Sükrü Pehlivan Let's Dance
Foto: TVNOW/Stefan Gregorowius

Sükrü Pehlivan ist es beruflich gewohnt, zu handeln und zu feilschen. Der „Superhändler“ versucht sich nun aber bei „Let’s Dance“ auf unbekanntem Parkett. Mal schauen, ob die Jury bei der Punktevergabe mit sich reden lässt.

Der gebürtige Mönchengladbacher, der neben seiner TV-Tätigkeit mit Gold und Diamanten handelt, kann nach eigener Aussage im RTL-Interview nicht tanzen. „Nach ein paar Bierchen werden dann die Hüften geschmeidiger“, sagt er. Ob er sich deshalb vor jeder Folge „Let’s Dance“ Mut antrinken wird? Das wollen wir nicht hoffen.

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Was reizt Sie an „Let’s Dance“?
Christian, einer der Profitänzer von „Let’s Dance“, war bei mir in der Sendung und hat versucht, seine Tanzschuhe zu verkaufen. Da hat er uns auch ein paar Tanzschritte beigebracht und ich habe jämmerlich versagt. Daraufhin hat er sich in die Kamera gedreht und RTL sozusagen angefleht, niemals auf die Idee zu kommen, mich als Promi zu einer „Let’s Dance“-Sendung einzuladen. Ich dachte mir: Das ist doch eine super Gelegenheit! Wenn die Anfrage kommt, würde ich direkt ja sagen, um Christian zu ärgern.

Waren Sie in der Tanzschule?
Nein. Als Jugendlicher habe ich in der Disco ein bisschen hin und her getanzt, aber Paartanz ist für mich ganz neu. 

Sind Sie eher der Typ, der an der Bar steht oder der auf der Tanzfläche angreift?
Beides. Ich bin derjenige, der an der Bar steht, um sich die Motivation anzutrinken, auf die Tanzfläche zu gehen. Also erst ein bisschen an der Bar und wenn ich ein paar Bierchen hatte, werden die Hüften auch geschmeidiger.

Was für eine Tänzerin würden Sie sich wünschen?
Was zu mir mit meinem Tanztalent und meiner Tanzfähigkeit passen würde, ist eine Tanzpartnerin, die wirklich sehr viel Geduld hat.

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Womit könnte man bei „Let’s Dance“ gut handeln?
Es gibt einiges bei „Let’s Dance“, was man in unserer Sendung verkaufen könnte. Christian hat es ja mit den Tanzschuhen probiert, man könnte natürlich auch die schöne Kleidung verkaufen. Man könnte auch die Jury verkaufen – das geht alles.

Apropos Jury: Wie gehen Sie mit der Kritik von Joachim Llambi um?
Joachim Llambi kenne ich von „Let’s Dance“, aber nicht privat. Er kann einer sein, der wirklich sehr hart urteilt. Aber wenn ich Mist tanze, möchte ich auch nicht, dass mir jemand Honig ums Maul schmiert. Man soll mir schon die Wahrheit sagen. Dann spornt mich das fürs nächste Mal an. 

Wie weit wollen Sie kommen? Wollen Sie „Dancing Star“ werden?
Wenn ich jetzt sagen würde, ich will nicht „Dancing Star“ werden, dann wäre es gelogen. Ich meine klar, am Anfang geht man in so eine Geschichte rein, indem man sagt: „Super, ich bin dabei!“ Wann hätte ich sonst die Zeit gefunden, tanzen zu lernen? So muss ich tanzen lernen. Ich möchte ja tanzen lernen. Es ist erst mal gut, die ersten paar Runden zu überstehen. Wenn ich unter die ersten Fünf komme, ist es super. Aber im Hinterkopf hat man immer: Auf dem Podest zu stehen, ist natürlich wahrscheinlich viel besser.

Sie drehen ja während „Let’s Dance“ auch weiter. Wie packen Sie das?
Ja, ich habe ein kleines Problem. Nebenher werde ich weiterhin parallel auch „Die Superhändler“ drehen. Das heißt bis nachmittags die Superhändler und danach geht’s in die Trainingseinheit mit „Let’s Dance“. Es wird schwierig sein, es wird eine harte Zeit sein und es wird eine schlaflose Zeit sein.

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Was hat Ihre Frau gesagt, als Sie gesagt haben, dass Sie bei „Let’s Dance“ mitmachen?
Egal, was ich bis jetzt gemacht habe, meine Frau und meine ganze Familie stehen immer hinter mir. Meine Frau hat die Entscheidung mir überlassen, weil sie auch weiß, dass mein Job bei den Superhändlern sehr lange dauern kann und anstrengend ist. Sie hat einfach gesagt: „Schatz, wenn du dir das körperlich und konditionell zutraust, bitte mach das. Aber blamiere uns nicht! Ich weiß wie du tanzt!“

Werden wir Ihre Frau auch im Studio mal sehen?
Meine Frau wird definitiv kommen, aber sie ist ein bisschen fernsehscheu. Ob man sie dann sieht, weiß ich nicht. Aber ich schätze mal, wenn ich unter die letzten Drei komme und sie der Meinung ist, jetzt hat er das drauf mit dem Tanzen, ich kann mich jetzt auch als seine Frau vorstellen, dann könnte man sie sehen. Sonst wird sie sich wahrscheinlich für meine Tanzeinlage schämen. 

Was sind Ihre Qualitäten? Warum glauben Sie, dass Sie das rocken können?
Ich bin ein Typ, der sehr verbissen ist. Das heißt, wenn ich etwas anfange, dann möchte ich es auch zu Ende bringen. Aber es ist nicht so, dass ich nur verbissen bin. Ich denke, dass ich die Zuschauer auch unterhalten kann. Auch wenn ich vielleicht nicht der beste Tänzer bin, glaube ich, dass die Leute mich vielleicht von meiner Art her mögen und dann hoffentlich für mich anrufen und mich weiter und weiter und weiter lassen.

Quelle: RTL