein Tag im Museum hat etwas besinnliches an sich. Der Alltagswahnsinn bleibt vor der Tür, die Gedanken dürfen schweifen. Lediglich dem Hier und Jetzt wird volle Aufmerksamkeit geschenkt. Nebenbei schöpft man neues Wissen und erweitert seinen Horizont mit bunten Ideen.

Der Gang ins Museum lohnt sich also fast immer, womöglich erst Recht in der Kunststadt Düsseldorf. Doch die Qual der Wahl ist groß – welcher Besuch darf nicht ausgelassen werden? Mit diesen Tipps fällt die Entscheidung sicher leichter.

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Sammlung Philara

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Eine klassische Perle im Hinterhof: Außerhalb der Innenstadt befindet sich etwas versteckt die Sammlung Philara. Hinter dem Museum mit dem wohlklingenden Namen verbirgt sich eine Privatsammlung zeitgenössischer Kunst, die über 1800 Arbeiten aus Malerei, Grafik, Fotografie und Video zählt. Der Mann dahinter ist Gil Bronner, der bereits Mitte der 90er-Jahre mit dem Aufbau seiner eigenen Sammlung begann. Doch seit jeher steht besonders ein Anliegen im Mittelpunkt: Die Förderung lokaler Nachwuchskünstler.

Dabei ist die Sammlung Philara an sich ein kleines Kunststück: Mit rosé-leuchtendem Schriftzug winkt sie ihre Besucher in den aus Stahl- und Gitterrostelementen verkleideten Bau hinein. Von außen ist kaum anznehmen, dass sich dort eine 1700 Quadratmeter große Ausstellungsfläche verbirgt. Auch eine Skulpturenterrasse ziert das Dach der einstigen Industriebrache.

Tipp: Lasst euch nach einem Besuch der Sammlung gerne vom Duft frischer Backwaren und Kaffee leiten, denn im Hinterhof Glas Lennarz befindet sich auch das Bulle Bistro.

Adresse: Birkenstraße 47a (Hinterhof Glas Lennarz), 40233 Düsseldorf

Kunstsammlung mit K20 und K21

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Ein Muss für alle Kunstbegeisterte: Die Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen. Mit dem K20 am Grabbeplatz, dem K21 im Ständehaus und dem Schmela-Haus in der Mutter-Ey-Straße vereint sie drei Ausstellungsorte in Düsseldorf.

Das K20 (Kunstsammlung des 20. Jahrhunderts) ist bereits von Außen ein Augenschmaus: Denn mit der charakteristischen schwarzen Granitfassade sucht es in der Düsseldorfer Altstadt seinesgleichen. Das Gebäude feierte 1986 Eröffnung und zeigt seit jeher Werke des Expressionismus, Kubismus und Surrealismus. Stücke von namenhaften Künstlern wie Andy Warhol, Joseph Beuys, Pablo Picasso, Henri Matisse und Piet Mondrian zieren die Sammlung.

2002 folgte schließlich die Eröffnung des K21 (Kunstsammlung des 21. Jahrhunderts) im Ständehaus am Kaiserteich, bis 1988 Sitz des NRW-Landtages. Das Museum steht für internationale Gegenwartskunst: In den beiden oberen Etagen findet ihr Werke der späten 80er von Jeff Wall, Rosemarie Trockel, Robert Gober, darunter unter anderem das Archiv von Dorothee und Konrad Fischer.

Von der gläsernen Kuppel des K21, die im übrigen größer als die des Berliner Reichstages ist, genießt man einen Panoramablick auf die Düsseldorfer Großstadtsilhouette. Damit nicht genug, denn eine Stahlnetzkonstruktion ermöglicht das Klettern in 25 Metern Höhe.

Der Dritte im Bunde: Das in der Düsseldorfer Altstadt gelegene Schmela-Haus ergänzt seit 2009 als Ausstellungsort und Vortragsort die Landessammlung.

Adresse K20: Grabbeplatz 5, 40213 Düsseldorf
Adresse K21: Ständehausstraße 1, 40217 Düsseldorf
Adresse Schmela-Haus: Mutter-Ey-Straße 3, 40213 Düsseldorf

Passend dazu: Die zehn besten Museen in NRW – die schönsten Ausstellungen.

NRW-Forum Düsseldorf

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Das NRW-Forum Düsseldorf beschreibt sich selbst als lebendige Ideenfabrik für die ganze Familie. In Gruppen- und Einzelausstellungen, Festivals, Vorträgen, Workshops und Filmvorführungen greift das Museum aktuelle gesellschaftliche Themen auf. Ein Muss für alle Fans der Fotografie, Pop- und digitalen Kultur! Ein Hauptaugenmerk legt das NRW-Forum auf die kulturelle Bildung – im digitalen Zeitalter besonders in den Bereichen Medienkompetenz und Technik innerhalb der Kunst.

Seit 2021 findet hier einmal jährlich das kostenfreie Festival Ehrenhof Open statt. Das Multigenre-Konzept scheint zu gefallen: Ob RnB, Hip Hop oder Indie-Punk – hier wird fast jeder fündig. Alle Infos zum Ehrenhof Open in Düsseldorf findet ihr hier.

Adresse: Ehrenhof 2, 40479 Düsseldorf

Kunstpalast

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Der Kunstpalast – ein wahres Urgestein der Düsseldorfer Museumslandschaft. Schon 1913 wurde die Institution mit dem Ziel eröffnet, möglichst vielen Düsseldorfern Kunst näherzubringen. Der Palast versteht sich aus seiner Geschichte heraus als Bürgermuseum, das Jedermann willkommen heißt.

Die Sammlung umfasst über 100.000 Objekte und damit so viel wie kaum ein anderes Kunsthaus in Deutschland. Mit dabei sind fast alle künstlerischen Gattungen und Epochen, die man sich nur vorstellen kann. Gemälde, Skulpturen und Graphiken aus Mittelalter und Neuzeit über Klassiker der Moderne bis hin zu Gegenwartskunst lassen hier Herzen aller Kulturbegeisterten höherschlagen. Eine eigene Glassammlung erweitern das Spektrum der Sammlung.

Der Kunstpalast befindet sich im Ehrenhof unmittelbar des NRW-Forums. Nach umfangreichen Umbau- und Renovierungsarbeiten öffnete der neugestaltete Bereich des Kunstpalastes am 21. November 2023 erstmals seine Pforten. Auch ein neues Café und Restaurant gibt es seither im Torbogen.

Lest hier weiter: So spektakulär zeigt sich der Kunstpalast Düsseldorf nach dreijähriger Renovierung

Adresse: Ehrenhof 4 bis 5, 40479 Düsseldorf

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KIT – Kunst im Tunnel

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Im KIT (Kunst im Tunnel) geht es unter die Erde. Genauer gesagt befindet sich der Eingang zum Museum an keinem geringen Ort als direkt unter der Rheinpromenade. In einem Raum, der zwischen den Tunnelröhren fu?r den Autoverkehr liegt, wurde 2007 mit dem KIT eine Stätte fu?r zeitgenössische Kunst eröffnet.

Der Zugang gelingt über einen Glaspavillon auf der Promenade. Hier gelangen Besucher u?ber eine große Treppe oder mit dem Aufzug in den unterirdischen Ausstellungsbereich. Dieser transferiert seine Insassen über eine Länge von 140 Metern parallel zum Rhein entlang.

Im KIT werden etwa vier bis sechs Wechselausstellungen pro Jahr gezeigt. Der Schwerpunkt des Programms liegt auf der Präsentation junger Kunst aus den Bereichen Bildhauerei, Malerei, Fotografie, Video- und Installationskunst.

Tipp: Wenn ihr wieder aufsteigt, verweilt doch noch im KIT Café, welches sich direkt im Glaspavillon befindet. Man sagt, hier gebe es neben Kaffeespezialitäten eine der besten Empanadas Düsseldorfs.

Adresse: Mannesmannufer 1b, 40213 Düsseldorf 

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Hetjens Museum – Deutsches Keramikmuseum

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Das Hetjens befindet sich in einem der wohl schönsten historischen Gebäude der Düsseldorfer Altstadt – dem Palais Nesselrode. Im Spezialmuseum wird Keramik aus 8000 Jahren und der ganzen Welt präsentiert und bewiesen, dass Keramik mehr als Omas Teeservice kann.

Das Besondere: Das Museum ist weltweit das Einzige, das die Keramikgeschichte von ihren Anfängen bis heute durch alle Kulturen und Epochen sammelt, bewahrt, erforscht und präsentiert.

Bestaunen könnt ihr Stücke aus Ostasien, Afrika, Altamerika, der Antike, dem Mittelalter und Orient. Hier lernt ihr, dass Keramik nicht gleich Keramik ist. Oder, habt ihr neben Porzellan schon mal etwas von Irdengut, Steinzeug oder Fayence gehört?

Adresse: Schulstraße 4, 40213 Düsseldorf

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Classic Remise Düsseldorf

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In einem denkmalgeschützten und restaurierten Ringlokschuppen findet ihr seit 2006 die Classic Remise Düsseldorf. Dahinter steckt ein wahrhafter Spielplatz für Autofans: Das Spektrum reicht von historischen und klassischen Fahrzeugen bis hin zur eigenen Werkstatt für Oldtimer und Sammlerfahrzeuge.

In der Location in Oberbilk kommen Autofans voll auf ihre Kosten. Lasst eure Blicke beispielsweise über die kostbaren Oldtimer in den insgesamt 80 klimatisierten Glasboxen schweifen. Außerdem könnt ihr den Profis in den Service- und Restaurationswerkstätten über die Schultern schauen.

Wenn euch nach den ganzen Eindrücken der Hunger plagt, befindet sich auf der ehemaligen Drehscheibe ein Restaurant über zwei Etagen – mit Sicht auf den 19.000 Quadratmeter großen Ausstellungsraum. Auch ein Bistro und Biergarten warten auf euch.

Adresse: Harffstraße 110A, 40591 Düsseldorf

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Aquazoo Löbbecke

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Auf Unterwassersafari mitten in Düsseldorf: Das Aquazoo Löbbecke Museum schafft den Spagat zwischen Kultur und Wissenschaft. Hier erwarten euch etwa eine Million Naturobjekte aus den Bereichen Biologie, Geologie und Paläontologie – quasi zum Anfassen. Begebt euch auf eine Reise durch die Entstehungsgeschichte der Lebewesen – unter und über Wasser.

In insgesamt 25 Themenräumen präsentiert das Museum Sammlungsteile aus den Bereichen Gestein, Fossilien und Pflanzen und spielt dabei mit interaktiven Medien. Ein Highlight ist mitunter das Aquarium, in dem exotische Meerestiere und Raubfische zu Hause sind. Wohl einer der Gründe, weswegen der Aquazoo nach eigenen Angaben zu den meistbesuchten Freizeiteinrichtungen Düsseldorfs gehört.

Für die Biologen unter euch bietet das Museum eine eigene Bildungsabteilung mit Führungen, Workshops und Fütterungen an, bei denen auch Präparate und lebende Tiere aus nächster Nähe erkundet werden können.

Adresse: Kaiserswerther Straße 380, 40474 Düsseldorf

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