10.000 Euro in bar – US-Amerikaner bezahlt Strafzettel nach zwei Jahren

Ein 76-jähriger Tourist aus den USA geriet in Garmisch-Partenkirchen in eine Verkehrskontrolle. Einen Gefängnisaufenthalt konnte er durch eine Barzahlung von über 10.000 Euro so gerade noch abwenden.
Polizei Blaulicht
Foto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Den Urlaub hatte er sich sicher anders vorgestellt. Am Sonntag ist ein 76-jähriger US-Amerikaner der bayrischen Polizei ins Netz gegangen. Bei einer Verkehrskontrolle in Garmisch-Partenkirchen hielten die Ordnungshüter den Touristen an und waren ziemlich erstaunt, wen sie da angehalten hatten.

Denn nicht nur, dass der Mann stark nach Alkohol roch, bei der Feststellung der Identität fiel den Beamten zusätzlich auf, dass gegen den US-Amerikaner bereits ein Haftbefehl vorlag. Dieser war aus dem Jahr 2019, auch damals war der heute 76-Jährige mit zu viel Alkohol im Blut im Straßenverkehr unterwegs.

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Somit hatte der Besucher die Wahl: Gefängnis, oder die Strafe zahlen. Er entschied sich selbstverständlich für die zweite Variante. Also ging es schnurstracks zur nächsten Bank, wo der Amerikaner 10.400 Euro abhob und den Beamten aushändigte. So bezahlte er die fälligen Strafzettel gleich in bar.

Wie ein Polizeisprecher mitteilte, wurde die Gesamtsumme der Strafe von einem Staatsanwalt berechnet. Dies sei gängige Praxis bei ausländischen Straftätern, deren Wohnsitz nicht in Deutschland ist. Der Tourist hingegen wird sich wohl zweimal überlegen, ob er noch mal in die Alpenregion zurückkehrt.

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dpa