Diese Geschichte klingt total bescheuert, ist aber wirklich wahr. Einer schwangeren Frau aus Augusta im US-Bundesstaat Georgia droht tatsächlich ein Gefängnisaufenthalt, weil sie ihren drei Jahre alten Sohn auf einem Parkplatz pinkeln ließ. Ein übereifriger US-Sheriff ist schuld daran.

Brooke Johns heißt die junge Mutter, die jetzt Ärger mit der Justiz hat. Ihr drei Jahre alter Sohn musste dringend auf die Toilette, als die im achten Monat schwangere Frau mit ihrem Sohn im Auto unterwegs war. Sie wollten einkaufen gehen. Da der kleine Junge noch nicht besonders gut im „Einhalten“ ist, wusste die junge Mutter, dass sie nicht viel Zeit hatte, ein stilles Örtchen für ihren Sohn zu finden.

Sie hielt an einer Tankstelle an, der Junge sprang aus dem Auto, doch er konnte sein Bedürfnis kaum noch zurückhalten. Wie seine Mutter dem Nachrichtenportal WRDW gegenüber sagte, sei sofort klar gewesen, dass der Kleine es nicht mehr zur Toilette schaffen würde. Deshalb ließ sie ihn auf dem Parkplatz urinieren.

Und selbst dafür wäre es um ein Haar zu spät gewesen: „Es lief, bevor er die Hose richtig runter gezogen hatte“, beschrieb die Mutter den Notfall. Ihrer Aussage nach stellte sie sich vor ihren Sohn, um ihn mit ihrem Körper zu verdecken, sodass keine anderen Menschen durch den pinkelnden Jungen gestört wurden.

Doch Johns hatte die Rechnung ohne einen übereifrigen Sheriff gemacht. Der Polizist beobachtete den Vorfall und ließ jegliches Fingerspitzengefühl vermissen. Der uneinsichtige Polizeibeamte schrieb pflichtgemäß einen Strafzettel. Und der hatte es in sich. „Die Person erlaubte ihrem männlichen Kind auf einem Parkplatz zu urinieren. Ich erkannte seine männlichen Genitalien und das Urinieren. Es gibt an diesem Ort öffentliche Toiletten“, notierte der Sheriff. Über den Strafzettel regte sie sich so sehr auf, dass sie ihn bei Facebook postete.

Die möglichen Folgen für die hochschwangere Frau sind heftig. Ihr drohen jetzt eine Geldstrafe bis zu 5000 Dollar oder 60 Tage Gefängnis. Und schon bald wissen wir, ob sie wirklich hinter Gittern landet. Denn, die Verhandlung findet nur wenige Tage vor der Entbindung ihres zweiten Kindes statt. Johns hat sich aber gegen eine Aufschiebung des Prozesses entschieden, um die Geschichte endlich hinter sich zu bringen und abzuschließen. Jetzt liegt es in der Hand des Richters.

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