Rewe „Pick & Go“: So funktioniert der innovative Sci-Fi-Supermarkt in Düsseldorf

Bargeldlos zahlen war gestern: In diesem neuen Supermarkt am Düsseldorfer Wehrhahn müssen Kunden gar nicht mehr zahlen – zumindest nicht vor Ort.
Science Fiction Supermarkt
Ein K.I. gesteuerter Roboter geht einkaufen – Science Fiction oder bald Realität? (Symbolbild) Foto: Shutterstock.com / Garan Julia
Science Fiction Supermarkt
Ein K.I. gesteuerter Roboter geht einkaufen – Science Fiction oder bald Realität? (Symbolbild) Foto: Shutterstock.com / Garan Julia

Am 22. Februar eröffnet in Düsseldorf der erste Rewe-Supermarkt mit „Pick & Go“-Konzept. Dabei betretet ihr den Laden nach kurzer Anmeldung per App – alles weitere wird im Hintergrund für euch geregelt.

An der Kasse warten? Sachen in den Einkaufswagen legen, wieder aufs Band packen und anschließend mit schweißtreibendem Stressfaktor eintüten? Wenn es nach Rewe geht alles Dinge, auf die man in Zukunft gerne verzichten kann.

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„Pick & Go“, auf Deutsch „Nehmen und Gehen“, bedeutet genau das: Kunden dürfen den Supermarkt einfach betreten, Sachen aus den Regalen einpacken und anschließend gehen – ganz ohne Kasse.

Rewe führte die neuartige Technologie bereits 2021 in Köln ein, weitere Filialen eröffneten in München und Berlin. Am Düsseldorfer Wehrhahn steht nun bereits das vierte „Pick & Go“-Geschäft vor seiner Eröffnung – laut Rewe ein idealer Platz für einen weiteren Test unter alltäglichen Bedingungen.

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Rewe „Pick & Go“ in Düsseldorf: Wie funktioniert das System?

Rewe Pick and Go

Rewe „Pick & Go“ ist ein kassenloser Supermarkt. Foto: Rewe

Die Nutzung des neuen Supermarkts ist vor allem eines: App-gesteuert. Bereits am Eingang müsst ihr euch mit der „Pick & Go“-App anmelden, danach kann bereits munter zugegriffen werden – nur mit dem Unterschied, dass die Waren gleich in eure eigenen Tüten, Einkaufskörbe oder Rucksäcke wandern. Beim Verlassen des Marktes wird euch die Rechnung per App auf das Handy geschickt, die Bezahlung erfolgt dann wahlweise über Paypal, Apple Pay, Google Pay oder Kreditkarte.

Kontrolliert wird euer Einkauf allen voran per Kamera, insgesamt sollen in der Filiale in Düsseldorf knapp 800 verbaut worden sein. Hinter der Technik steht das Unternehmen Trigo Vision Ltd: Ein 3D-Modell des Supermarktes zeigt nicht nur jeden Kunden, sondern auch jede kleinste Armbewegung. Eine weitere Absicherung: Gewichtssensoren im Boden.

Laut Rewe ist der Datenschutz dabei ein zentraler Aspekt der noch immer fortlaufenden Entwicklung. „Die erfassten Bildaufnahmen werden datensparsam verarbeitet und dienen ausschließlich dazu, den kassenlosen Einkauf im Markt zu ermöglichen. […] Es findet weder eine Gesichtserkennung statt, noch kann das System Kundinnen und Kunden nach einem Besuch im Markt wiedererkennen.“ heißt es in einer Pressemitteilung des Konzerns.

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Verleitet das neue System zum Klauen?

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Beim Lesen des Konzepts dürften nicht wenige sofort an denkbar vereinfachten Ladendiebstahl denken – doch laut Rewe ist dem nicht so. Tatsächlich soll das bislang analysierte Kundenverhalten der kassenlosen Supermärkte kaum von dem in einer „normalen“ Filiale abweichen.

Gegenüber der „NRZ“ äußert eine Sprecherin des Unternehmens: „Grundsätzlich vertrauen wir darauf, dass sich Kundinnen und Kunden, die ‚Pick & Go‘ nutzen, an die Nutzungsbedingungen halten. So wie wir auch darauf vertrauen, dass Kundinnen und Kunden, die in den hybriden Märkten herkömmlich einkaufen, ordnungsgemäß an der Kasse bezahlen.“

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Eröffnung des neuen „Pick & Go“-Supermarkts in Düsseldorf am 22. Februar 2024

Am Düsseldorfer Wehrhahn eröffnet das erste „Pick & Go“ am 22. Februar 2024 (einem Donnerstag) – hier allerdings noch als Hybrid-Konzept. Will heißen: Ihr dürft euch beim Besuch selbst entscheiden, ob ihr „Pick & Go“ nutzen oder dann doch lieber ganz klassisch an der Kasse zahlen wollt. Die rund 700 Quadratmeter große Filiale findet ihr gegenüber der U-Bahnhaltestelle Pempelforter Straße.

Noch eine schlechte Nachricht zum Schluss: Das „Pick & Go“-System wird wahrscheinlich erst nach Ostern (Anfang April) verfügbar sein – bis dahin sollen erste Testdurchgänge laufen.