Düsteres Düsseldorf: Über 8.000 Gaslaternen werden abgeschaltet!

Der Krisenstab in Düsseldorf macht keine halben Sachen: Die Landeshauptstadt hat einen Überblick zur Reduzierung der Weihnachtsbeleuchtung und zur Teilabschaltung der Gaslaternen veröffentlicht. Die Pläne zum Energiesparen über die kommenden Monate werden nun besonders deutlich.
Düsseldorf Medienhafen
Der Medienhafen in Düsseldorf bei Nacht. Foto: Shutterstock.com / A.Ripphahn
Düsseldorf Medienhafen
Der Medienhafen in Düsseldorf bei Nacht. Foto: Shutterstock.com / A.Ripphahn

Viele Straßen in Düsseldorf bleiben ab Mitte Oktober über Nacht besonders düster: Stolze 8.000 Gaslaternen werden dann abgeschaltet. Zudem soll auch die Weihnachtsbeleuchtung deutlich verringert werden. Wir zeigen, wie die Energiesparpläne der Stadt genau aussehen.

Im Rahmen einer Sitzung am Donnerstag, dem 22. September, hat der Krisenstab der Landeshauptstadt weitere Energieeinsparungen beschlossen: Rund 8.000 Gaslaternen im Düsseldorfer Stadtgebiet werden ab Samstag, 15. Oktober, im Zeitraum von 1 bis 5 Uhr morgens abgeschaltet. Dies beschloss der Krisenstab im Einvernehmen mit der Polizei. Freitags, samstags und vor Feiertagen erfolgt die Teilabschaltung nur zwischen 3 und 5 Uhr.

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In der über „duesseldorf.de/energie“ und auf „maps.duesseldorf.de“ auch öffentlich zugänglichen Übersicht der entsprechenden Gaslaternen wird das Ausmaß der Einsparungen sichtbar. Vor Ort werden die betroffenen Laternen aktuell mit einem Laternenring gekennzeichnet und Zusatzschilder mit dem Verweis auf Tempo 30 zu den Abschaltzeiten aufgestellt. Zudem wird eine Kompensationsbeleuchtung an sicherheitsrelevanten Punkten installiert.

Weihnachtszeit, dunkle Zeit

Darüber hinaus hat der Krisenstab Einsparungen bei der städtischen Weihnachtsbeleuchtung beschlossen: Die täglichen Beleuchtungszeiten werden auf 17 bis 22 Uhr angepasst und somit von 15 auf 5 Stunden pro Tag reduziert. Die Beleuchtungsperiode verbleibt von Mitte November bis zum 6. Januar 2023.

Krisenstabsleiter und Feuerwehrdezernent Christian Zaum: „Solidarität steht für uns an erster Stelle. Auch wenn die Gasspeicher aktuell den gesetzten Füllstand erreicht haben, strengen wir uns mit unseren Einsparungen bereits für das kommende Jahr an. Dabei ist es wichtig, dass wir als Verwaltung mit gutem Beispiel vorangehen.“

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Beleuchtung in der Altstadt bleibt an – aus Sicherheitsgründen

In seiner letzten Sitzung hatte der Krisenstab unter anderem die festgelegte Raumtemperatur von 19 Grad beschlossen. Diese wird nun auch in den Düsseldorfer Kulturinstituten weitgehend umgesetzt. Unter Vorbehalt der Zustimmung des Personalrates und der technischen Arbeitssicherheit wurden zudem Einsparungen durch optimiertes Nutzerverhalten der Mitarbeitenden der Stadtverwaltung und die Anpassung der Heizperiode festgelegt. Hinzu kommen Einsparpotentiale durch die Abschaltung der Beleuchtung an insgesamt rund 150 Außengebäuden und Baudenkmälern, wobei die Beleuchtung insbesondere in der Altstadt aus Sicherheitsgründen beibehalten wurde.

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Der städtische Krisenstab tagt in regelmäßigen Abständen, um die Auswirkungen einer rückläufigen Gas- und Energieversorgung für Düsseldorf zu beraten. Das Gremium entwickelt das Handlungskonzept zu den Energiesparmaßnahmen entsprechend der dynamischen Lage laufend weiter.

Unter www.duesseldorf.de/energie sind aktuelle Regeln und Maßnahmen in Düsseldorf zu finden. Zudem gibt die Seite weitere Hilfestellungen und Tipps unter anderem zur Einsparung von Strom und Energie. Die Seite wird regelmäßig aktualisiert und ergänzt.