Markus Reinecke
Foto: TVNOW / Arya Shirazi

Markus Reinecke ist hierzulande als „Superhändler“ bekannt. Der selbstbewusste 50-Jährige hat im Alltag immer Action, jetzt steht das nächste Abenteuer an.

Für ihn geht es ins Dschungelcamp – aber nicht, ohne vorher im „RTL“-Interview noch wichtige IBES-Fragen zu beantworten.

Warum gehen Sie in den Dschungel?

Ich werde versuchen Geschäfte zu machen. Wenn die Leute sagen das und das habe ich, dann kaufe ich denen das ab. 

Wollen Sie gewinnen?

Selbstverständlich will ich gewinnen. Das macht ja sonst keinen Sinn. Ich bin der absolute Gewinnertyp und ich ärgere mich unheimlich, wenn das nicht klappt. 

Warum glauben Sie, dass sie gewinnen können?

Ich bin sehr ehrgeizig. Warum sollte man nicht glauben, dass man gewinnt? Ich bin eine coole Socke. 

Was ist Ihre Strategie, um zu gewinnen?

Ich werde mich erstmal zurückhalten, das Ganze beobachten und dann werde ich knallhart zuschlagen. 

Sind Sie Single?

Ich bin Single – und das ist auch gut so! Aber ich bin offen für alles. Für fast alles.

Mit Ihrem bunten Batik-Hemd sind Sie ein richtiger 70er-Jahre-Typ. Wie sieht eigentlich Ihre Badehose aus?

Meine Lieblingsbadehose, aus den 70er-Jahren von Mark Spitz, ist kaputt gegangen. Jetzt brauche ich unbedingt eine neue Badehose. Das ist gar nicht so einfach eine richtig coole Badehose zu bekommen, die schön bunt ist, vielleicht eng anliegt und ein bisschen abschließt, damit da nichts reinkrabbelt. Ich habe echt ein Badehosenproblem.

Sind Sie ein String-Typ?

Sehe ich aus wie ein String-Typ? Natürlich bin ich kein String-Typ! Meine Unterhosen sind oberschenkellang, liegen eng an und müssen bequem sein. Damit alles genug Luft und Platz hat – und nicht schlackert und wackelt.

Lieber Actionprüfung oder Essprüfung?

Action, natürlich! Ich habe keine Prüfungsangst. Das ist schon mal ein kleiner Vorteil. Ich mache ja sämtliche Fun-Sportarten. Und ich habe ja immer Hunger, also esse ich auch alles.

Sie sind ausgebildeter Sanitäter. Unterstützen Sie im Dschungel Dr. Bob?

Das mit dem Sanitätsdienst ist schon Ewigkeiten her. Jeder Fahranfänger, der einen Ersthilfekurs gemacht hat, kann das besser. Wenn es erforderlich ist, dass ich irgendwem einen Kugelschreiber in die Luftröhre stecken muss, dann mache ich das natürlich. Übrigens, ich habe schon mal einen Daumen angenäht.

Sie haben einen Daumen angenäht?

Ich war Krankenwagenfahrer bei der Bundeswehr. Da wurde einer eingeliefert, der sich in der Küche verletzt hat. Der Daumen hing leblos in der Gegend rum. Er schrie wie am Spieß! Es war kein anderer Weißkittel da. Da sagte der Arzt zu mir, sie kommen mit. Dann haben wir zusammen richtig schön den Daumen angenäht. Der müsste noch heute dran sein.

Können Sie auch eine Mund-zu-Mund-Beatmung?

Wenn es unbedingt erforderlich ist… Schöner wäre es, wenn ich mir die Person aussuchen könnte, bei der ich es mache. 

Wollen Sie, der Trödelfuchs, mit Ihren Mitcampern Geschäfte machen?

Wenn ich ein Geschäft wittere, dann werde ich das natürlich tun. Wenn einer irgendetwas unbedingt haben möchte, dann verkaufe ich das. Und wenn ich ein Geschäft sehe, dann mache ich das natürlich auch. Ich kaufe unheimlich gerne Sachen an, obwohl ich überhaupt nichts brauche, weil ich über eine Million Artikel in meinem Imperium habe.

Kaufen Sie die Juwelen des Grünen Gewölbes ab, wenn Ihnen diese angeboten werden würden?

Meistens wird mir immer das Bernsteinzimmer angeboten. Ich muss das sehen und anfassen. Wenn es erlaubt ist, kann man es machen. Wenn es nicht erlaubt ist, dann eben nicht. Bei allen Geschäften muss man sorgfältig recherchieren. Und wenn es erforderlich ist zuschlagen.

Was sagt ihr Familie zu Ihrer Entscheidung in den Dschungel zu gehen?

Ich habe zwei Jungs. Der Zwanzigjährige will gucken, wie das so ist. Insgeheim ist er natürlich stolz. Der Lütte hat gesagt, du hast die einmalige Gelegenheit das auszuprobieren, dass kannst du deinen Enkeln erzählen.

Und Ihre Ex-Frau, was sagt sie?

Ich hatte gehofft, dass meine Ex mich begleitet. Wir haben ein super Verhältnis. Sie hat nur leider keine Zeit. Die findet das aber richtig, richtig gut. Wir gehen mit der großen Familie – meine Mutter, meine Ex-Frau und meinen Kindern – regelmäßig Essen und fahren zusammen in den Urlaub. Überhaupt kein Problem!

Wer passt während Ihrer Zeit in Australien auf Ihren Trödelladen auf?

Während ich nicht da bin, macht das meine Ex-Frau.

Wie meistern Sie Essprüfungen?

Ich war in China und habe Skorpione gegessen. Das ist also nicht schlimm für mich.

Schwimmen Sie gerne gegen den Strom?

Ich mache gerne das, was ich will. Das mögen nicht alle, aber ob das gegen den Strom schwimmen ist? Ich glaube, viele Leute verstellen sich einfach und passen sich an. Das mache ich einfach nicht.

Sie kleiden sich wie ein Hippe. Da liegt ein Klischee auf der Hand: Nehmen Sie Drogen?

Keine Macht den Drogen. Ich nehme tatsächlich keine Drogen, auch wenn ich aussehe, als wenn ich jeden Tag irgendwelche Hanfsachen verkonsumieren würde. Ich rauche ab und an mal eine Zigarre. Ich trinke sicherlich auch mal ein Glas Wein oder auch mal einen Cocktail oder ein Bier. Aber ich nehme keine Drogen. Ich würde keine Pilze essen oder irgendwelche Sachen, wo ich nicht weiß, was es ist. Ich bin immer gut drauf, dafür brauche ich keine Drogen zur Unterstützung.

Sie leben in einem Wohnwagen, eine einsame Angelegenheit. Im Dschungel werden Sie mit vielen anderen zusammenleben. Wie funktionieren Sie dort?

Ich fahre dort mal hin, um das auszuprobieren. Im Wohnwagen schlafe ich, ja klar. Ein kleines Ding. Außerdem bin ich bei den Superhändlern. Da bin ich auch eingesperrt mit den anderen Superhändlern. Da gibt’s auch die ein oder andere Stichelei und Reiberei. Da bin ich also ganz gut vorbereitet.